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Innovation: Alle Beiträge und Autoren

Abstracts zur Ausgabe 4/2018 der Wirtschaftspolitischen Blätter

Inhalt

Schwerpunkt 50 Jahre Forschungsförderung: Geschichte der Forschungsförderung


Analyse des österreichischen Innovationssystems bzw. der Innovationsstrategie – und Aufzeigen von Verbesserungspotenzialen | Ludovit Garzik

Der Beitrag gibt einen Überblick über die Entwicklung und aktuelle Situation des österreichischen Forschungs- und Innovationssystems. Dabei thematisiert er vor allem die zunehmende Divergenz zwischen Input und Output/Outcome in den vergangenen zwei Jahrzehnten und nennt jene Bereiche des FTI-Systems, in denen die dafür verantwortlichen Effizienzbarrieren zu finden sind. 
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Autoreninformation: 
DI Dr. Ludovit Garzik ist seit 2005 Geschäftsführer des Rates für Forschung und Technologieentwicklung. Er studierte Vermessungswesen an der TU Wien und promovierte an der Wirtschaftsuniversität im Fach Betriebswirtschaftslehre


Die Zukunft von Innovation in Wirtschaft und Gesellschaft: Die besondere Rolle von Familienunternehmen | Reinhard Prügl, Elisabeth Mayerhofer

Die Geschichte der Menschheit ist auch eine Geschichte der Innovation. Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Fortschritt sind ohne Innovation nicht denkbar. Lange Zeit lag der Fokus allerdings nahezu ausschließlich auf Innovation im Wirtschaftssystem. Doch auch gesellschaftliche Probleme und Bedürfnisse stellen zunehmend bedeutsame Handlungsfelder für Innovation dar.

In Zeiten der Globalisierung nicht nur von Gütern, sondern auch von Problemen (Stichwort Klimawandel) können wir es uns daher weder wirtschaftlich noch gesellschaftlich länger leisten, in Silos zu denken. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovation muss zunehmend zusammen gedacht und gebracht werden.  Familienunternehmen spielen dabei seit jeher eine besonders zentrale aber bis dato weitgehend unterschätzte Rolle. 
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Autoreninformation:
Reinhard Prügl ist wissenschaftlicher Leiter des Friedrichshafener Instituts für Familienunternehmen (FIF) sowie Inhaber des Lehrstuhls für Innovation, Technologie und Entrepreneurship an der Zeppelin Universität am Bodensee und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Rolle von Familienunternehmen in Wirtschaft und Gesellschaft, insbesondere mit der Perspektive der nachrückenden Generation sowie strategischen Fragen rund um Innovation und Marke

Elisabeth Mayerhofer ist Geschäftsführerin der Julius Raab Stiftung und setzt sich intensiv mit gesellschaftlicher Innovation im Wirtschaftskontext auseinander


Strukturen der österreichischen Kooperationsbeziehungen in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung | Torben Schubert, Rainer Frietsch

Auf Basis von Publikations- und Patentdaten analysieren wir die Kooperationsbeziehungen öffentlicher Forschungseinrichtungen in Österreich mit Unternehmen in Bezug auf die Generierung von Grundlagenwissen und von technischen Inventionen.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Kooperationsintensität von Wissenschaft und Wirtschaft seit 2005 deutlich zugenommen und sich dem deutschen Niveau angenähert hat. In Bezug auf Kopublikationen mit internationalen Unternehmen hat Österreich Deutschland bereits deutlich hinter sich gelassen. Ein augenfälliger Unterschied zwischen beiden Ländern ist, dass in Deutschland die außeruniversitäre Forschung im Bereich der Patentierung mit Unternehmen eine große Rolle spielt, während ihre Rolle in Österreich deutlich geringer ausfällt.

Autoreninformation:
Prof. Dr. Torben Schubert ist Associate Professor am Center for Innovation, Research and Competence in the Learning Economy (CIRCLE) an der Universität Lund, Schweden und Projektleiter am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe, Deutschland

Dr. Rainer Frietsch ist stellvertretender Leiter des Competence Centers Politik – Industrie – Innovation und Koordinator des Geschäftsfelds „Innovationsindikatoren“ am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe, Deutschland 

Unter Mitarbeit von: Patricia Helmich, Peter Neuhäusler, Oliver Rothengatter


Innovation ohne Forschung und Entwicklung? | Oliver Som, Bernhard Dachs

Unternehmen ohne eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) wird häufig eine geringe Innovationsfähigkeit attestiert. Analysen der Innovationserhebung CIS 2016 zeigen jedoch, dass rund die Hälfte aller innovativen Unternehmen in Österreich keine eigenen F&E-Aktivitäten betreiben. Wie der Beitrag deutlich macht, greift die Beurteilung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen anhand ihrer F&E-Intensität für die Gestaltung innovationspolitischer Instrumente zu kurz.

