th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Wachstum ohne Schulden: Alle Beiträge und Autoren

Abstracts zur Ausgabe 3/2015 der Wirtschaftspolitischen Blätter
Stand:

Inhalt



Bernhard Felderer: Notwendigkeit des Abbaus der Staatsverschuldung

Der Beitrag versucht zunächst die Entwicklung der Staatsschulden und die Auswirkungen der Krise auf diese zu skizzieren. Die Entwicklung und die Berechtigung von EU-Regeln in Bezug auf Fiskalpolitik werden beleuchtet. Die zunehmende Verschuldung wird mit der These von Null-Wachstum und der Frage der Möglichkeit eines negativen Realzinses an Hand von Diskussionen in Deutschland und der USA thematisiert. Schließlich wird der Frage nachgegangen, ob die Konsolidierung von Budgets und damit die Reduzierung der Schulden das wirtschaftliche Wachstum beeinträchtigt oder vielleicht fördert.

Autoreninformation: Univ.-Prof. Dr. Bernhard Felderer studierte an der Universität Wien Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.Nach einem Studium der Volkswirtschaftslehre in Paris wirkte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Fritz Machlup an der Princeton University und später an der University of North Carolina. Nach einer Assistentenzeit an der Universität Karlsruhe wurde er auf eine Professur an die Universität zu Köln berufen, nahm 1991 einen Ruf an die Universität Bochum an. Von 1991 bis 2012 leitete er das IHS, seit Ende 2013 ist er Präsident des österreichischen Fiskalrates.

>> Zur Inhaltsübersicht

Werner Hölzl/Andreas Reinstaller: Unternehmertum, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum

Gründungspolitik wird oft als zentrales Element betrachtet, um über die Diversifizierung des Produktportfolios eines Landes Wachstum voranzutreiben. In der Betrachtung der Gründungspolitik wird aber die Interaktion zwischen Gründungen und Wirtschaftsstruktur zumeist vernachlässigt. Die Evidenz zeigt, dass die Produktkomplexität und die da- mit einhergehenden Alleinstellungsmerkmale für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen relevant sind und, dass gerade für junge Wachstumsunternehmen spezifische lokale Kompetenzen, Netzwerke und Institutionen sehr wichtig sind. Wirtschaftspolitisch führt das zur Feststellung, dass Gründungs- und Industriepolitik kohärent miteinander integriert werden müssen, um die Wirkung von Gründungen auf Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum einer Volkswirtschaft zu maximieren.

Autoreninformation: Werner Hölzl, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)

>> Zur Inhaltsübersicht

Alexander Keßler/Dietmar Rößl: Nascent Entrepreneurship – Welchen „Nährboden“ benötigen unternehmerische Aktivitäten

Vor dem Hintergrund der Wichtigkeit von unternehmerischem Verhalten im Allgemeinen und der wirtschaftlichen Bedeutung von Unternehmensgründungen beschäftigt sich der Beitrag mit den Elementen eines „fruchtbaren Nährbodens“ für unternehmerisches Verhalten. Diese Elemente (Gründerperson und -persönlichkeit, Ressourcen, Umweltbedingungen und Gründungsprozess) werden aus der „Nascent Entrepreneurship“-Forschung abgeleitet und in komprimierter Form aufgearbeitet. Darauf aufbauend werden Ansatz- punkte für Maßnahmen zur Unterstützung von unternehmerischen Einstellungen und unternehmerischem Verhalten entwickelt. Aufgrund der Kontextabhängigkeit von Gründungsprozessen besteht die besondere Herausforderung darin, personen- und situationsadäquate  Maßnahmenbündel  zu  generieren.

Autoreninformation:

  • Priv.-Doz. Dr. Alexander Keßler, Department für Welthandel & Forschungsinstitut für Familienunternehmen, WU Wirtschaftsuniversität Wien
  • Prof. Dr. Dietmar Rößl, Vorstand des Instituts für KMU-Management, WU Wirtschaftsuniversität Wien


>> Zur Inhaltsübersicht

Michael Peneder/Gerhard Streicher: Wettbewerbsfähigkeit, Globalisierungsangst und das Anteilsziel der EU – Konsequenzen für die Industriepolitik

Der Anteil der Industrie am Bruttoinlandsprodukt ist deutlich niedriger, als es unserer Alltagswahrnehmung aus dem Verbrauch industriell hergestellter Waren entspricht. Der Unterschied wird meist auf die zunehmende Globalisierung zurückgeführt und als Signal für eine Verringerung der Wettbewerbsfähigkeit der entwickelten „Industrieländer“ verstanden. In diesem Beitrag überprüfen wir diese Befürchtungen anhand konkreter Daten eines weltweiten Input-Output-Systems (WIOD).

