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Gesundheitsmanager des Monats Mai 2017

Dipl.-Kfm. Manuel Reiberg
Dipl.-Kfm. Manuel Reiberg

Berufliche und persönliche Eckdaten von Herrn Präsident Dipl.-Kfm. Manuel Reiberg 

Geschäftsführer der Daiichi Sankyo Austria GmbH, Präsident des Forum der Forschenden Pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) 

Nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Köln begann Manuel Reiberg 2005 seine berufliche Laufbahn in der pharmazeutischen Industrie bei Sankyo Pharma in London. Zunächst als Business Analyst und später als Produktmanager in den Bereichen Hypertonie bzw. kardiovaskulärer Erkrankungen. 2007 nach dem Merger von Daiichi und Sankyo wurde er nach München ins Europäische Headquarter berufen, um dort eine neue Abteilung für Business Intelligence and Operations aufzubauen. 2008 wechselte in den Bereich Business Development & Licensing und verantwortete dort ab 2009 die Post-Merger-Intergration von Ranbaxy, der Tochter eines indischen Generikaunternehmens in Europa, Afrika und den osteuropäischen Ländern. Mitte 2010 wurde Manuel Reiberg gebeten die operative Verantwortung der österreichischen Niederlassung von Daiichi Sankyo zu übernehmen und wurde 2015 zum Managing Director von Daiichi Sankyo Österreich ernannt.

Manuel Reiberg ist seit Anfang 2012 aktiv im Forum der Pharmazeutischen Industrie in Österreich engagiert und wurde im April 2016 zu dessen Vizepräsident, und im Dezember 2016 zum Präsident des FOPI gewählt. Er setzt sich aktiv für den Innovations- und Forschungsstandort Österreich ein und ist bemüht die Rahmenbedingungen für einen raschen und umfänglichen Zugang zu innovativen Arzneimitteln nachhaltig zu verbessern. 

Manuel Reiberg ist verheiratet, Vater von drei Kindern und lebt seit 2010 mit seiner Familie in Wien.


Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Der Beruf ist für mich Herausforderung und Freude zugleich. Ich schätze die persönliche und intellektuelle Herausforderung eine Organisation wie Daiichi Sankyo Österreich führen zu dürfen. Es bereitet mir zudem Freude die Teams bzw. die Mitarbeiter persönlich zu entwickeln und marktgerechte Strategien zu entwickeln bzw. eine eigene Unternehmenskultur zu prägen. 

2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Mir bedeutet die Zeit mit meiner Ehefrau und unseren drei Kindern enorm viel. Besondere Freude habe ich, wenn wir zusammen Sport treiben bzw. draußen Zeit in der Natur verbringen. Darüber hinaus bin ich ein sehr weltoffener Mensch, habe einen sehr breiten und heterogenen Freundeskreis aus Kunst, Musik, Kultur, Wirtschaft und Politik komme damit meinem Bedürfnis nach neuen Eindrücken, Inspiration und ständigem Lernen nach.  

3. Was ist das Besondere an FOPI - Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie?

Das FOPI ist die österreichische Interessenvertretung von 27 internationalen Pharmaunternehmen mit Fokus auf Forschung und Entwicklung. Als Partner im Gesundheitswesen setzt sich das FOPI für den Zugang zu innovativen Arzneimitteln und damit für die bestmögliche medizinische Versorgung in Österreich ein. Im intensiven Dialog mit Patientenorganisationen, Verschreibern und Kostenträgern unterstützt das FOPI die Schaffung und Durchsetzung von gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen, die ein innovationsfreundliches Umfeld fördern und den Forschungs- und Pharmastandort Österreich stärken. 

Persönlich eröffnet mir das FOPI die Möglichkeit mich ehrenamtlich bzw. gesellschaftlich einzubringen und mich über die eigene Unternehmenssicht hinaus zu engagieren. Ich habe dabei eine starke intrinsische Motivation mich für die Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheitssystems einzusetzen und konstruktive Lösungsansätze zu diskutieren und umzusetzen, welche sowohl den  Innovationsstandort Österreich fördern aber auch den Patientinnen und Patienten zu Gute kommen. 

4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Ich habe die Ambition drei Dinge zu verändern. 1. Das Verständnis bzw. das Image der Pharmazeutischen Industrie zu verbessern und endlich den negativen Mythen ein Ende zu setzen. In der Debatte über Arzneimittel ist die Nutzendimension mindestens ebenso wichtig wie die Kostendimension. Hier sieht die Industrie in der Evaluierung, insbesondere innovativer Arzneimittel, erhebliche Potenziale. In diesem Zusammenhang möchte ich mich u.a. dafür einsetzen, dass über ein sogenanntes „Horizon Scanning“ transparente Daten und Fakten zur Verfügung gestellt werden, welche ein gemeinsames Verständnis der eingebundenen Akteure einschl. der Payer zur langfristigen Betrachtung der Ausgaben- und Nutzenentwicklung im Gesundheitssystem ermöglichen.  2. Wir müssen den Standort Österreich attraktiver machen. Vor allem innovationsstarke Industriebereiche mit einem hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwand wie die forschende Pharmaindustrie brauchen förderliche Rahmenbedingungen „from research to retail“, also geeignete Rahmenbedingungen von den ersten Entwicklungsschritten bis hin zum Markteintritt. Um weiterhin die bestmögliche medizinische Versorgung in Österreich gewährleisten zu können müssen derzeit vorhandene Barrieren im Zugang für Innovationen im österreichischen Erstattungssystem reduziert werden. Die Vergütung für innovative Arzneimittel hat den Forschungs- und Entwicklungsaufwand sowie den Nutzen für PatientInnen und für das Gesundheitssystem zu berücksichtigen. 3. Gesundheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Damit Innovationen aber auch beim Patienten ankommen, muss deren Finanzierung sichergestellt werden. Und dafür braucht es unter anderem ein partnerschaftliches, sektorenübergreifendes Vorgehen.

5.  Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?  

Die Gesundheitswirtschaft bleibt auch in der Zukunft eine der Branchen, die alleine schon aufgrund der demografischen Entwicklung weiter wachsen wird. Vor allem die Bereiche Prävention, ganzheitliches Gesundheitsmanagement sowie Pflege und Altersversorgung wird eine Herausforderung für die Zukunft darstellen und uns zur Erarbeitung von neuen Versorgungskonzepten in extra- und intramuralem Bereich führen. Hierbei bietet die fortschreitende Digitalisierung enorme Möglichkeiten Transparenz, Kundennutzen und Versorgungsqualität weiter zu steigern.