Auch Unternehmen die keine F&E betreiben, tragen zur Leistungsfähigkeit des Standorts Österreich bei; ihre Innovationsmuster unterscheiden sich jedoch von F&E-aktiven Firmen. Will die Politik die damit verbundenen Wachstumspotenziale angesichts aktueller technologischer und gesellschaftlicher Zukunftstrends ausschöpfen, ist eine (Weiter-) Entwicklung entsprechender Förderinstrumente mit einem breiteren Innovationsbegriff notwendig.
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Autoreninformation:
Oliver Som, MCI Management Center Innsbruck, Professor und Fachbereichsleiter für Innovationsmanagement und -ökonomie sowie Leitung des Research Labs „SME.innovation.networks“, oliver.som@mci.edu 

Bernhard Dachs, AIT Austrian Institute of Technology, Center for Innovation Systems and Policy, Wien


Open Innovation: from hyped phenomenon to sustainable practice | Susanne Beck, Marion Poetz

Fifteen years ago, Henry Chesbrough coined the term “Open Innovation” to describe the process of managing knowledge flows across widely distributed sources of innovation for the purpose of generating new products, services or business models. Since then, Open Innovation principles and methods have been subject to an extensive amount of scholarly work that resulted in the development and implementation of numerous Open Innovation projects and initiatives.

Today, innovating organizations do not anymore decide whether to initiate open or closed innovation processes, but rather how to design optimal ways of openness and collaboration involved in their innovation activities. These designs are thereby dependent upon relevant boundary conditions on the individual, group, organizational, and ecosystem level. We discuss challenges arising from some of these boundary conditions and present experience-based ways for addressing them. 

Autoreninformation:
Susanne Beck is senior researcher at the Open Innovation in Science Center at Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG OIS Center) and post-doc researcher at the Department of Strategy and Innovation at Copenhagen Business School (CBS); Her research addresses the (open) organization and economics of scientific knowledge creation and dissemination

Marion Poetz is Associate Professor of Innovation Management at the Department of Strategy and Innovation at Copenhagen Business School (CBS) and Scientific Director of the Open Innovation in Science Center at Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG OIS Center); Her research relates to strategy, organization and management of open and collaborative research and innovation processes


Neue Technologien: Wirtschaftliche Effekte und Förderung durch systemische Innovationspolitik | Sven Wydra, Thomas Reiß

Neue Technologien stehen seit vielen Jahrzehnten im Blickpunkt der wirtschaftswissenschaftlichen und -politischen Debatte. Denn sie können über eine Vielzahl von Wirkungskanälen erhebliche Auswirkungen für Wirtschaft und Gesellschaft entfalten. Um damit verbundene Potenziale zu realisieren, ist eine vorrauschauende Innovationspolitik nötig, die an den Schwachstellen des Innovationsystems ansetzt, sich an gesellschaftlichen Zielen ausrichtet und einen geeigneten „Policy-Mix“ an innovationspolitischen Instrumenten einsetzt.

Der vorliegende Beitrag geht auf diese Bedeutung neuer Technologien und ihre innovationspolitische Förderung ein und konkretisiert diese abschließend am Beispiel der Industriellen Biotechnologie. 