Im ersten Schritt erklären wir die Unter- schiede des Industrieanteils im gesamtwirtschaftlichen Güterstrom relativ zum Volkseinkommen. Im zweiten Schritt stellen wir eine neue Methode „induzierter Wertschöpfungsketten“ vor, um die Wirkung der heimischen Endnachfrage von jener der komparativen Wettbewerbsvorteile zu trennen. Die Ergebnisse weisen auf das überdurchschnittliche Produktivitätswachstum und den daraus folgenden Rückgang der relativen Preise von Industriewaren als wichtigste Ursache für den stetigen Rückgang der nominellen Wertschöpfungsanteile der Industrie. Abschließend werden Konsequenzen für die Industriepolitik diskutiert.

Autoreninformation:

  • Gerhard Streicher ist Mitarbeiter am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO). Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten „Input-Output-Analysen“ und „regionale Modellierung“. In diesem Rahmen entwickelte er mit dem und für das IPTS (Institute for Prospective Technology Studies, einem der Joint Research Centers der Europäischen Kommission) ein ökonometrisches IO-Modell der EU-27.
  • Michael Peneder ist Mitarbeiter am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) und war von 2010 bis 2013 als stellvertretender Leiter für die wissenschaftliche Koordination zuständig. Von 2006 bis 2014 leitete er im Auftrag der Europäischen Kommission das internationale Forschungskonsortium zur Vorbereitung der jährlichen Berichte über die Europäische Wettbewerbsfähigkeit. Sein Forschungsinteresse gilt Fragen der Industrieökonomie, Innovation sowie Unternehmensfinanzierung und ist durch zahlreiche Publikationen in internationalen Fachzeitschriften dokumentiert.


>> Zur Inhaltsübersicht

Herwig W. Schneider: Die Industrie ist das Herzstück der Österreichischen Volkswirtschaft

Österreich ist eine Industrienation mit langer Industrietradition und reichhaltigem Industriekapital. Der Wohlstand in Österreich lässt sich nicht ohne Industrie definieren. Mehr als 1,9 Mio Arbeitsplätze sind servoindustrieller Herkunft. Stellt man die zentralen gesellschaftspolitischen Trendthemen sowie die Industrie-internen Strukturentwicklungsprozesse auf der einen Seite den Strukturmerkmalen der Österreichischen Industrie sowie den gegenwärtigen Standortbedingungen auf der anderen Seite gegenüber, so zeigt sich ein Bedarf an (neuen) zukunftsgerichteten Konzepten wie die „Österreichische Leitbetriebe Standortstrategie“ oder „Industrie 4.0 im Verständnis eines industrie- ökonomischen Evolutionsprinzips“.

>> Gesamtbeitrag lesen

>> Zur Inhaltsübersicht

Michael Böheim/Eva Pichler: Wachstum ohne Schulden – Deregulierung des unternehmensnahen Dienstleistungssektors

Sowohl die OECD als auch die Europäische Kommission drängen auf eine Deregulierung der unternehmensnahen Dienstleistungen in Österreich, wobei va auf den Reformstau bei Steuerberatern, Wirtschaftstreuhändern und Rechtsanwälten explizit hingewiesen wird.

Die fehlende Deregulierung führt zu hohen Preisaufschlägen und einem ineffizienten Einsatz der Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Technologie. Dies ist ua eine der Ursachen für die überdurchschnittliche Inflationsrate Österreichs im Euroraum und be- hindert Wettbewerbsfähigkeit sowie Exportwachstum. Obgleich die freien Berufe ein kleiner Sektor sind, nehmen sie als klassische Vorleistung für Unternehmen eine Schlüsselstelle als Wachstumshemmnis ein.

Eine Studie für 21 OECD Länder zeigt, dass die Dienstleistungsabhängigkeit der Industrie in Österreich mit Abstand am höchsten ist. Eine Deregulierung könnte gemäß OECD demnach das jährliche Wachstum um ¼–½ Pro- zentpunkte erhöhen. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass das Begutachtungs- recht der Kammern der Wirtschaftstreuhänder bei der Steuergesetzgebung ein klassischer Fall „angebotsinduzierter Nachfrage“ ist und überdacht werden sollte.

