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2015/1 Mobilität

Wirtschaftspolitische Blätter
Stand:

Editorial

Mag. Anna Maria Hochhauser

Mobilität

Das Themenfeld der „Mobilität“ umfasst in einer allgemeinen Definition eine hohe Bandbreite an unterschiedlichen Teilaspekten und Wirkungskanälen, über welche Wirtschaft und Gesellschaft geprägt werden. Neben der physischen Mobilität und damit der Beweglichkeit im Raum impliziert „Mobilität“ auch zahlreiche nicht-physische Aspekte wie die – durch moderne Informations- und Kommunikationsmittel – ermöglichte Interaktion im virtuellen Raum oder die Bewegung von Individuen zwischen unterschiedlichen beruflichen und sozialen Positionen.

Im physischen Sinne befasst sich „Mobilität“ sowohl mit der Verkehrsinfrastruktur als auch mit der räumlichen Beweglichkeit von Personen, Gütern und Produktionsfaktoren. Mobilität sorgt in einer arbeitsteiligen Wirtschaft dafür, dass Angebot und Nachfrage ausgeglichen, der Zugang zu Gütern und Dienstleistungen gesichert, Informationen ausgetauscht, eine Trennung von Arbeits- und Wohnstandort ermöglicht und Wissen und Technologie wie auch Sprache und Kultur verbreitet werden.

Auf europäischer Ebene wurde die Bedeutung von Mobilität und Verkehr für Wirtschaft und Gesellschaft früh erkannt. Schon im Rahmen der Vorläufer der heutigen Europäischen Union war es ein erklärtes Ziel, eine gemeinsame europäische Verkehrspolitik zu entwickeln. Mobilität ist wesentlicher Bestandteil bzw. Voraussetzung für den Binnenmarkt und prägt darüber hinaus die Lebensqualität der Bürger.

Die Verkehrsinfrastruktur und die Verkehrsmittel, die uns Mobilität ermöglichen, haben sich im Laufe der Zeit enorm entwickelt und unterliegen auch heute einem stetigen Wandel. Aktuell steigt – insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Verbreitung und Leistbarkeit von Verkehrsmitteln für immer breitere Bevölkerungsschichten – die Notwendigkeit einer Steigerung von Energieeffizienz und einer Reduktion von Energieverbrauch und Treibhausgasen.

Darüber hinaus sind in diesem Zusammenhang die Importabhängigkeit Österreichs bzw. Europas von fossiler Energie und die steigende Urbanisierung – verbunden mit einem erhöhten Mobilitätsbedarf – zu erwähnen. Innovation bzw. Forschung und Entwicklung können hier einen wesentlichen Beitrag leisten, um neue Lösungen und Konzepte zu entwickeln.

Mobilität ist nicht nur ein wichtiges Element in der modernen Wirtschaft und Gesellschaft, es bieten sich in dieser Branche auch enorme Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung: Die Fahrzeugindustrie stellt einen wichtigen Motor der österreichischen und europäischen Wirtschaft dar. Für die Zukunft gilt es – vor dem Hintergrund der guten Einbindung Österreichs im Bereich Mobilität und Verkehrswirtschaft –, die Anstrengungen weiter zu erhöhen, um die Anforderungen an Innovatoren in Forschung und Industrie zu erfüllen und im globalen Wettlauf mitwirken zu können.

Ein weiterer wirtschaftlich relevanter Aspekt betrifft die Fragestellung, inwieweit die Verkehrsinfrastruktur die regionale Entwicklung – die Wirtschaft, Bevölkerung und die Arbeitsmärkte einer Region – beeinflusst. Dabei zeigt sich, dass langfristig Investitionen in die Infrastruktur – unter geeigneten Rahmenbedingungen – zu einer Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit einer Region führen können. Selbstverständlich ist dabei nicht nur die Verkehrsinfrastruktur von Bedeutung, sondern ebenso die Kommunikationsinfrastruktur, die Energie- und Wasserversorgung, die Abwasser- und Abfallentsorgung, das Gesundheitswesen wie auch die Ausbildungs- und Bildungsmöglichkeiten oder die regionalen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten.

Im Bereich Arbeitsmarkt spielt neben der Mobilität der österreichischen Erwerbstätigen ebenso die Migration nach Österreich eine wesentliche Rolle. Vor dem Hintergrund des sich in Zukunft verschärfenden Fachkräftemangels sind neben einer Erhöhung der inner-österreichischen Mobilität auch umfassende Maßnahmen im Bereich der Arbeitsmigration notwendig.

