th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

2011/3 Ungleichgewichte in der Wirtschaft

Wirtschaftspolitische Blätter
Stand:

 

Editorial
 
Anna Maria Hochhauser
 
Schwerpunkt
 
Ungleichgewichte haben die wirtschaftspolitische Diskussion der letzten vier Jahre bestimmt und bestimmen weiterhin das Handeln in Europa, in den USA und Chinas. Weil Finanzmärkte und die arbeitsteilige Realwirtschaft inzwischen so eng vernetzt sind, dass die Entwicklungen in verschiedenen Wirtschaftsräumen einander zum Teil bedingen, ist eine fundierte Analyse - jenseits der Diskussion um Rettungsschirm, Währungsparitäten, Versäumnisse der Vergangenheit und den Wettbewerb mit aufstrebenden Volkswirtschaften - nötig. Diese Ausgabe der Wirtschaftspolitischen Blätter ist dieser Analyse gewidmet.
 
Die Analysen zeigen, dass viele der Ungleichgewichte struktureller Natur sind, weshalb eine gezielte Veränderung der Rahmenbedingungen und der wirtschaftspolitischen Prioritäten entscheidend für die Zukunft sind. Die hier veröffentlichten Analysen sollen helfen, das Verständnis über die Zusammenhänge zu verbessern. Sie sollen auch helfen, in Europa und im eigenen Land Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung des Ordnungsrahmens für eine erfolgreiche soziale Marktwirtschaft zu identifizieren und in der Veränderung die Chancen zu erkennen, damit nicht Wohlstands- und Vertrauensverluste den Verbrauchern, Unternehmern, Bürgern und der Politik ihre Handlungsfähigkeit rauben.
 
Die großen Ungleichgewichte sind heute für alle spürbar und in der Politik ist die Bereitschaft, ja Notwendigkeit größer geworden, Ungleichgewichte, die Wachstum verhindern oder ein hohes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung bedeuten, offen zu diskutieren. Das gilt für die Gruppe der G20-Länder, die Europäische Union, die EURO-Gruppe und in Österreich auf Bundes- und Landesebene.
 
Seit Joseph Schumpeter ist bekannt, dass Ungleichgewichte in der Wirtschaft immer auch Antrieb für Veränderung und Innovation sind. Das gilt auch im politökonomischen Umfeld, wenn es um Anpassungsprozesse bei der Überwindung von Ungleichgewichten in Wirtschaft und Gesellschaft geht. Die Veränderung der Nachfrage oder der Wirtschaftsbedingungen schaffen ein neues Angebot, neue Organisationsformen und neue Chancen.
 
Das Ziel der Überwindung von Ungleichgewichten ist aber nicht ein neues Gleichgewicht mit einseitigen Vorteilen, sondern Gewissheit zu schaffen für eine künftige Entwicklung im fairen Wettbewerb, bei dem sich Unternehmen in offenen Märkten bewähren können und Europa das Wachstum außerhalb gleichzeitig stützt und für die eigene Entwicklung nutzen kann.
 
Unhaltbare Ungleichgewichte und die Unsicherheit über einen möglicherweise schockartigen Verlauf von Anpassungsprozessen mindern das Vertrauen und provozieren ein krisenhaftes Verhalten, das sich nachteilig auf die Wachstumsperspektiven auswirkt. Mangel an Wachstum verschärft die Verteilungskämpfe und mindert oft auch die Veränderungsbereitschaft. Vor diesem Hintergrund gilt es, aus den wirtschaftlichen Ungleichgewichten jene Kraft und jenen Veränderungswillen zu gewinnen, den wir für künftiges Wachstum brauchen.
 
Für das Jahr 2012 arbeitet die Wirtschaftskammer Österreich unter dem Motto ‚Erneuern, um zu Wachsen‘.


·         Gerhard Rünstler
Zur Dynamik der Divergenz im Euro-Raum
·         Georg M. Busch
Ein neues Regime der Wirtschaftspolitik für die Europäische
Währungsunion
·         Fritz Breuss
Makroökonomische Ungleichgewichte
·         Gunther Schnabl
Triebkräfte und Lösungsansätze globaler und europäischer
Leistungsbilanzungleichgewichte
·         Biswa Nath Bhattacharyay
Towards a Balanced Global Economy – Role of Asian Countries
·         Helmut Wagner
Ungleichgewichte und internationale Politikkoordinierung
·         Ernest Gnan
Aktuelle wirtschaftliche Ungleichgewichte – Eine Zentralbanksicht
·         Ansgar Belke
Wachwechsel in der EZB – Trichets Erbe in Zeiten von Eurozonen-
und globalen Ungleichgewichten
·         Rolf Gleißner
Mit Lohnpolitik gegen Ungleichgewichte?
·         Gérard Bökenkamp
Das Humesche Pendel – Aktuelle Ungleichgewichte im historischen
Zusammenhang
 
Aaufsätze/Essays
 
·         Uwe Hofmann/Dirk Matthias Kauffmann/Thomas Krauss
Die Gesundheitswirtschaft Österreichs
 
Autoren
 
·         Dr. Biswa Nath Bhattacharyay, Asian Development Bank
·         Univ.-Prof. Dr. Ansgar Belke, Universität Duisburg-Essen
·         Dr. Gérard Bökenkamp, Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit
·         em. Univ.-Prof. Dr. Fritz Breuss, Wirtschaftsuniversität (WU) Wien und
 Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)
·         Dr. Georg M. Busch, Referatsleiter in der Generaldirektion für Wirtschaft und
Finanzen der Europäischen Kommission
·         Mag. Dr. Rolf Gleißner, Wirtschaftskammer Österreich
·         Mag. Dr. Ernest Gnan, Österreichische Nationalbank
·         Mag. Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich
·         Dr. Uwe Hofmann, BASYS
·         Dipl.-Volksw. Dirk Matthias Kauffmann, Wirtschaftskammer Österreich
(bis März 2011)
·         Dipl. Kfm. Thomas Krauss, BASYS
·         Dr. Gerhard Rünstler, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)
·         Prof. Dr. Gunther Schnabl, Universität Leipzig
·         Prof. Dr. Helmut Wagner, Fern-Universität Hagen

 

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.