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Gesundheitsmanager des Monats September 2017

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, PhD
ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, PhD

Berufliche und persönliche Eckdaten von Herrn ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, PhD, Präsident der österreichischen Ärztekammer

Thomas Szekeres wurde 1962 in Wien geboren und 1988 zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert. 1994 schloss er die Facharztausbildung für medizinische und chemische Labordiagnostik ab und wurde im selben Jahr zum Universitätsdozenten für klinische Chemie und Labordiagnostik habilitiert. Er erhielt 1997 den Amtstitel „Außerordentlicher Universitätsprofessor“, 2003 wurde er ins Register der „European Specialists in Clinical Chemistry“ aufgenommen. Im selben Jahr erlangte er seinen Ph.D. an der Universität Trnava in der Slowakei.

Seit 2004 ist Szekeres Qualitätsmanager und schloss 2005 eine zweite Ausbildung in Humangenetik ab. Bereits seit 1996 ist er Oberarzt am Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik an der MedUni Wien.

Seit 2001 ist Szekeres Mitglied des Vorstands der Ärztekammer für Wien und war von 2003 bis 2007 Forschungsreferent. Ab 2007 war er Vorsitzender der Kurie angestellte Ärzte und 1. Vizepräsident der Ärztekammer für Wien.

Bei der Vollversammlung der Ärztekammer für Wien am 7. Mai 2012 wurde er mehrheitlich als erster im Wiener AKH tätige Arzt an die Spitze der Wiener Ärztekammer berufen. Am 2. Mai 2017 folgte seine Wiederwahl in Wien, am 23. Juni 2017 wurde er zum Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer bestimmt.

 


Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Für mich ist meine Tätigkeit als Arzt weniger Beruf und viel mehr Berufung. Ich habe diesen Schritt auch nie bereut. Als Labormediziner fehlt vielleicht ein wenig der direkte Kontakt zu den Patienten, aber es tut gut, zu wissen, dass man mit seiner Tätigkeit sehr viel zur richtigen Diagnose und Therapie beitragen kann. 

2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Als Standespolitiker ist man oft mit kontroversiellen Standpunkten und Kritik konfrontiert. Dabei darf die Auseinandersetzung aber nie ins Persönliche abgleiten, und es muss von allen Seiten auf Augenhöhe verhandelt werden. Letztendlich muss am Ende stets ein Kompromiss stehen, der die unterschiedlichen Interessen bestmöglich berücksichtigt und vor allem den Patienten in den Mittelpunkt rückt.

3. Was ist das Besondere an der Österreichischen Ärztekammer?

Die Österreichische Ärztekammer ist die Dachorganisation aller neun Landesärztekammern. Sie erfüllt eine Reihe von behördlichen Aufgaben und vertritt die Interessen der Ärzteschaften in allen beruflichen, sozialen und wirtschaftlichen Belangen. Ihr vorzustehen ist eine herausfordernde, aber auch sehr erfüllende Aufgabe.

4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Mein Anliegen ist es, die Rahmenbedingungen der ärztlichen Tätigkeit nachhaltig zu verbessern. Dazu gehören neben einer effizienteren postpromotionellen Ausbildung mit Finanzierung von Lehrpraxen vor allem eine Entbürokatisierung sowohl im intra- als auch im extramuralen Bereich, flexible Arbeitszeitmodelle in den Spitälern, eine Überarbeitung der meist schon veralteten Leistungskataloge der Krankenkassen sowie eine adäquate Entlohnung, gemessen an der hohen Verantwortung eines Arztes. 

5.  Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?  

Der Trend geht eindeutig in Richtung Privatmedizin. Wir sehen das vor allem in der immer höher werdenden Zahl von Wahlarztordinationen und der immer schwierigeren Besetzung von frei werden Kassenplanstellen. Es ist dies eine Entwicklung, die ich mit Sorge verfolge, denn sie ist Zeichen einer Ausdünnung des solidarischen Gesundheitssystems. Medizin muss aber für jedermann erschwinglich sein. Dies auch in Zukunft zu gewährleisten ist eines meiner Hauptanliegen als Ärztekammerpräsident.