Steigende Mobilität am Arbeitsmarkt zeigt sich aber nicht nur in einer räumlichen Dimension. Unsere Arbeitswelten generell sind durch grundlegende Änderungen geprägt, die zeitlich und räumlich flexible Arbeitsweisen begünstigen. Durch die neuen Informationstechnologien wird Kommunikation und Zusammenarbeit über größere Distanzen hinweg so einfach und kostengünstig wie nie zuvor.

Ein weiterer Aspekt der Mobilität bezieht sich auf die Bewegung von Individuen zwischen unterschiedlichen beruflichen und sozialen Positionen und damit auf das Konzept der „Einkommensmobilität“.

Die aktuelle Ausgabe der Wirtschaftspolitischen Blätter beleuchtet all diese zahlreichen Aspekte, Wechselwirkungen und aktuellen Entwicklungen zum Thema „Mobilität“.

Inhalt

  • Boschidar Ganev: Moderne Mobilität – Segen und Herausforderung
  • Peter Michael Tropper: Europäischer Straßengüterverkehr – Gemeinsame Herausforderungen versus nationale Fragmentierungen
  • Bernhard Geringer/Robert Rosenitsch/Werner Tober: Mobilität der Zukunft – Ökonomie und Ökologie steht nicht im Widerspruch! Innovative Entwicklungen im Automobilbau - Chancen für prosperierende Wirtschaft
  • Reinhold Deußner/Wolfgang Neugebauer: Räumliche Aspekte der Mobilität – Pendlerinnen zwischen Stadt und Peripherie
  • Karolin Gstinig/Eric Kirschner/Franz Prettenthaler: Mobilität und regionale Arbeitsmärkte
  • Thomas Liebig/Anne-Sophie Schmidt: Die Steuerung der Arbeitsmigration nach Österreich aus internationaler Perspektive
  • Margit Kreuzhuber: Geographische Mobilität – wohin soll in der Arbeitsmigration die Reise gehen
  • Gabriele Straßegger: Wie mobil sind die Österreicher
  • Werner Eichhorst/Florian Buhlmann: Die Zukunft der Arbeit und der Wandel der Arbeitswelt
  • Wilhelm Bauer: Smarter Working – Menschen.Räume.Technologien – Die digitale Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft
  • Michael Bartz/Thomas Schmutzer: New World of Work – Warum kein Stein auf dem anderen bleibt
  • Christoph Reithofer: Einkommensmobilität anhand des Konzepts des „positional change“ in Österreich 