Autoreninformation:
Dr. Sven Wydra, ist Ökonom und leitet das Geschäftsfeld Bioökonomie und Lebenswissenschaften Competence Center „Neue Technologien“ am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung; Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Innovationen in der Bioökonomie und Industriellen Biotechnologie, Wachstums- und Beschäftigungspotenziale neuer Technologien, Industrie- und Innovationspolitik

Dr. rer. nat. Thomas Reiß ist Leiter des Competence Center „Neue Technologien“ am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung; Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Innovationssysteme, Innovationspolitik, Technikmonitoring, Technikvorausschau und Technikfolgenabschätzung


Künstliche Intelligenz – Vom Turingtest zum Machine Learning | Klaus Mainzer

Unter Künstlicher Intelligenz (KI) werden gegenwärtig vor allem die Algorithmen des Machine Learning verstanden. Die Theorie der neuronalen Netze und Lernalgorithmen war bereits seit den 1980er Jahren bekannt. Heute haben wir aber die Computerpower, um sie mit Big Data zu realisieren. Allerdings sind die praktischen Anwendungen durch eine explodierende Zahl von Parametern bestimmt, deren kausale Abläufe häufig undurchschaubar bleiben: Statistische Korrelationen des probabilistischen Lernens und Mustererkennens garantieren keine kausalen Zusammenhänge.

Daher wird im Artikel mehr Erklärbarkeit (explainability) gefordert, um durch Zuordnung (accountability) von Ursachen auch Fragen der Verantwortung (responsibility) klären zu können. Dadurch soll fehlerhaftes Umgehen mit Algorithmen wie bei der Finanzkrise 2008 vermieden werden. Machine learning und KI werden zu einer globalen Herausforderung der Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme.

Autoreninformation:
Univ.-Prof. em. Dr. Klaus Mainzer lehrt als Emeritus of Excellence an der Technischen Universität München und ist Mitglied nationaler und internationaler Akademien; Seine Forschungsschwerpunkte sind Grundlagen der Komplexitäts- und Berechenbarkeitstheorie, Künstlichen Intelligenz und Zukunftsfragen der technisch-wissenschaftlichen Welt


Innovation in Asien - Wer hätte gedacht, dass sich Entwicklungsländer wirklich einmal so gut entwickeln, dass sie sich zu einer echten Konkurrenz auswachsen? Genau das geschieht in weiten Teilen Asiens | Bernhard Bartsch, Anika Sina Laudien

Der vorliegende Text basiert auf einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2016, bei der 200 Spitzenmanager aus Europa befragt wurden, wie sie die Innovationsfähigkeit asiatischer und europäischer Unternehmen einschätzen und welche Rolle staatliche Förderprogramme dabei spielen. Hintergrund dieser Umfrage sind die Veränderungen in der globalen Innovationslandkarte. Neue Technologien, wissenschaftliche Erkenntnisse oder Geschäftsmodelle kommen zunehmend aus den aufstrebenden Schwellenländern Asiens, insbesondere China und Indien. Diese Entwicklung stellt europäische Unternehmen vor ernste Herausforderungen, für deren Bewältigung sie auch auf bessere politische Rückendeckung und Rahmenbedingungen angewiesen sind.

Die Unternehmen und Volkswirtschaften in der Region galten bis vor wenigen Jahren als wenig erfindungsreich. Sie punkteten eher mit billiger Arbeitskraft und standen, nicht selten zu recht, in dem Ruf, beim Schutz geistigen Eigentums nachlässig zu sein.
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Autoreninformation:
Bernhard Bartsch arbeitet als Senior Expert im Programm „Deutschland und Asien“ der Bertelsmann Stiftung; Vor seiner Tätigkeit bei der Stiftung verbrachte er mehr als ein Jahrzehnt in China, wo er als Ostasien-Korrespondent für große deutschsprachige Medien arbeitete 

Anika Sina Laudien arbeitet als Projekt Managerin im Programm „Deutschland und Asien“ in der Bertelsmann Stiftung; Bevor sie der Stiftung beitrat, arbeitete sie für ein soziales Startup in Hamburg und studierte Wirtschaftssinologie in Bremen und Shanghai


What Europe and the US can learn from Asia’s innovation ecosystem |  McKinsey & Company’s Digital & Analytics team explore how and why the Asia region is increasingly driving the development and implementation of new technologies and disruptive business ecosystems | Gregor Theisen

The global pecking order of innovation nations has been disrupted over the last ten years. Across Asia, particularly in China, the rise to prominence of world-leading companies spans a spectrum of industries from ecommerce to automotive. In their home markets and, increasingly, abroad these businesses have developed and deployed technology and services that have upended entire industries and radically changed how consumers and companies alike behave.

While Europe once fought the US for talent, investment and new ideas the battle is now being fought, and won, in Asia where vast populations, ambitious investors and deep talent pools have combined to create a regional innovation powerhouse. In this paper, McKinsey & Company’s Digital & Analytics team explore how and why the Asia region is now a driving force in the development and implementation of new technologies and disruptive business ecosystems, and what Europe and the US can learn from fast-growing markets such as China.

