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Gesundheitsmanager des Monats Jänner/Februar 2022

MMag. Astrid Jankowitsch
MMag. Astrid Jankowitsch
© Lisi Specht

Berufliche und persönliche Eckdaten

MMag. Astrid Jankowitsch leitet seit 2019 den Bereich Public Policy, Communications und Patient Advocacy bei Takeda. Davor war sie lange Jahre in der biopharmazeutischen Produktion bei Baxter BioScience im Qualitätsbereich tätig. Ihren Schwerpunkt legt die Biologin und Juristin auf den Bereich der seltenen Erkrankungen, insbesondere auf die nachhaltige Versorgung von Betroffenen. Zusätzlich ist sie österreichischer Co-Lead des H2O Projektes, einer EU innovative health initiative mit dem Ziel die systematische Erfassung der Patient*innenperspektive in die klinische Routine zu integrieren. 

„Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe aller Partner*innen im Gesundheitssystem unter verstärkter Einbindung der Patient*innenvertreter*innen ist nicht mehr nur wünschenswert, sondern dringend notwendig.“

Interview:

Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft weltweit in den nächsten Jahren entwickeln – was lernen wir aus COVID-19?

Wir werden endlich einen massiven Schub in der Digitalisierung im Gesundheitssystem wahrnehmen: in der Corona-Pandemie wurden erste wichtige Schritte gesetzt, diese werden weiterhin ausgebaut werden. Wir werden dadurch eine stärkere Einbindung der Patient*innen erleben (Stichworte „Shared-decision making“ und „Patient empowerment“), Individualisierung und jedenfalls einen stärker integrierten Ansatz zwischen den Gesundheitsdienstleistern.

Es ist noch viel zu tun, aber es führt definitiv kein Weg mehr daran vorbei – die Erwartungshaltung der nachfolgenden Generationen von Patient*innen wird hier ausschlaggebend sein. 


Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft, dem Gesundheitssystem bzw. in der Gesundheitsversorgung Österreichs verändern?

Die oben benannten Themen „Shared-decision making“ und „Patient empowerment“ halte ich für zentral. Dazu sollen Strukturen aufgebrochen werden, die Patient*innen davon abhalten, die für sie individuell bestmögliche Therapie zu erhalten. Das ist gerade im Bereich der seltenen Erkrankungen von essenzieller Bedeutung, da diese durch ihre oft genetische Ursache progressiv sind und damit eine rasche gezielte Behandlung von großer Bedeutung ist. Hier kommt es zu durchaus beachtenswerten Pilotprojekten, die aufzeigen, was im Gesundheitssystem möglich wäre – nun sind nachhaltige, langfristige Lösungen der nächste konsequente Schritt. Die zentrale Frage ist, wie wir die Investitionen im Gesundheitswesen am besten zum ganzheitlichen Nutzen der Patient*innen einsetzen können. 

 

Welche Rolle wird dabei Ihre Vision, Strategie bzw. Geschäftsidee spielen? 

Hier möchte ich insbesondere auf das H2O Projekt eingehen: dieses europaweite und unternehmensübergreifende Projekt bringt den öffentlichen und den privaten Sektor in einer strategischen Allianz zusammen, um ein standardisiertes Datenverwaltungs- und Infrastruktursystem in ganz Europa zu schaffen, das die Meinungen und Präferenzen der Patient*innen in Entscheidungen einbezieht, die ihre individuelle Gesundheitsversorgung und letztlich die der gesamten Patientengemeinschaft betreffen. An H2O sind neben Takeda und anderen Pharmaunternehmen auch Universitäten, Forschungseinrichtungen usw. beteiligt. Solche Aktivitäten sind genau der richtige Weg, um wertorientierte Partnerschaften innerhalb des Gesundheitssystems zur Unterstützung von Patienten und Ärzten zu schaffen.