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Gesundheitsmanager des Monats Mai 2018

Dr. Marisa Mühlböck
Dr. Marisa Mühlböck
© Mühlböck

Berufliche und persönliche Eckdaten von Frau Dr. Marisa Mühlböck, Geschäftsführerin der Taktile Gesundheitsvorsorge GmbH/Länderzentrale discovering hands® Österreich 

Soziales und Wirtschaft müssen kein Widerspruch sein – im Gegenteil. Dieser Leitsatz fasziniert Marisa Mühlböck seit ihrer Studienzeit. Im Rahmen ihrer beruflichen Laufbahn erlangte sie Einblicke in unterschiedliche Arbeits- und Themenwelten, wodurch sie ein breites Verständnis für unterschiedliche Organisationsstrukturen, Denkweisen und gesellschaftliche Zusammenhänge entwickelte. Ihre beruflichen Stationen führten sie von der österreichischen Industriellenvereinigung über internationale Konzerne wie BMW und Kraft Foods bis hin zu einer mehrjährigen Tätigkeit als strategische Kommunikationsberaterin, wo sie nationale und internationale Kunden aus unterschiedlichen Bereichen betreute. Von 2011 bis 2015 war sie Geschäftsführerin der Julius Raab Stiftung in Wien. Derzeit hat sie die Geschäftsführung von discovering hands® Österreichs inne, ein Sozialunternehmen, das blinde und sehbehinderte Frauen zu taktilen Expertinnen ausbildet, welche in der Brustkrebsfrüherkennung eingesetzt werden. In dieser Funktion wurde Sie 2017 mit dem Get Active Social Business Award sowie vom Magazin Business Art als Nachhaltige Gestalterin ausgezeichnet. Ehrenamtlich engagiert sie sich im Verband für gemeinnütziges Stiften und beim Brustkrebsnetzwerk Europa Donna Austria.


Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Meine Funktion als Geschäftsführerin von discovering hands® bietet die perfekte Möglichkeit, zu zeigen, dass man sozialen Herausforderungen auch mit unternehmerischen Ansätzen begegnen kann. Es bereitet mir Freude, Win-Win-Situationen zu schaffen und Positives zu bewirken.

2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Mir ist es wichtig, Freiräume zu haben und etwas bewegen zu können. Besonders schön ist es, wenn es dabei gelingt, ein Stück weit persönlich zu wachsen sowie wenn ich andere Menschen bei ihrer Entwicklung begleiten und unterstützen darf. Außerdem schätze ich es, Menschen zu begegnen und ihre ganz unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen kennenzulernen – hier in Österreich, aber auch gerne überall sonst auf der Welt.

3. Was ist das Besondere an discovering hands®?

discovering hands® bildet blinde und hochgradig sehbehinderte Frauen zu medizinischen-Tastuntersucherinnen (MTUs) aus und setzen sie in der Brustkrebsfrüherkennung ein. Ihre taktilen Fähigkeiten werden mit einer standardisierten Methode kombiniert, sodass bereits sehr kleine Gewebeveränderungen getastet werden können. Die MTU arbeitet dabei immer im Team mit der Ärztin oder dem Arzt: Sie ist das Diagnoseinstrument, der Arzt/die Ärztin stellt die Diagnose. 

Die Patientin profitiert somit von einer zusätzlichen qualitätsgesicherten und gründlichen Vorsorgeuntersuchung und gleichzeitig werden Arbeitsplätze für hochgradig sehbehinderte Menschen geschaffen, welche es sonst schwer haben, am ersten Arbeitsmarkt – gerade in der Gesundheitsbranche – Fuß zu fassen. Somit macht discovering hands® eine Behinderung zu einer Begabung und fördert gleichzeitig die Gesundheit.


4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Mir ist es ein Anliegen, dass in Österreich verschiedene Ansätze, die einen Mehrwert für die Gesundheit bieten, allen Menschen zur Verfügung gestellt werden können – im Prinzip nach dem Motto „sowohl-als auch“ anstelle von „entweder-oder“. Das Projekt der Etablierung von discovering hands® in Österreich ist ein konkretes Beispiel dafür. 

Außerdem ist es mir wichtig, dass es gelingt, das Bewusstsein für die Themen Prävention und Vorsorge generell zu erhöhen. Auch in Österreich ist hier der Wissensstand – nicht zuletzt beim Thema Brustkrebs – noch sehr verbesserungswürdig. Hier möchte ich einen Beitrag leisten.

5.  Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?  

Ich denke, dass die Digitalisierung auch im Gesundheitsbereich weiterhin viele Entwicklungen maßgeblich anstoßen und prägen wird. Gleichzeitig wird der Bedarf nach echter Begegnung und sozialer Interaktion noch stärker werden. Ich bin stolz, dass unserer Mitarbeiterinnen hier einen ganz wesentlichen Beitrag leisten können. Denn im Rahmen der Tastuntersuchung oder der Anleitung zur Selbstuntersuchung bieten sie ihren Kundinnen ein besonders hohes Maß an persönlicher Zuwendung. Im Zuge des Gesprächs können wichtige Informationen zur Brustgesundheit vermittelt und sogar Ängste und mentale Barrieren abgebaut werden.