th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Produktivität: Alle Beiträge und Autoren

Abstracts zur Ausgabe 1/2017 der Wirtschaftspolitischen Blätter

Inhalt


Alexander C. Lembcke/Karen Maguire: Arbeitsproduktivität: Eine Herausforderung für alle Regionen – Highlights des OECD Regional Outlook 2016: Productive Regions for Inclusive Societies

Vorgestellt werden Highlights des OECD Regional Outlooks 2016: Productive Regions for Inclusive Societies, wobei der Fokus auf der Entwicklung in Österreich und Deutschland liegt, die teils konträr zur Entwicklung im Rest der OECD verläuft. Der Regional Outlook 2016 beleuchtet insbesondere zwei Herausforderungen, denen sich OECD-Länder stellen müssen.

Erstens: eine allgemeine Verlangsamung des Produktivitätswachstums, die alle Länder betrifft und die einen weiteren Anstieg des Wohlstands und der Lebensqualität in den Städten und Regionen in Frage stellt.

Zweitens: eine wachsende Kluft zwischen den Regionen innerhalb der OECD. Dabei übertrifft nicht nur die Produktivität in den führenden Regionen die im Rest des Landes, diese Divergenz betrifft auch das Produktivitätswachstum.  

Österreich und Deutschland widersetzen sich dieser Entwicklung auseinanderdriftender regionaler Produktivität, dies jedoch auf Kosten eines niedrigen Gesamtproduktivitätswachstums. Der Artikel schließt mit einigen der Empfehlungen des OECD Regional Outlooks 2016, die darauf abzielen, sowohl das Wachstum in den führenden Regionen zu fördern als auch den „Aufholprozess“ in jenen Regionen anzufachen, die bisher hinter den führenden Regionen zurückbleiben.

>> Gesamtbeitrag lesen

>> Zur Inhaltsübersicht

Klaus Weyerstraß: Der Einfluss der Investitionen auf die Arbeitsproduktivität

In Österreich wie auch in den meisten anderen Industrieländern hat sich das Wachstum der Arbeitsproduktivität in den vergangenen Jahren markant abgeschwächt. Dies ist problematisch, weil das Produktivitätswachstum bei sinkender Erwerbsbevölkerung einen wichtigen Treiber des Wirtschaftswachstums darstellt und sich zudem der Spielraum für Reallohnerhöhungen nach dem Produktivitätsfortschritt bemisst.

In diesem Beitrag wird gezeigt, dass der trendmäßige Rückgang der Investitionsquote eine wesentliche Ursache für die Abschwächung des Produktivitätswachstums darstellt. Reformen zur Stärkung der Sachkapitalbildung würden sich also auch positiv auf die Arbeitsproduktivität auswirken.

>> Gesamtbeitrag lesen

>> Zur Inhaltsübersicht

Sandra M. Leitner/Robert Stehrer: Die Produktionsverflechtung der verarbeitenden Industrie mit Unternehmensdienstleistungen – Segen oder Fluch?

In den vergangenen 20 bis 30 Jahren ist in der EU ein deutlicher Anstieg der Bedeutung von Dienstleistungen – vor allem Unternehmensdienstleistungen – für die verarbeitende Industrie zu erkennen, wobei ein nicht unbeträchtlicher Teil davon aus dem Ausland bezogen wird.

Vor diesem Hintergrund zeigt die empirische Analyse basierend auf den WIOD-Daten, inwiefern sich durch diese stärkere Verflechtung mit Unternehmensdienstleistungen für die verarbeitende Industrie in der EU Produktivitätszuwächse ergeben und welche besonderen Beschaffungskanäle – in Form von heimischen oder ausländischen Unternehmensdienstleistungen – stärkere Zuwächse mit sich bringen.

Die Ergebnisse verweisen auf den produktivitätsförderlichen Effekt einer stärkeren Verflechtung, vor allem mit ausländischen Unternehmensdienstleistungen, wovon vor allem kleinere Ökonomien – wie beispielsweise Österreich – als auch hoch- und mittelhochtechnologische Industrien profitieren.

>> Gesamtbeitrag lesen

>> Zur Inhaltsübersicht

Arnd Kölling: Wirtschaftsförderung auf dem Prüfstand: Welche Wirkungen haben öffentliche Subventionen auf die Produktivität von Betrieben?

