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2012/3 Innovation & Investition

Wirtschaftspolitische Blätter
Stand:

Editorial

 
Mag. Anna Maria Hochhauser
 
Innovation & Investition
 
Innovation und Investition rücken als Treiber von Wachstum in der wirtschaftspolitischen Diskussion zunehmend in den Mittelpunkt. Die verhaltenen Perspektiven bei den klassischen Wachstumstreibern, wie z.B. Bevölkerungswachstum, eine steigende Erwerbsbeteiligung, eine steigende Produktivität und höhere Konsumraten der privaten Haushalte sowie die Erfahrungen seit 2008 machen deutlich, dass Innovation und Investitionen zwei leistungsfähige und mittelfristig gestaltbare Pfeiler für eine wachstumsfördernde Wirtschaftspolitik sind. Deshalb wollen wir in dieser Ausgabe der Wirtschaftspolitischen Blätter Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken.
 
Innovation ist die Grundlage für das Schaffen von neuen Marktchancen mit hoher Wertschöpfung, für das Erschließen neuer Wachstumssegmente – auch in insgesamt schwach wachsenden oder sogar schrumpfenden Märkten, für den Ausbau der Marktposition und die Alleinstellung von Unternehmen in wettbewerblichen Märkten. Neben der wissenschaftlich-technischen Innovation in der Sachgüterproduktion, die neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen hervorbringt, steigt in hochentwickelten Volkswirtschaften der Beitrag, den die Innovation im Dienstleistungsbereich und die Innovationsleistung der Kreativwirtschaft für die Gesamtwirtschaft leisten.
 
Die Innovationsfähigkeit einer Wirtschaft ist bestimmt von der Qualität der Ausbildung, der Forschungs- und Innovationsinfrastruktur, der Innovationskultur in Unternehmen, der Kooperationsbereitschaft von Wissenschaft und Unternehmen und vom Anreizsystem, das über den Marktimpuls hinaus Unternehmen zu einem Niveau der Innovationsaktivitäten führt, das auf der Basis rein betriebswirtschaftlicher Überlegungen nicht darstellbar wäre. In einer global arbeitsteiligen Wirtschaft muss sich auch die Innovation am internationalen Stand der Wissenschaft und Technik orientieren. Jeder dieser Bereiche bietet Ansätze zur Verbesserung.
 
Die Innovation in der Verwaltung bestimmt nicht nur die Anpassungsfähigkeit staatlicher Dienstleistungen im Standortwettbewerb, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der es gelingt, in Staat und Verwaltung neue Herausforderungen zu bewältigen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in vielen Ländern Europas gewinnt dieser Aspekt eine neue Dynamik und muss auch in Österreich, das die letzten vier Jahren keinen dramatischen Veränderungsdruck spürte, neue Aufmerksamkeit finden. Die internationalen Rankings sprechen eine deutliche Sprache: Österreich steht als Standort im Wettbewerb und Verbesserungspotentiale müssen nicht nur identifiziert, sondern auch gehoben werden.
 
Investitionen sind ein wichtiger Beitrag zur Gesamtnachfrage. Darüber hinaus sind sie aber auch die Grundlage für das künftige Potentialwachstum, den möglichen Produktivitätsfortschritt und die inländische Produktion. Investitionen sorgen dafür, dass der Stand der Technik die Produktivitätsentwicklung der Wirtschaft unterstützt und hilft, international wettbewerbsfähig zu werden oder neue Chancen in den nationalen und internationalen Wertschöpfungsketten bestmöglich zu nutzen und so Beschäftigung und eine ansprechende Lohnentwicklung zu sichern. Investitionen sind auch der Schlüssel für die Realisierung von Umstiegsszenarien z.B. im Energiebereich, im Kompetenzaufbau und in der Bildung. Ohne Investitionen gibt es in diesen Bereichen keine Fortschritte – unabhängig davon, ob es Investitionen von Unternehmen, von privaten Haushalten oder der öffentlichen Hand sind. Der Erhalt der Investitionsfähigkeit von Unternehmen, das Finanzierungsumfeld, das Schaffen von Markt- und Renditeperspektiven für diese Investitionen müssen in den Fokus der wirtschaftspolitischen Diskussion rücken: auch weil die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte die aktuellen Möglichkeiten einschränkt. Die Konsolidierung soll uns aber in Zukunft besser in die Lage versetzen, gezielt dort zu investieren, wo unsere Entwicklungschancen liegen.
 
