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Gesundheitsmanager des Monats November/Dezember 2020

Mag. Alexander Herzog 
Mag. Alexander Herzog
© PHARMIG / Stefan Csaky

Berufliche und persönliche Eckdaten

  1. Generalsekretär der Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
  2. Geschäftsführender Obmann SVA
  3. Vorsitzender-Stv. Trägerkonferenz im HV der SV Träger
  4. Vorstand CONNEXIO alterntive investment holding AG

Persönliches Statement 

Never stand still and keep a strong focus on patients


Interview:

Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft weltweit in den nächsten Jahren entwickeln – was lernen wir aus COVID-19?

Seit Ausbruch der Pandemie sehen wir, was unsere eigene Rolle betrifft, ein viel stärkeres Interesse an den Produkten und an den Geschäftsmodellen unserer Branche. Das nützen wir bereits jetzt, um durch mehr Transparenz auch mehr Akzeptanz zu schaffen und somit das Image unserer Industrie zu stärken – schließlich stehen wir an vorderster Front im Kampf gegen die Pandemie.

Gleichzeitig müssen wir auch weiter an der Bewusstseinsbildung bei jedem einzelnen selbst arbeiten. So wird es immer wichtiger, dass jede Patientin, jeder Patient zum Manager ihrer bzw. seiner eigenen Gesundheit wird. Wir alle fordern mehr Mitspracherecht. Das verpflichtet uns aber auch dazu, uns gut zu informieren, um auf Basis valider Kriterien auch gute Entscheidungen (gemeinsam mit den behandelnden Ärzten) treffen zu können.  


Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Wir setzen an mehreren Punkten an:

Zunächst kämpfen wir dafür, dass jeder Patient den raschest möglichen Zugang zu seiner persönlichen, individuellen Medizin bekommt, besonders bei seltenen Erkrankungen und neuen Therapien.

Mit Fokus auf unsere eigene Rolle als Interessenvertretung und Partner in einem komplexen System arbeiten wir intensiv daran, nicht nur die Stimme der Industrie lauter zu machen, sondern vor allem uns als konstruktiven, relevanten Mitgestalter der österreichischen Gesundheitswirtschaft weiter zu etablieren.

In dieser Rolle unterstützen wir dabei, das österreichische Gesundheitssystem weiter zu digitalisieren und als EU-Benchmark zu etablieren. Wir haben zweifellos ein hervorragendes Gesundheitssystem. Aber wo wir sicherlich noch viel Luft nach oben haben, ist in der Nutzung vorhandener Daten. Die Nutzbarmachung von anonymisierten, öffentlichen Gesundheitsdaten hätte speziell für die klinische, innovative Forschung (unter Einhaltung DSGVO) enormen Mehrwert. Unser Ziel ist es, hier ein EU-Referenzprojekt zu etablieren. 

 

Welche Rolle wird dabei Ihre Geschäftsidee spielen? 

Es geht weniger um die Rolle einer Geschäftsidee als vielmehr unsere Rolle im Gesamtkontext. Und hier sehe ich uns als gleichwertigen Partner unter vielen. Es kann uns nur gemeinsam und mit gemeinsamen Anstrengungen gelingen, unser Gesundheitssystem weiter zu verbessern. Am Ende des Tages sind wir alle Patienten und wollen daher das beste für uns selbst als – wenn Sie so wollen – als Kunden des Gesundheitswesens.