Autoreninformation:

  • Dr. Michael Böheim, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)
  • ao. Univ.Prof. Dr. Eva Pichler, Wirtschaftsuniversität Wien


>> Zur Inhaltsübersicht

Michael Böheim/Eva Pichler: Der Selbstmedikationsmarkt im Umbruch – Von Monopolrenten, wohlerworbenen Rechten und (noch) ungenutzten Deregulierungsspielräumen

Der österreichische Markt für nicht rezeptpflichtige Arzneimittel unterliegt einer strikten Regulierung, die dem Wettbewerb wenig zuträglich ist. Eine äußerst strenge Apothekenpflicht, Gebietsschutz der Apotheken, aysmmetrische Information über Preise und Konkurrenzprodukte sowie eine durchgehende Regulierung von Preisen und Spannen entlang der Wertschöpfungskette ließen zum Nachteil der Nachfragseite eine ineffiziente Marktform entstehen, die lange Zeit durch das Verbot des innerstaatlichen Versandhandels zementiert wurde.

Durch die Legalisierung österreichischer Versandapotheken im Juni 2015 wurde ein konsequenter Schritt in Richtung einer weiteren Liberalisierung im Vertrieb mit rezeptfreien Arzneimitteln gesetzt. Solange allerdings an der diesbezüglichen Apothekenpflicht festgehalten wird, ist mit einer nachhaltigen Belebung des Wettbewerbs nicht zu rechnen. Attraktive Monopolrenten werden als „wohlerworbene Rech- te“ von den Apotheken mit nicht (mehr) stichhaltigen Argumenten verteidigt, die Politik glaubt ihnen (noch). Die Marktmacht der etablierten Anbieter wird ohne Deregulierung mangels funktionsfähiger Konkurrenz substantiell bleiben. Da die Selbstmedikation in Österreich mittel- bis langfristig an Bedeutung gewinnen wird, sind von einem Aufbrechen dieser Marktstrukturen hohe Wohlfahrtsgewinne für die Konsumenten über substantielle Preissenkungen zu erwarten. Qualitätsverschlechterungen aufgrund der Deregulierung erscheinen demgegenüber unwahrscheinlich.

Autoreninformation:

  • Dr. Michael Böheim, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)
  • ao. Univ.Prof. Dr. Eva Pichler, Wirtschaftsuniversität Wien


>> Zur Inhaltsübersicht

Simon Loretz: Föderalismus und Steuerwettbewerb in Österreich

Die Situation des österreichischen Föderalismus ist geprägt durch ein starkes vertikales fiskalisches Ungleichgewicht, gekennzeichnet dadurch, dass vor allem die Länder kaum Autonomie über die Einnahmen haben. Diese Diskrepanz ist unter anderem auf eine Angst vor ruinösem Steuerwettbewerb zurückzuführen, führt aber gleichzeitig zu einem Mangel an Transparenz und verändert Anreize für die lokalen Entscheidungsträger. Eine Umwandlung der Ertragsanteile von Lohn- und Einkommensteuer und Körperschaftsteuer in teilweise Steuerautonomie der Bundesländer würde wesentlich zur Transparenz beitragen und könnte durch einsetzenden Steuerwettbewerb auch die Anreize für effiziente lokale Verwaltung verbessern.

Erfahrungen aus anderen föderalen Staaten zeigen auch, dass Steuerwettbewerb ein wesentlicher Bestandteil des fiskalischen Föderalismus ist, und dass die Rahmenbedingungen wie klare Aufgabentrennung zwischen den Gebietskörperschaften und ein entsprechend ausgestalteter horizontaler Finanzausgleich den fiskalischen Wettbewerb in gesunde Bahnen lenken können.

Autoreninformation: Dr. Simon Loretz, Institut für Höhere Studien, Wien

>> Zur Inhaltsübersicht

Michael Christl/Dénes Kucsera: Reformoptionen des österreichischen Pensionssystems und ihre finanziellen Auswirkungen

Dieser Beitrag untersucht die Auswirkungen unterschiedlicher Reformoptionen auf die Finanzierbarkeit des österreichischen Pensionssystems bis zum Jahr 2060. Es werden sowohl Änderungen im Verhalten der Arbeitnehmer (effektives Pensionsantrittsalter) als auch Änderungen des Pensionssystems (gesetzliches Pensionsantrittsalter) simuliert.

Die Ergebnisse zeigen, dass ein alleiniger Anstieg des effektiven Antrittsalters nicht aus- reichend ist, um den staatlichen Zuschuss (Bundesbeitrag) mittelfristig stabil zu halten. Vielmehr muss das gesetzliche Antrittsalter jährlich um zumindest zwei Monate steigen, damit auch eine langfristige Stabilität gewährleistet ist. In diesem Fall würde der Bundesbeitrag zwar mittelfristig (bis 2040) auf das 1,5fache (in Prozent des BIP) ansteigen, langfristig jedoch würde er (bis 2060) auf dem Wert von 2014 bleiben.