Autoren

  • Michael Bartz ist langjähriger Industriemanager (Philips, Capgemini, Microsoft). 2010 hat er eine volle Professur an der IMC FH Krems angenommen. Dort leitet er das New World of Work Forschungszentrum. Das Forschungszentrum ist spezialisiert auf die Erfolgsmessung von New World of Work Unternehmenstransformationen. Zielsetzung ist die Messung und Bewertung der betriebswirtschaftlichen Erfolge und Verbesserungen durch die Einführung neuer innovativer Arbeitsformen und -technologien in Unternehmen.
  • Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer, Institutsleitung Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, und am Institut für Arbeitswirtschaft und TechnologiemanagementIAT der Universität Stuttgart; Geschäftsführender Verwaltungsrat der Fraunhofer Italia Research s.c.a.r.l. Als Institutsleiter führt Professor Bauer eine Forschungsorganisationmit etwa 500 Mitarbeitern. Er verantwortet dabei Forschungs- und Umsetzungsprojekte in den Bereichen Innovationsforschung, Technologiemanagement, Leben und Arbeiten in der Zukunft, Smarter Cities. Als Mitglied in verschiedenen Gremien berät er Politik und Wirtschaft. Bauer ist Autor von mehr als 270 wissenschaftlichen und technischen Veröffentlichungen. An den Universitäten Stuttgart und Hannover ist er Lehrbeauftragter. In 2012 erhielt er die Ehrung des Landes Baden-Württemberg als „Übermorgenmacher“. Herr Bauer leitet die Fraunhofer-Initiative „Morgenstadt“ und ist Mitglied in der „Nationale Plattform Zukunftsstadt“ der Bundesregierung.
  • Florian Buhlmann ist Doktorand an der Graduate School for Economics and Social Science (GESS) in Mannheim.
  • Reinhold Deußner, geboren 1952 in Wien, ist Verkehrsplaner und Mitarbeiter des Österreichischen Instituts für Raumplanung. Arbeitsschwerpunkte liegen in der Planung des öffentlichen Personenverkehrs und des Güterverkehrs in Österreich. Er berät führende Verkehrsunternehmen in ihrer Angebotsgestaltung.
  • Dr. Werner Eichhorst studierte Soziologie, Politikwissenschaft, Psychologie und Verwaltungswissenschaften in Tübingen und Konstanz. Ende 1998 promovierte er an der Universität Konstanz. Er ist seit 2005 am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) inBonn tätig, seit Januar 2014 als Direktor für Arbeitsmarktpolitik Europa am IZA.
  • Mag. Boschidar Ganev MSc. ist Mitarbeiter im Mobility Department des AIT Austrian Institute of Technology. Er fungiert als Projektleiter für nationale und EU-Forschungsprojekte. Davor leitete er als Nachhaltigkeitsmanager 2008 bis 2012 bei einem international tätigen Finanzdienstleister die Entwicklung und Umsetzung der operativen Nachhaltigkeitsstrategie.
  • Prof. Dr. Bernhard Geringer, Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der Technischen Universität Wien
  • Mag. Karolin Gstinig, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, JOANNEUM RESEARCH POLICIES
  • Mag. Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Writschaftskammer Österreich
  • MMag. Eric Kirschner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, JOANNEUM RESEARCH POLICIES
  • Frau MMag. Margit Kreuzhuber ist Referentin in der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit,in der Wirtschaftskammer Österreich.
  • Dr. Thomas Liebig ist leitender Ökonom in der Abteilung für Internationale Migration derOECD in Paris. Er ist ua zuständig für OECD-Arbeiten zur Steuerung der Arbeitsmigration und zur Integration von Personen mit Migrationshintergrund, darunter die EUOECD-Integrationsindikatoren. Zudem ist er Ko-Autor des jüngsten OECD-Berichts zur Arbeitsmigration nach Österreich (Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte: Österreich). Im Anschluss an Studien der Volkswirtschaftslehre und der Internationalen Beziehungen in St. Gallen (Schweiz) und Barcelona arbeitete er 2000 als Consultant in der volkswirtschaftlichen Abteilung der OECD. 2001–2004 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitsökonomie und Arbeitsrecht an der Universität St. Gallen und promovierte an der Universität St. Gallen zum Thema „A new phenomenon: the international competition for highly-skilled migrants and its consequences for Germany“.
  • Wolfgang Neugebauer, geboren 1971 in Wien, studierte Raumforschung und Raumordnung am Institut für Geographie der Universität Wien und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des österreichischen Instituts für Raumplanung. Arbeitsschwerpunkte: Wechselwirkungen zwischen Stadtentwicklung und Mobilität sowie Mobilitätsmanagement.
  • Mag. Dr. Franz Prettenthaler, M.Litt., Forschungsgruppenleiter Regionalpolitik, Risiko- und Ressourcenökonomik, JOANNEUM RESEARCH POLICIES
  • Christoph Reithofer MSc, Referent Wirtschaftskammer Österreich Stabsabteilung Statistik
  • Dipl.-Ing. Robert Rosenitsch, Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der Technischen Universität Wien
  • Anne-Sophie Schmidt ist Consultant in der Abteilung für Internationale Migration der OECD in Paris. Sie arbeitet an verschiedenen Projekten zur Integration von Personen mit Migrationshintergrund in OECD Ländern und ist Ko-Autorin des jüngsten OECD-Berichts zur Arbeitsmigration nach Österreich (Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte: Österreich). Anne-Sophie Schmidt hat einen Doppelmasterabschluss in Politikwissenschaften und Europarecht von der Sciences-Po Paris und der FU Berlin und einen Bachelor in Internationale Beziehungen von der Universität Maastricht (Niederlande). Bevor sie zur OECD kam, war sie im Rahmen ihrer Ausbildung am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg und am Europäischen Forum für Migrationsstudien der Universität Bamberg tätig.
  • Mag. Thomas Schmutzer, CMC, ist Geschäftsführer und Gesellschafter der HMP Beratungs GmbH, einem internationalen Beratungsunternehmen. Die Firma ist spezialisiert auf Technologie- und Organisationsberatung aus einer Hand mit dem Beratungsschwerpunkt „New World of Work Unternehmenstransformation“. Die HMP Beratungs GmbH hat eine langjährige Kooperation mit dem New World of Work Forschungszentrum der IMC FH Krems. Ziel ist die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und innovativerTechnologie- und Organisationsberatung. Schmutzer hält internationale Vorträge, bloggt regelmäßig, schreibt Kolumnen und ist seit vielen Jahren Jurymitglied des Ebiz Awards Österreichs.
  • Mag. Gabriele Straßegger ist Referentin in der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich.
  • Dr. Dipl.-Ing. Werner Tober, Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der Technischen Universität Wien
  • Dr. Peter Michael Tropper ist seit 2011 Geschäftsführer des Fachverbandes für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich. Zusätzliche Tätigkeiten sind die Geschäftsführung im Rahmen der AISÖ (Arbeitsgemeinschaft Internationaler Straßenverkehrsunternehmer Österreichs), der Arge LogCom, sowie beim Kombiverband Straßengüterverkehr.


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