Autoreninformation:
Senior Partner, McKinsey & Company, Hong Kong Gregor Theisen is a Senior Partner at McKinsey & Company and the Managing Partner of Digital McKinsey and McKinsey Analytics in Asia Pacific. With nearly 20 years’ experience in all parts of the value chain of financial institutions, Gregor’s expertise is in banking and insurance with a focus on insurance, asset management and pension reform


Innovationsstrategien schweizerischer Firmen und ihre Dynamik - Eine Analyse mit Firmendaten für den Zeitraum 1999 bis 2008 | Heinz Hollenstein

In einem ersten Teil zielt der Beitrag darauf ab, typische Innovationsstrategien von Schweizer Firmen zu identifizieren. Zu diesem Zweck führten wir anhand der Daten von vier KOF-Innovationserhebungen, die den Zeitraum von 1999 bis 2008 abdecken, eine auf fünfzehn Innovationsindikatoren beruhende Clusteranalyse durch. Diese lieferte fünf Gruppen von Firmen („Cluster“), die hinsichtlich der zugrundeliegenden Messgrößen sehr ähnlich sind, sich aber von den Unternehmen der übrigen Cluster deutlich unterscheiden.

Anhand einer Analyse der Cluster, basierend auf den wichtigsten angebots- und nachfrageseitigen Determinanten der Innovationstätigkeit von Firmen, konnten wir zeigen, dass die (zunächst) rein statistisch ermittelten Cluster effektiv spezifische, ökonomisch sinnvoll interpretierbare Typen von Innovationsstrategien darstellen. In einem zweiten Teil untersuchten wir, wie häufig und in welcher Richtung die Firmen ihre Strategie im Zeitablauf anpassten. Die Resultate ermöglichen es zu beurteilen, ob das Muster der Strategiewechsel den Erfordernissen des Strukturwandels in einer hoch entwickelten Volkswirtschaft wie der schweizerischen entspricht. 

Autoreninformation:
Der Autor ist assoziierter Forscher des „KOF Swiss Economic Institute“ der ETH Zürich. Seine wichtigsten Forschungsgebiete sind die Innovationsökonomie, die Internationaliserung von Unternehmen sowie, ganz generell, der volkswirtschaftliche Strukturwandel


SCHWERPUNKT 50 JAHRE FORSCHUNGSFÖRDERUNG: Geschichte der Forschungsförderung 


Wachstum durch Innovation: Österreichische Erfolgsunternehmen und die Rolle der angewandten Forschungsförderung | Karl-Heinz Leitner, Andrea Kasztler

Die angewandte Forschungsförderung hat in Österreich eine lange Tradition und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Innovationskraft der Unternehmen. An Hand von besonders erfolgreichen österreichischen Unternehmen, die sich über die Jahre durch technologische Entwicklung und Innovation zu globalen Playern entwickelt haben, soll die spezifische Rolle der Forschungsförderung dargestellt werden. Wenngleich die Gruppe der Unternehmen, die über die Jahre außerordentliche Wachstumsraten erzielen und durch Innovation zu einem internationalen Wettbewerbsführer aufsteigen klein ist, haben diese Unternehmen eine besondere Vorbildfunktion für die heimische Wirtschaft.

Die Unternehmen KTM, Knapp, B&R Industrial Automation, XAL und BIOMIN illustrieren eindrucksvoll, wie durch unternehmerisches Handeln und einem Fokus auf kontinuierliche Produktentwicklung gepaart mit einer internationalen Ausrichtung nachhaltig Wachstum und Arbeitsplätze geschaffen werden. 

Autoreninformation:
Karl-Heinz Leitner ist Senior Scientist am Austrian Institute of Technology und Professor für Innovationsmanagement an der Karl-Franzens-Universität Graz

Andrea Kasztler ist promovierte Physikerin und arbeitet als Scientist im Center for Innovation Systems & Policy des AIT Austrian Institute of Technology an der Schnittstelle zwischen neuen Technologien, Wirtschaft und Gesellschaft


Notizen zu 50 Jahre Forschungsförderung | Klaus Schnitzer, Leonhard Jörg

Forschungsförderung für die Wirtschaft ist ein spannendes Kapitel der österreichischen Wirtschaftsgeschichte. Es kann dabei ein extrem ambitionierter Aufholprozess bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung mit verfolgt werden. In den Gründungsjahren lag der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am BIP bei 0,8%, heute ist dieser Anteil fast viermal so hoch und Österreich liegt im Spitzenfeld der OECD Länder. Den größten Anteil an dieser Leistung haben für die wirtschaftsbezogene Forschung sicher die Firmen selbst erbracht.

