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Bildung

Ausgabe 2/2019 der Wirtschaftspolitischen Blätter

Zusammenfassung der Redaktion

Exzellenz in der Aus- und Weiterbildung ist die Zukunftsversicherung für Unternehmen in Österreich im globalen Wettbewerb. Digitalisierung, Globalisierung, Automatisierung und gesellschaftliche Entwicklungen erfordern eine Anpassung des Bildungssystems.

Laut der OECD verändern sich die Tätigkeiten in bestehenden Berufen rasch und neue Berufe mit neuen Anforderungsprofilen entstehen. So sollen sich 46 % der Berufe wesentlich durch die Automatisierung von Routinetätigkeiten verändern. Immer mehr Jobs verlangen nach höheren kognitiven, sozialen, technologischen Fähigkeiten und nach bestimmten manuellen Fertigkeiten. Die sogenannten 21st Century Skills, Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität, sind als Kern künftiger Bildungsziele identifiziert.

In China absolvierten 2017 insgesamt 4,7 Mio. Studierende ein MINT-Studium. In der gesamten EU 1,2 Mio. China hat viermal so viele Absolventen in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wie die EU, bei einer nur dreimal so großen Bevölkerung. Die Tendenz für China und auch Indien ist dabei steigend. Im Jahr 2017 waren die führenden Nationen bei MINT-Abschlüssen China mit 4,7 Mio., Indien mit 2,6 Mio. und die USA mit 568.000. In der EU waren es 1,2 Mio. Österreich ist sowohl bei den Absolventenzahlen als auch der Attraktivität für Talente im internationalen Mittelfeld. Im Global Talent Competitiveness Index liegt das Land auf Platz 18.

Exzellenz in der Aus- und Weiterbildung, die Entwicklung von Potenzialen und die berufliche Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben in einer globalen Wirtschaft strategische Bedeutung. Sie sind entscheidend für die Zukunft des europäischen und auch des österreichischen Wirtschafts- und Sozialmodells und seiner Innovationsfähigkeit. 75 % der österreichischen Betriebe leiden unter einem starken Fachkräftemangel. Eine exzellente Berufsbildung sichert Fachkräfte und trägt den sich rasch ändernden Anforderungen an Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rechnung. Die Antworten auf viele der Herausforderungen liegen in einer Umorientierung des Bildungssystems, der Bildungsangebote und der Art des Lernens.

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Übersicht: Alle Beiträge und Autoren

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Ausgewählte Beiträge

Humankapital und wirtschaftliche Entwicklung in Europa | Claude Diebolt, Ralph Hippe

Bildung ist seit Jahrhunderten eng mit wirtschaftlicher Entwicklung verbunden. In der Wirtschaftsgeschichte sticht die Bedeutung von Bildung für den Wohlstand von Regionen deutlich hervor.

Der Beitrag von Diebolt und Hippe zur Entwicklung von Humankapital in Europa zeigt, dass jene Regionen die zu Beginn des 19. Jahrhunderts über hohe Alphabetisierungsraten verfügten, auch noch heute zu den wohlhabenden Regionen des Kontinents gehören. Bildung ist ein wesentlicher Schlüssel, um Wohlstand für kommende Generationen zu sichern und das wirtschaftliche Potenzial von Ländern auch heutzutage voll auszuschöpfen.

Innerhalb Europas zeigt sich eine ungleiche Entwicklung beim Erwerb von digitalen Kompetenzen. Island und Luxemburg weisen die höchsten „digitalen Alphabetisierungsquoten“ auf, während Rumänien und Bulgarien am unteren Ende liegen. Wie bei den Alphabetisierungsquoten in 1930 zeigt sich eine Tendenz (vgl. Diebolt und Hippe), dass Regionen im Kern Europas eine höhere digitale Alphabetisierung aufweisen als die Regionen der Peripherie.

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Claude Diebolt
© Claude Diebolt
Ralph Hippe
© Ralph Hippe

Ein Blick über den Tellerrand: Höhere Berufsbildung in Deutschland, England, Frankreich und Norwegen | Ute Hippach-Schneider

Berufliche Bildung ist im Wandel und soll Menschen auf die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt vorbereiten. Obwohl sie hauptsächlich mit der Lehre in Verbindung gebracht wird, nimmt ihre Bedeutung im tertiären Bildungsbereich zu. In Europa existieren verschiedene Ansätze, die akademische und berufliche Bildung verbinden: von dualen Studiengängen in Deutschland über britische Degree Apprenticeships hin zu Y-veien in Norwegen. Diese ermöglichen eine hochqualitative berufliche Ausbildung im tertiären Bereich, die eng mit wirtschaftlichen Erfordernissen abgestimmt ist (vgl. Hippach-Schneider).

Hippach-Schneider argumentiert, dass Weiterentwicklungen auf der tertiären Bildungsebene eine Bildungspolitik erfordert, die alle Bildungsbereiche miteinbezieht. Dabei soll die berufliche Bildung nicht vernachlässigt werden und eine Fokussierung auf akademische Bildung vermieden werden. Eine stärkere Verbindung von beruflicher und akademischer Bildung kann die besten Elemente beider Welten zusammenführen und effektive Bildung und Weiterbildung sichern.

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Ute Hippach-Schneider
© BIBB