>> Gesamtbeitrag lesen

>> Zur Inhaltsübersicht

Thomas Czypionka: Das Gesundheitssystem im Kontext von Schulden und Wachstum

Im Kontext von Schulden und Wachstum bestehen eine Reihe von Wechselbeziehungen mit dem Gesundheitswesen. Die Wirkkanäle sind dabei vielfältig und entziehen sich einer trivialen Kausalitätsfeststellung. Umfang und Dynamik der Gesundheitsausgaben machen sie zu einem möglichen Belastungsfaktor der öffentlichen Haushalte. Klamme öffentliche Haushalte wie in der Krise seit 2007 führen wiederum zu teils ungeordneten Einschnitten, aber auch erhöhter Reformbereitschaft.

Jüngste Reformen im österreichischen Gesundheitswesen zielen sogar explizit auf die nachhaltige Finanzierbarkeit ab, wobei der Erfolg ungewiss ist. Die letzte Gruppe von Wirkkanälen beschäftigt sich mit der Verbindung von Gesundheit und Wirtschaft, aus der wiederum wichtige Impulse zur Reform des öffentlichen Systems und dessen nachhaltiger Finanzierbarkeit kommen können.

Autoreninformation: Dr. Thomas Czypionka leitet seit 2008 die Gruppe IHS HealthEcon und ist derzeit Abteilungsleiter der Abteilung für Ökonomie und Finanzwirtschaft am Institut für Höhere Studien.

Andreas Salcher: Vom Mittelmaß zum Spitzenreiter – Eine Bildungsstrategie für die Zukunft

Wer über mehr Bildung verfügt, wird seltener gekündigt, verdient mehr und zahlt daher höhere Steuern, ist in geringer Gefahr, kriminell zu werden, wird seltener krank und lebt deutlich länger. Diesen Bildungsreichtum vererbt er mit hoher Wahrscheinlichkeit an seine Kinder. So einfach ist das. Wenn Österreich daher keine grundlegende Bildungsreform schafft, dann werden die Sozial- und Gesundheitskosten weiter explodieren, weil man jeden fünften jungen Menschen in neun Jahren im Schulsystem völlig vernachlässigt, um ihn danach 60 Jahre erhalten zu müssen.

Das öffentliche Bewusstsein ist mehr als bereit für eine große Bildungsreform, und wir sind nach wie vor eines der reichsten Länder der Welt. Weder die ideologisch aufgeladene Gesamtschuldebatte, der Kompetenzstreit zwischen dem Bund und den Ländern noch eine Nachmittagsbetreuung ohne vollwertige Lehrer, werden die Grundprobleme des österreichischen Schulsystems lösen. Jede Schulreform von oben, die das Klassenzimmer nicht erreicht, ist sinnlos. Wir werden uns alle beim Thema Schule in 10, 20 Jahren fragen lassen müssen, ob wir alles getan haben, was wir konnten, damit Österreich auch weiterhin zu den reichsten und sichersten Ländern der Welt gehört. Die Fakten sindvöllig klar. Es gibt kein Konzeptdefizit, es gibt ein Handlungsdefizit.

>> Gesamtbeitrag lesen

>> Zur Inhaltsübersicht

Jesús Crespo Cuaresma/Petra Sauer: Trends der Bildungsverteilung in Europa

Humankapital in der Form von Bildung nimmt in der theoretischen und empirischen Literatur über die Determinanten von Wirtschaftswachstum eine zentrale Stellung ein. Die Dimension der Verteilung des Bildungsniveaus – innerhalb und zwischen den Generationen sowie zwischen den Geschlechtern – wurde in diesem Zusammenhang nur selten berücksichtigt.

Die demographische Struktur von neulich verfügbaren Bildungsdaten ermöglicht uns die Berechnung von alters- und geschlechtsspezifischen Verteilungsmaßen. Diese verwenden wir, um die Entwicklung der Bildungs(un)gleichheit in Europa zu analysieren. Hervorzuheben sind Unterschiede zwischen europäischen Regionen, sowohl hinsichtlich des Niveaus und der Dynamik in den letzten Jahrzehnten, als auch hinsichtlich der damit einhergehenden Ausrichtung der Bildungsexpansion und ihren Verteilungseffekten in der Zukunft.