Aber auch die seit 1968 funktionierende Unterstützung durch den FFF (Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft), und ab 2004 durch die FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH) hat nachweislich und entscheidend zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Ein paar Streiflichter durch die Geschichte sollen zeigen, welche Konzepte, Strategien und Leitbilder hier treibende Kräfte waren.

Autoreninformation:
Klaus Schnitzer war ab 1987 als wirtschaftlicher Begutachter beim FFF (Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft) tätig und ab 1992 als stellvertretender Geschäftsführer maßgeblich an der Entwicklung neuer Förderdesigns für Forschungsprojekte tätig; Nach Gründung der FFG leitete er bis 2015 die Basisprogramme

Leonhard Jörg arbeitet seit 2008 im Strategie-Team der FFG; Davor war er als Senior Consultant und Evaluator bei Technopolis Austria tätig


Wirkungen von FFG Förderungen in Unternehmen | Peter Kaufmann, Elisabeth Nindl

Seit über 40 Jahren werden in Österreich Wirkungsindikatoren zu F&E-Förderungen für Unternehmen systematisch erhoben. Dieses sogenannte Wirkungsmonitoring diente anfangs der laufenden Wirkungskontrolle der Förderungen des Forschungsförderungsfonds FFF und bildet nun die Basis für die Beobachtung von Veränderungen im Portfolio der Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Der vorliegende Artikel beschreibt die Entwicklung des Wirkungsmonitorings und fasst ausgewählte Ergebnisse seit 2011 zusammen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf den Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Verwertung der Projektergebnisse. Insgesamt liefert das kontinuierliche Monitoring der Wirkungen von F&E-Förderungen Informationen für das laufende Feedback an die Programmeigner, sowie Indikatoren zu den Leistungen eines Innovationssystems. 

Autoreninformation:
Peter Kaufmann ist seit 2011 bei der KMU Forschung Austria tätig und beschäftigt sich mit der Evaluation von Politikmaßnahmen im Bereich Forschung, Innovation und Technologie; unter anderem leitet er das Wirkungsmonitoring für das Portfolio der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG); Er verfügt über langjährige Erfahrung in Evaluationstheorie und -empirie, gehörte ua einer Expertenkommission der Europäischen Kommission zum Thema Evaluationsmethoden an und verfasst Evaluationsberichte für eine große Bandbreite von Förderprogrammen innerhalb der EU

Elisabeth Nindl ist seit 2017 bei der KMU Forschung Austria tätig und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Evaluierung von FTI-Politikmaßnahmen, wobei sie ua auf Spillover-Effekte und die empirische Überprüfung von innovativen theoretischen Modellen spezialisiert ist


Kurze Geschichte der Forschungsförderung für Unternehmen in Österreich - Zur Institutionalisierung der Forschungspolitik in der Zweiten Republik | Rupert Pichler

Die Einrichtung des FFF im Jahr 1968 war ein bedeutender Schritt für die Institutionalisierung der österreichischen Forschungspolitik. Nach jahrzehntelangen Diskussionen stand nun auch eine stabile Organisationsstruktur zur Forschungsförderung für Unternehmen zur Verfügung. Der FFF nahm rasch eine zentrale Position ein, an der die Politik kaum vorbei konnte.

Die Herausforderungen seit den 1980er Jahren und schließlich der EU-Beitritt führten zu einer fragmentierten und komplexen Akteurskonstellation, die den FFF unter Druck brachte. Als Folge wurde die Förderung angewandter Forschung in Form der FFG reorganisiert und damit das Verhältnis zwischen Politik, Förderungsagentur und Unternehmen neu ausbalanciert. 

Autoreninformation:
Dr. Rupert Pichler ist Leiter der Abteilung für Forschungs- und Technologieförderung im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie Autor mehrerer Bücher und Aufsätze zur Wirtschaftsgeschichte und Forschungspolitik