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Gesundheitsmanager des Monats März 2017

Andreas Robert Herz, MSc
Andreas Robert Herz, MSc

Berufliche und persönliche Eckdaten  von Andreas Robert Herz, MSc

Geschäftsführer der Herz GmbH, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Steiermark, Vizepräsident des Institutes für angewandte Gewerbeforschung, Obmann des Fachverbands Personenberatung und Personenbetreuung

Andreas Herz gründet im Alter von 38 Jahren die Herz GmbH. Zwei Monate später wird bei ihm Krebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Nach einem mehrjährigen Kampf gegen den Krebs und Metastasen in unterschiedlichsten Körperregionen kämpft er sich zurück ins Leben. Er absolviert ein Masterstudium in Beratungswissenschaften und parallel dazu ein Studium am Institut seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama in buddhistischer Philosophie und Psychologie. Mit dem HERZResilienz®Leadershiptraining bringt er ein völlig neues Konzept zur Bewältigung der täglichen Herausforderungen auf den Markt und wird zu einem führenden Experten im Aufbau und der Entwicklung von Resilienz. Mit seinem Credo »Resilienz ist der Treibstoff erfolgreicher Menschen« tourt er durch Österreich, Deutschland, Italien und die Schweiz und begleitet Menschen und Unternehmen im Aufbau von resilienten Strukturen. 

Andreas Herz ist verheiratet, Vater von drei Kindern, Geschäftsführer der Herz GmbH, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Steiermark, Vizepräsident des Institutes für angewandte Gewerbeforschung, Obmann des Fachverbands Personenberatung und Personenbetreuung sowie Vorstandsmitglied der österreichischen Pensionsversicherung.


Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Zuerst sollte der eigene Beruf einem Spaß machen und eine erfüllende und abwechslungsreiche Tätigkeit bieten. Beruf bedeutet für mich aber auch Berufung, nämlich die eigenen Fähigkeiten und Talente in die Arbeit einzubringen. In unserer momentanen Geschwindigkeit bedeutet es natürlich auch sich ständig weiterzuentwickeln und sich an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen - einfach gesagt eine lebenslange Entwicklung durch lebenslanges Lernen.


2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Wenn man so wie ich schon einmal sehr intensiv gegen Krebs kämpfen musste, zählt die eigene Familie, aber auch der innere Freundeskreis zu den wichtigsten Bereichen. Natürlich geht es auch darum sein eigenes Leben so zu gestalten, dass man seine Wünsche, Ziele und Bedürfnisse im Einklang mit der Arbeit und der Familie leben und umsetzen kann. Aber auch die Arbeit am Nächsten, also sich einzusetzen für andere, ist mir wichtig.  Wenn ich am Ende meiner Tage stehe und zurückblicke, möchte ich sagen können ”Es war ein erfülltes und sinnvolles Leben und ich habe mit meinen bescheidenen Möglichkeiten das beste getan um unsere Welt und unser gemeinsames Leben zu unterstützen.


3. Was ist das Besondere an der Herz GmbH und Ihrer Tätigkeit in der Wirtschaftskammerorganisation?

Ich würde sagen die Vielfalt der Tätigkeiten. In unserem Gesundheits- und Therapiezentrum  geht es um Prävention, Therapie und Bewusstseinsbildung. Gerade das Thema Resilienz mit dem ich durch verschiedene Länder toure, zeigt für mich dieses Besondere. Menschen, aber auch Organisationen widerstandsfähiger zu machen, hinzubegleiten zu einem Bewusstsein der Eigenverantwortung macht für mich den Reiz in unserem Betrieb aus. Auch in meinen Tätigkeiten in der Wirtschaftskammerorganisation geht es um dieses Hinbegleiten zur Eigenverantwortung. Neue innovative Lösungen, gerade im Bereich der Gesundheitswirtschaft, zu begleiten und zu ermöglichen machen hier den Reiz aus. Das Vernetzen der Stakeholder im steirischen Gesundheitswesen zu einer Plattform für Gesundheitswirtschaft war für mich einer dieser besonderen Tätigkeiten, neben zahlreiche anderen.

4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Ich würde eher von Weiterentwicklung als von Veränderung sprechen. Die technische Revolution unserer Zeit, die demographische Entwicklung aber auch die budgetäre Entwicklung im Gesundheitswesen zeigt ja eindeutig, dass es hier zu einer intensiven Weiterentwicklung kommen muss. Es bedarf einer Weiterentwicklung in Richtung des Versicherten und nicht in Richtung der Institutionen. Mittels Transparenz, Effizienz und einer Kostenwahrheit müssen wir uns weiterentwickeln zu einem Innovativen und Qualitätsorientierten Gesundheitswesen, welches auch einem fairen Wettbewerb im Sinne des Versicherten nicht scheut. Weiters müssen wir das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen im Bereich Gesundheit massiv heben, denn die Gesundheitswirtschaft beginnt letztendlich bei jedem Einzelnen von uns.

5.  Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?  

Zum einen werden wir im gesamten Bereich der Gesundheitswirtschaft eine enorme technische Entwicklung erleben und zum anderen eine stärkere Öffnung hin zu privaten Anbietern. Wir werden das Gesundheitswesen in Zukunft nicht ausschließlich als Kostenfaktor, sondern im Sinne einer Gesundheitswirtschaft auch als riesigen Wachstumsmotor sehen. Weiters wird ein jeder von uns in allen Lebensbereichen mit der Gesundheitswirtschaft in Berührung stehen. Von medizinischen Apps bis hin zu den Bereichen Assisted Living werden wir eingewoben sein in ein komplexes Gesundheitsnetzwerk. Dadurch wird es in diesem Bereich auch zu einer Bewusstseinserweiterung des Einzelnen kommen und eine Bewegung in Richtung mehr Eigenvorsorge sowie gesundheitlicher Selbstverantwortung entstehen.