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Dienstleistungen österreichischer Bilanzbuchhalter in Deutschland

Berufsberechtigung und Erbringung von Tätigkeiten in EU-Staaten 

Die EU-Berufsqualifikationsrichtlinie 2005/36/EG wurde im Bilanzbuchhaltungsgesetz in den §§ 71 -73 BibuG 2014 umgesetzt. Danach können ausländische Berufsberechtigte im Rahmen ihrer nationalen Berufsberechtigung Dienstleistungen in Österreich erbringen.

Ebenso sind alle EU-EWR-Länder verpflichtet, die Umsetzung der Richtlinie in den nationalen Gesetzen zu veranlassen.

Für österreichische Berufsberechtigte (Bilanzbuchhalter, Buchhalter, Personalverrechner lt. BibuG) ergibt sich dadurch die Möglichkeit, insbesondere im deutschsprachigen Raum aktiv zu werden.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten der Dienstleistungserbringung:

  1. Arbeiten über die Grenze
  2. Niederlassung in Deutschland - Partieller Zugang

1. Arbeiten über die Grenze

Österreichische Bilanzbuchhalter dürfen ihre Leistungen unter folgenden Bedingungen in Deutschland anbieten: 

  • Berufssitz in Österreich
  • Vorübergehende und gelegentliche Hilfeleistung in Steuersachen
  • Österreichische Berufsberechtigung nach BiBuG
  • Schriftliche Meldung an die Steuerberaterkammer München

Sie finden unter diesem Link ein Merkblatt und den Erfassungsbogen

Diese Meldung ist jährlich zu wiederholen, wenn nach Ablauf eines Kalenderjahres erneut die geschäftsmäßige Hilfestellung in Steuersachen in Deutschland erbracht werden soll.

Bescheinigung

Die Geschäftsstelle der Bilanzbuchhaltungsbehörde stellt Ihnen auf Anfrage die entsprechende Bescheinigung über Ihre aktive aufrechte Berufsberechtigung, Berufssitz in Österreich, Fehlen von Widerrufs-oder Suspendierungsgründen und das Vorliegen einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung zur Verfügung.

2. Niederlassung in Deutschland - Partieller Zugang

Wenn Sie sich mit Ihrer österreichischen Berufsqualifikation in Deutschland niederlassen wollen, besteht die Möglichkeit über Antrag – ebenfalls an die Steuerberaterkammer München – einen partiellen Zugang zu erhalten.

Voraussetzungen dafür sind (§ 3d STBerG):

  • Der Antragsteller ist zur Ausübung der beantragten Hilfeleistung in Steuersachen uneingeschränkt qualifiziert
  • Die Unterscheide zwischen der Tätigkeit des Antragstellers und der Tätigkeit eines Steuerberaters sind so groß, dass deren Ausgleich nur durch Ablegung der Steuerberaterprüfung möglich wäre
  • Die Tätigkeit des Antragstellers lässt sich von den anderen Tätigkeiten, die von einem Steuerberater zu erbringen sind, objektiv trennen.

Der Antrag muss folgende Informationen/Nachweise enthalten:

  • Name des Antagstellers, Geburtsdatum, Berufssitz, Berufsbezeichnung,
  • Tätigkeiten oder Tätigkeitsbereiche, die in Deutschland erbracht werden sollen
  • Nachweis über die Berufsqualifikation
  • Nachweis der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung