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Gesundheitsmanager des Monats November/Dezember 2022

Gert Lang
Gert Lang
© R. Ettl

Berufliche und persönliche Eckdaten

  • Gert Lang absolvierte das Doktoratsstudium der Soziologie an der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Seit 2000 war er dort als Studienassistent und Universitätslektor für Lehrveranstaltungen im Bereich Methoden der empirischen Sozialforschung tätig.
  • Seit 2001 war er wissenschaftlicher Projektleiter und Mitarbeiter in der universitären und außeruniversitären Forschung.
  • Gert Lang ist seit März 2015 im Fonds Gesundes Österreich als Gesundheitsreferent für Betriebliche Gesundheitsförderung tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen Förder- und Fortbildungsprogramme in der (Betrieblichen) Gesundheitsförderung und ihre Qualitätssicherung und
    -entwicklung.
„Gesundheitsförderliche Lebenswelten sind der Schlüssel, damit möglichst viele Menschen bis ins hohe Alter bei guter Gesundheit leben können. Das Setting Betrieb ist ein zentrales Interventionsfeld der Gesundheitsförderung - verbringen doch die meisten Menschen einen Großteil ihres Lebens am Arbeitsplatz.“

Interview:

Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft weltweit in den nächsten Jahren entwickeln – was lernen wir aus der Corona-Pandemie?

Unternehmen mussten wegen der Pandemie im Frühjahr 2020 schnelle Lösungen für die Weiterarbeit - von zu Hause aus - finden. Die Arbeitsbedingungen bei der Telearbeit entsprachen aber nicht immer den Grundprinzipien und Qualitätskriterien der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Betriebe mussten erst die Kompetenzen und das nötige Wissen aufbauen und entsprechende Maßnahmen setzen. Die Umsetzung einer ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsförderung hängt dabei stark von gesundheitsfördernden Unternehmensstrukturen
und -prozessen, der Unternehmenskultur und den Handlungsspielräumen der Entscheidungsträger ab. Die Pandemie hat gezeigt, dass sich für den digitalen Wandel gerüstete Betriebe besser umstellen konnten und die Betriebliche Gesundheitsförderung einen enormen Beitrag dazu leisten kann. Resiliente Organisationen können die Veränderungen deswegen besser antizipieren, weil sie durch geeignete Strukturen und Prozesse die Fähigkeit besitzen, sich an die allmählichen oder manchmal auch plötzlich verändernden Rahmenbedingungen besser anzupassen, trotzdem ihre Ziele erreichen und ihrer Verantwortung nachkommen können.


Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft, dem Gesundheitssystem bzw. in der Gesundheitsversorgung Österreichs verändern?

Angesichts der vielfältigen Herausforderungen stellt die Prämisse „vorbeugen ist besser als kurieren“ mehr denn je eine adäquate Strategie dar. Da die größte Bevölkerungsgruppe im erwerbsfähigen Alter ist und die Arbeitswelt in hohem Maß zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität der Bevölkerung beiträgt, sollte weit mehr in Gesundheitsförderung und Prävention, insbesondere im Sinne eines Setting-orientierten Zugangs in Betriebliche Gesundheitsförderung investiert werden. Zur Förderung von gesundheitlicher Chancengerechtigkeit sollte Betriebliche Gesundheitsförderung speziell bei schwer erreichbaren, gesundheitlichen vulnerablen Zielgruppen ansetzen. Dazu muss sie noch besser bei benachteiligten Branchen aber auch bei Klein- und Kleinstbetrieben umgesetzt werden. Die für Betriebe bereits vorhandenen Strukturen und Angebote müssen sich stärker an den unterschiedlichen Bedarfen orientieren und entsprechend weiterentwickeln.

 

Welche Rolle wird dabei Ihre Vision, Strategie bzw. Geschäftsidee spielen? 

Die aktuellen globalen Herausforderungen (z. B. Globalisierung, Digitalisierung, Alterung der Bevölkerung, COVID-19-Pandemie, Klima- und Energiekrise) stellen eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung dar. Der Fonds Gesundes Österreich trägt in seiner Rolle als nationale Förder- und Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung aktiv dazu bei, diesen zu begegnen und unterstützt österreichische Unternehmen durch Angebote und Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (z. B. Förder- und Fortbildungsprogramme, Informationsmaterialien) bei der notwendigen Organisationsentwicklung, um besser durch die Krisen navigieren zu können.