Die vorliegende Ausgabe der Wirtschaftspolitischen Blätter diskutiert einige zentrale Aspekte der Innovation, des Innovationssystems und von Investitionen. Dazu wünsche ich eine interessante Lektüre.
 
Inhalt
 
·           Michael Getzner
Gesamtwirtschaftliche Wirkungen von Infrastrukturinvestitionen
·         Elisabeth Türk/Anna Lisa Brahms
Auslandsinvestitionen als Motor für nachhaltige Entwicklung –Die Suche nach einer angemessenen Politikgestaltung
·         Karl-Heinz Leitner
Wie wir in Zukunft innovieren – Entwicklungstrends und Herausforderungen für die Innovationspolitik
·         Christian Rammer/Christian Köhler
Innovationen, Anlageinvestitionen und immaterielle Investitionen
·         Andreas Reinstaller
Innovationsverhalten von Unternehmen bei unterschiedlichem Entwicklungsstand eines Landes
·         Heinz Hollenstein
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen als Element der Innovationspolitik
·         Beat Hotz-Hart
Innovations-Netzwerke, Regionen und Globalisierung am Beispielder Schweiz
·         Allan Mayo
Service Innovation – The New Innovation Paradigm
·         Hannes Selhofer/Markus Lassnig
Disruptive Innovation – Zum Konzept und seiner Bedeutung für die Industrie- und Innovationspolitik
·         Ingrid Ott
Die Wissenswirtschaft – Komplementaritäten zwischen wissensintensiven Dienstleistungen und forschungsintensiven Industrien
·         Norbert Knoll/Kurt Leutgeb
Von der Innovationsförderung zur Förderungsinnovation – Ansätze für Innovation bei Förderungsdienstleistungen in der Praxis
Buchbesprechungen/Reviews
 
·         Stephan Henseler
Wirtschaftlicher Aufholprozess in Mittel- und Osteuropa – das europäische Wachstumsmodell in der Krise?
·         Martin Zagler
Österreichische Wirtschaftspolitik – Eine anwendungsorientierte
·         Robert Steinegger
Schumpeter für Jedermann – Von der Rastlosigkeit des Kapitalismus  
Autoren
·          Anna Lisa Brahms studiert Internationale Beziehungen in Berlin und ist studentische
Mitarbeiterin im Projekt "Rule of Law als Governance Ressource“ am Wissenschafts-zentrum Berlin.
·         Univ.-Prof. Dr. Michael Getzner, Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik, Department für Raumplanung, Technische Universität Wien
·         Mag. Stephan Henseler, Referent in der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik, Wirtschaftskammer Österreich
·         Mag. Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich
·         Dr. Heinz Hollenstein, KOF Swiss Economic Institute, ETH Zürich
·         Prof. Dr. Beat Hotz-Hart,Universität Zürich
·         Mag. MSc (Sussex) Norbert Knoll, Team Evaluierung/Strategie der Bundesförder-agentur AWS/ERP-Fonds
·         Dipl.-Vw. Christian Köhler, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW),
Forschungsbereich Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung
·         Dr. Markus Lassnig ist seit 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Salzburg Research Forschungsgesellschaft und leitet dort im "InnovationLab“ den Forschungsbereiche-Tourismus.
·         Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Leitner, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Wien
·         Mag. Kurt Leutgeb, Leiter des Geschäftsfeldes Garantien/Prämien der Bundes-förderagentur AWS/ERP-Fonds
·         Allan Mayo, Chair of the EU Expert Panel on Service Innovation, and Head,
Services Policy Unit, Department for Business, London.
·         Prof. Dr. Ingrid Ott, Karlsruher Institut für Technologie und Institut für Weltwirtschaft
·         Dr. Christian Rammer, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Forschungsbereich Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung
·         Dr. Andreas Reinstaller,Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)
·         Mag. Hannes Selhoferist Projektleiter und Berater bei der empirica Gesellschaft für Kommunikations- und TechnologieforschungmbH in Bonn.
·         Elisabeth Türkist Officer in Charge, Section on International Investment Agreements (IIAs),UNCTAD, Genf.
·         Martin Zagler,Università degli Studi del Piemonte Orientale (Novara) und Wirtschaftsuniversität Wien
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