Autoreninformation: 

  • Jesús Crespo Cuaresma, Department of Economics, Vienna University of Economics and Business (WU); World Population Program, International Institute of Applied Systems Analysis (IIASA); Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (WIC) and Austrian Institute for Economic Research (WIFO)
  • Petra Sauer (WU), Department of Economics and Research Institute for Economics of Inequality (INEQ), Vienna University of Economics and Business; Wittgenstein Centre for Demographyand Global Human Capital (WIC)


>> Zur Inhaltsübersicht

Irene Mandl: Die Nutzung neuer Beschäftigungsformen für das Unternehmenswachstum

Auf Grund wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen entstehen neue Beschäftigungsformen in Europa, die sich von den traditionellen Modellen durch eine veränderte Beziehung zwischen Arbeitergeber und ArbeitnehmerInnen und/ oder durch veränderte Arbeitsorganisation und –prozesse unterscheiden.

Da bislang wenig Information darüber vorliegt, wodurch diese neuen Beschäftigungsformen charakterisiert sind und was deren Effekte auf Arbeitsbedingungen und den Arbeitsmarkt sind, führte die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound) in 2013/2014 eine Studie durch, die eine erste Bestandsaufnahme der neuen Trends zum Ziel hatte. Der gegenwärtige Artikel präsentiert ausgewählte Ergebnisse der Studie, mit Fokus auf Beschäftigungsformen, die zum Unternehmenswachstum beitragen können und gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen der Belegschaft sicherstellen.

Autoreninformation: Irene Mandl ist Mitarbeiterin der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound) und beschäftigt sich mit sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Forschung zu Arbeitsmarkt und Unternehmertum. Ihre Forschungsthemen umfassen ua neue Beschäftigungsformen, spezifische Formen des Unternehmertums (zB kleine und mittlere Unternehmen, Ein-Personen- Unternehmen, Familienunternehmen, Unternehmensneugründungen und Unternehmensübergaben), Restrukturierung, Internationalisierung, Corporate Social Responsibility und Personalmanagement.

>> Zur Inhaltsübersicht

Sven Jochem: Reformpolitik im schwedischen Sozialstaat – Formen, Gründe und Konsequenzen der Austeritätspolitik

Der Beitrag skizziert die Reformpolitik im schwedischen Sozialstaat und analysiert die Gründe, Formen und Konsequenzen der Austeritätspolitik. Es wird die Fragestellung beleuchtet, inwiefern die durchgeführten sozialstaatlichen Reformen die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte beförderten bzw inwiefern die umfangreichen Sozialstaatsreformen und die konsolidierten Haushalte förderlich zur Stärkung des Wirtschaftswachstums waren.

Es wird darüber hinaus analysiert, welchen politischen, ökonomischen und sozialen Preis die schwedische Austeritätsstrategie mit sich bringt. Insgesamt bestätigen die schwedischen Erfahrungen die Wirksamkeit eines Trilemmas der Dienst- leistungsökonomie nach Iversen und Wren.

Autoreninformation: Prof. Dr. Sven Jochem, Universität Konstanz

>> Zur Inhaltsübersicht

Nikolaus Kowall: Österreichische Unternehmen im internationalen Wettbewerb – Elf Fallstudien mittelständischer Industriebetriebe aus dem mittleren Technologiesegment

„Wenn die Technik was zählt, ist es für uns meistens besser.“
Der Artikel identifiziert die relative Wichtigkeit von Faktoren für die Exportperformance der mittelständischen Industrie aus Österreich mittels qualitativer Befragungen. Dafür wurden narrative Gespräche mit Vertretern von elf exportorientierten mittelständischen österreichischen Industriebetrieben geführt. Die Mitbewerber kommen fast ausschließlich aus hoch industrialisierten Staaten. Die Unternehmen sind überwiegend in Oligopolmärkten tätig, ihre entsprechende Spezialisierung erklärt über alle Unternehmen hinweg rund 15% der Exportperformance. Der Faktor Preis liegt mit 12% etwas darunter.

Qualität, Technologie und Innovation erklären gemeinsam 41% des Exporterfolgs. Kundenorientierung hat ebenfalls einen hohen Erklärungswert. Die zugehörigen Faktoren Vertrauen, Verlässlichkeit & Kundenbeziehung, Tempo & Flexibilität sowie Service kamen auf 31%. Insgesamt punkten mittelständische Industriebetriebe aus Österreich im internationalen Wettbewerb primär mit nichtpreislichen Faktoren.

Autoreninformation: Mag. Nikolaus Kowall leitet die Geschäftsstelle des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung in Düsseldorf und promoviert an der WU Wien im BereichVolkswirtschaftslehre.

>> Zur Inhaltsübersicht



>> Übersicht Ausgabe 3/2015


Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.