Die Studie untersucht den Einfluss öffentlicher Förderung auf Produktivität, Ertrag, Investitionsverhalten und den technischen Stand der Produktionsanlagen für deutsche Betriebe im Zeitraum zwischen 1998 bis 2009. Dazu werden Daten des IAB-Betriebspanel verwendet und mithilfe eines bedingten Differenz-von-Differenzen-Ansatz sowie eines Matching-Verfahrens hinsichtlich verschiedener Indikatoren untersucht.

Geförderte Firmen scheinen nach der Förderung ein höheres Investitionsvolumen aufzuweisen. Jedoch gibt es Anzeichen, dass Investitionen durch die Förderung zeitlich verlagert werden. Außerdem gibt es keine Hinweise darauf, dass die Betriebe eine nennenswert höhere Produktivität und höhere Erträge aufweisen bzw sich der technische Stand der Produktionsanlagen erneuert.

Autoreninformation

Prof. Dr. Arnd Kölling ist Professor für Volkswirtschaftslehre insbesondere empirische Wirtschaftsforschung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR).

>> Zur Inhaltsübersicht

Christian Pfeifer/Joachim Wagner: Beschäftigungsstruktur und Produktivität: Empirische Befunde für deutsche Unternehmen 

Umfang und Ursachen von Produktivitätsunterschieden zwischen Firmen werden in der ökonomischen Forschung seit langer Zeit intensiv diskutiert. Hierbei stehen heute angesichts des demographischen Wandels und der zunehmenden Erwerbsbeteiligung von Frauen die Zusammenhänge zwischen der Zusammensetzung der Belegschaft nach Alter und Geschlecht mit der Produktivität mit im Zentrum des Interesses.

Wir untersuchen diese Fragestellung mit Längsschnittdaten für mehr als 4.000 deutsche Industrieunternehmen aus den Jahren 2003 bis 2006. Unsere zentralen Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Mit zunehmendem Alter der Belegschaft beobachten wir zunächst einen Anstieg und dann ein leichtes Abflachen der Produktivität. Die Produktivität ist positiv mit dem Anteil an höher qualifizierten Arbeitnehmern (insbesondere Akademikern) korreliert. Ein höherer Anteil von Frauen und Teilzeitbeschäftigten an den Beschäftigten geht mit einer geringeren Produktivität einher.

Autoreninformation

  • Christian Pfeifer ist Professor für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Angewandte Mikroökonomik an der Leuphana Universität Lüneburg.
  • Joachim Wagner ist Professor für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Empirische Wirtschaftsforschung an der Leuphana Universität Lüneburg.

>> Zur Inhaltsübersicht

Alfred Kleinknecht: Eine Produktivitätskrise durch die Deregulierung von Arbeitsmärkten?

Führende OECD-Länder erfahren in den letzten zehn Jahren eine schwere Produktivitätskrise. Dieser Beitrag argumentiert, dass die Deregulierung von Arbeitsmärkten nach den Rezepten der Angebotsökonomie negative Auswirkungen auf die Innovation hat.

Vor allem das Schumpeter-II-Innovationsmodell funktioniert in deregulierten Arbeitsmärkten nicht gut. Deregulierung von Arbeitsmärkten führt auch zu einer Verschiebung der Kräfteverhältnisse zwischen Kapital und Arbeit und damit zu automatischer Lohnzurückhaltung. Analysen mit Paneldaten zeigen, dass 1% weniger Lohnerhöhung zu 0.35%– 0.45% weniger Wachstum der Wertschöpfung pro Arbeitsstunde führt.

Autoreninformation

Infos auf der Website von Prof. em. Dr. Alfred Kleinknecht

>> Zur Inhaltsübersicht

Alexander Karmann/Cornelius Plaul/Felix Rösel: Zum Wohle! Produktivitätswachstum in der Gesundheitswirtschaft

In diesem Beitrag werden aktuelle Fragen zu Messung, Umfang, Wirkung und Determinanten von Produktivitätszuwächsen im Gesundheitssektor diskutiert. Produktivitätsgewinne in der Gesundheitswirtschaft sind größer und stabiler als die der Gesamtwirtschaft. Außerdem stiften sie einen unmittelbaren Nutzen für die Bevölkerung, wenn bei gegebenen Ressourcen mehr oder bessere Behandlungen möglich werden.

Die Politik kann über geeignete öffentliche Investitionen in Sach- und Humankapital sowie Spezialisierungs-und Professionalisierungsstrategien die Produktivitätsentwicklung in der Gesundheitswirtschaft fördern.

