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E-Health – Gesundheit per Mausklick

Die (öffentlichen) Gesundheitskosten in Österreich steigen immer weiter an - von 19 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf prognostizierte 43,8 Mrd. Euro im Jahr 2020.
Stand:

Durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie können große Einsparungs- und Effizienzpotenziale erzielt werden. In einem transparenten und modernen Gesundheitssystem sollte das Wissen um die eigene Gesundheit nur einen Mausklick entfernt sein.

Nach dem Euro Health Consumer Index (EHCI) 2009 hat Österreich im Bereich e-Health an Boden verloren: Durch den Stillstand in diesem Bereich rutschte Österreich in der Gesamtwertung vom 1. Platz, der 2007 erzielt wurde, auf den 4. Platz im Jahr 2009 ab. Der EHCI ist ein Komplett-Check von 33 europäischen Ländern inkl. der EU. In die Wertung werden Patientenrechte, e-Health, Wartezeiten, Angebot und Reichweite der Behandlungsmethoden sowie der Zugang zu Medikamenten einbezogen.

Auch wenn Systematik des Index und die Ergebnisse zu hinterfragen sind, ist doch ein eindeutiger Trend zu erkennen: Österreich verpasst den Anschluss im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie. Österreich verfügt bis dato weder über eine funktionierende elektronische Aufzeichnung bzw. den Austausch von Patientendaten noch über die Möglichkeit von elektronischer Terminvereinbarung oder Abfragen.


ÖSTERREICH VERLIERT BEI E-HEALTH AN BODEN

Aufgrund der demografischen Entwicklung, des technischen Fortschritts und des stärkeren Gesundheitsbewusstseins werden sich die Gesundheitsausgaben weiter erhöhen und somit erheblichen Druck auf die in Europa überwiegend solidarisch finanzierten Gesundheitssysteme ausüben. Die OECD erwarten bis 2020 ein Ansteigen der Gesundheitsausgaben auf bis zu 16% des europäischen BIP. Österreich gibt dabei mit 3.763 US-Dollar pro Kopf mehr für das Gesundheitssystem aus als der OECD-Schnitt (2.984 USD). Aktuell wird der Anteil der Kosten, die durch Redundanz und Ineffizienz im Gesundheitswesen entstehen, auf 25 bis 40 Prozent geschätzt.

Ein Ansatz, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden und zusätzlich die Finanzierbarkeit zu sichern, ist der vermehrte Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie. E-Health ist der Motor für ein gesundes Gesundheitssystem der Zukunft.

 

MEHR INFORMATION UND QUALITÄT DANK INTERNET

Die vielseitigen Möglichkeiten des Internet zeigen uns bisher nur die anderen Länder, obwohl in Österreich 75% der Haushalte mit einem Computer ausgestattet sind und 70% davon über Zugang zum Internet verfügen.

Der Patient von heute kommt zu einem immer größer werdenden Anteil bereits mit Vorinformationen in die Praxen und Krankenhäuser. Das Internet mit seinen vielfältigen Informationsmöglichkeiten ist dafür das entscheidende Hilfsmittel. So hat etwa der virtuelle Besuch eines Gesundheitsportales im Internet den Arztbesuch von Platz 1 der in den letzten 12 Monaten am häufigsten genutzten Informationsquellen zu gesundheitlichen Themen verdrängt (Health Care Monitoring 2009: Marktforschungs- und Beratungsinstituts, YouGovPsychonomics AG). Gleichzeitig werden die Weiterbehandlungsempfehlungen der Mediziner in sozialen Netzwerken wie Medizinforen und –portalen immer häufiger einer intensiven Prüfung unterzogen.

Dänische und schwedische Krankenhäuser bieten schon jetzt zahlreiche internetbasierte Anwendungen an. Die amerikanischen Seuchenkontrollstellen nutzen YouTube und Twitter, um über die Schweinegrippe aufzuklären. In Dänemark kann man bereits seit 2009 mit allen allgemeinen Arztpraxen elektronisch kommunizieren. Jüngste Umfragen bestätigen, dass bereits 22,4 Prozent diese Möglichkeit genutzt haben, 52,4 Prozent davon wissen und nur 24,3 Prozent diese Option nicht kannten.


E-Card: Ein erfolgreicher Schritt in die richtige Richtung

Die e-Card ist als Schlüsselkarte erfolgreich und stellt eine optimale Basis für ein elektronisch vernetztes Gesundheitssystem dar. Die österreichische Bevölkerung steht IT-gestützten Prozessen positiv gegenüber und schätzt die E-Card. Laut einer GfK-Umfrage sind 74% der Österreicher mit der e-Card sehr zufrieden, 23% der Befragten sind eher zufrieden und nur 1% ist sehr unzufrieden.

Personen über 70 Jahren sind mit der e-Card besonders zufrieden. 91% der Bevölkerung haben ihre e-Card immer dabei. 92% der Österreicher stehen der e-Überweisung positiv gegenüber, bei der eine elektronische Überweisung eines Arztes an einen anderen erfolgt. So wird verhindert, dass heikle, sensible medizinische Daten und Informationen zwischen einzelnen Ärzten mittels einer Fax-Übertragung übermittelt werden müssen.

Ab April 2010 werden rund 4 Millionen e-Cards getauscht, weil bei vielen Versicherten die Gültigkeit der Europäischen Krankenversichertenkarte (EKVK) auf der Rückseite der e-Card abläuft. Durch die EKVK hat jeder österreichische Sozialversicherte Anspruch auf medizinische Behandlung im EU-Raum sowie in den Staaten des EWR und der Schweiz. Neu ist nunmehr auch der Aufdruck von "sv“ in Blindenschrift auf der Karte.

Zu hoffen bleibt, dass die Arbeiten zur Errichtung des elektronischen Gesundheitsaktes (ELGA) ebenso zielgerichtet vorangehen.

Neu ist auch das Gesundheitsportal www.gesundheit.gv.at des Gesundheitsministeriums. Geboten werden qualitätsgesicherte Informationen über das Gesundheitswesen und seine Leistungen.

 

MEHR INFORMATION FÜR DEN KOMPETENTEN PATIENTEN

Die Menschen interessieren sich heute mehr für ihre Gesundheit, informieren sich und bringen sich aktiv ein. Damit steigen aber auch die Anforderungen an Qualität, Transparenz und Service im Gesundheitswesen. Daher sind insbesondere alle elektronischen Informationswege auszuschöpfen. Wichtig wären Vergleichsmöglichkeiten wie (elektronische) Kataloge mit den wichtigsten Informationen zu allen Gesundheitsanbietern (Spitälern, Rehabilitationseinrichtungen, etc.) wie z.B. ihre Ausstattung, Leistungen, internationalen Akkreditierungen (= international gültiger Qualitätsnachweis).


 

Jänner 2010

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