>> Gesamtbeitrag lesen

>> Zur Inhaltsübersicht

Bastian Lange: Updating Kultur- und Kreativwirtschaft: Neue Produktionslogiken und Wertschöpfungskonfigurationen als Herausforderung für Politik und Wissenschaft

Die Frage nach der Produktivität der Kultur- und Kreativwirtschaft fordert aktuell Wissenschaft und Praxis weltweit heraus:

Zum einen können klassische ökonomische Parameter wie Beschäftigung, Bruttowertschöpfung und Unternehmenszahlen zur Messung der Produktivität eines Sektors in der (fach-)politischen Debatte immer weniger die eigentlichen direkten und indirekten Leistungserträge dieses Branchenkonglomerats und seiner intersektoralen Bezüge, seiner Innovationsbeiträge sowie seiner indirekten Effekte auf Standortimage, regionales Branding und urbane Atmosphäre aufzeigen.

Zum anderen fehlen theoretische und fallexplorative Konzepte und Methodiken für eine adäquate Ansprache der konkreten sozialräumlichen Entwicklungen sowie cross-sektoraler, Innovations- und Spilloverprozesse in der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Der Beitrag nimmt diese konzeptionelle und methodische Leerstelle zum Anlass, um zu zeigen, wie sich Wertschöpfungskonfigurationen und Produktionslogiken in der Kultur- und Kreativwirtschaft relational vollziehen.

Autoreninformation

Bastian Lange, Dr. phil., ist Stadt- und Wirtschaftsgeograf. Er forscht im BMBF-geförderten Verbundprojekt COWERK und habilitiert sich an der Universität Leipzig. Seine Forschungstätigkeit konzentrierte sich zum einen auf Fragen der Wertschöpfung in Kreativmärkten. Zum anderen forscht er zur Rolle von sozialen Orte für offene Innovationsprozesse mit Institutionen, Zivilgesellschaft und kleineren und mittleren Unternehmen sowie Großkonzernen. Bastian Lange ist Mitglied im Verband der Geographen an Deutschen Hochschulen (VGDH), Mitglied des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung der HU Berlin, im Editorial Board der Zeitschrift International Journal for Creative Industries, seit 2013 nominiertes Mitglied im Auswahlgremium der staatlichen schwedischen Forschungsförderung Formas und im Jahr 2016 in der Jury der Wiener Wirtschaftsförderung. 

>> Zur Inhaltsübersicht

Peter Laukoter/Friedrich Schneider: Abschaffung der kalten Progression in Österreich – Eine empirische Analyse

Die österreichischen Regierungsparteien wollen die kalte Progression abschaffen bzw minimieren. Der Finanzminister hat ein Modell vorgelegt, in dem der Steuertarif bei Überschreitung einer Indexgrenze automatisch angepasst werden soll. Die Kanzlerpartei ist gegen eine Automatik und will die Gestaltungsmöglichkeit der Politik gewahrt wissen.

In dieser Arbeit werden die Wirkungsweise und das Volumen der kalten Progression in vier Szenarien für den Zeitraum 2017–2021 empirisch analysiert. Dabei zeigt sich, dass die kalte Progression im Basisszenario ein Volumen von insgesamt rund 4,3 Mrd Euro erreichen würde.

Im Szenario mit dem Konzept des Finanzministers reduziert sich dieser Betrag auf ein Volumen von rund 3 Mrd Euro. Das ist nur eine Milderung, aber keine Abschaffung der kalten Progression. In einem weiteren Konzept, mit jährlicher Anpassung des Steuertarifs, sinkt die kalte Progression auf einen Restbetrag von rund 375 Mio Euro. Damit wäre die kalte Progression weitgehend abgeschafft, aber diese Vorgangsweise verursacht einen beträchtlichen Aufwand.

Daher wurde ein Szenario durchgerechnet, in dem das Konzept des Finanzministers durch allgemeine Steuerabsetzbeträge ergänzt wurde, die in den Jahren ohne Tarifanpassung wirksam werden. Mit diesem Verfahren lässt sich ein ähnliches Ergebnis erreichen wie mit der jährlichen Tarifanpassung, aber mit einem wesentlich geringeren Aufwand.

Autoreninformation

  • Mag. Peter Laukoter, A-4203 Altenberg, Mitterweg 14
  • Prof. Dr. Friedrich Schneider, Institut für Volkswirtschaftslehre, Johannes Kepler Universität Linz, Altenbergerstraße 69, A-4040 Linz

>> Zur Inhaltsübersicht