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Entrepreneurship Education

Ideen in die Tat umsetzen
Stand:

Investitionen in das unternehmerische Lernen lohnen sich. Umfragen zufolge gründen zwischen 15 und 20% der Schüler, die in der Sekundarstufe an einem Schülerfirmenprojekt teilnehmen, später ein eigenes Unternehmen. Auch junge Menschen, die kein Unternehmen gründen, profitieren vom unternehmerischen Lernen, da neben betriebswirtschaftlichen Kenntnissen unter anderem Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Kreativität, Durchsetzungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein gefördert werden.

Worum geht es bei Entrepreneurship Education? 

Das Problem: Vielen europäischen Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung gelingt es weiterhin nicht in ausreichendem Maße, die am Arbeitsmarkt erforderlichen Qualifikationen zu vermitteln. Schulen und andere Bildungseinrichtungen arbeiten nicht intensiv genug mit Unternehmen und Arbeitgebern zusammen, um das Lernen enger mit der Realität am Arbeitsplatz zu verknüpfen. Diese Diskrepanzen zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage stellen für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ein wachsendes Problem dar. 

Was die Wirtschaft braucht: Moderne, wissensbasierte Wirtschaftsräume benötigen Arbeitskräfte mit höheren, relevanteren Qualifikationen. Schätzungen zufolge wird der Anteil der Arbeitsplätze, die Qualifikationen auf tertiärer Ebene erfordern, in der Europäischen Union von 29% im Jahr 2010 auf 34% im Jahr 2020 ansteigen, während der Anteil der Arbeitsplätze für gering qualifizierte Arbeitskräfte im selben Zeitraum vom 23% auf 18% zurückgehen wird. In der modernen, dynamischen Arbeitswelt sind Querschnittskompetenzen wie kritisches Denken, Initiativgeist, Problemlösungsvermögen und Teamfähigkeit unerlässliche Voraussetzungen für das erfolgreiche Weiterkommen im Beruf.  

Die Lösung: Unternehmerisches Lernen wird in neuen Denkansätzen der Bildung als eine nachhaltige Maßnahme zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit besonders hervorgehoben. Mit der Entwicklung unternehmerischer Kompetenzen wird nicht nur die Gründung neuer Unternehmen gefördert, sondern die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen allgemein. 

Was die Wirtschaft fordert 

  • Unternehmerisches Lernen, Entrepreneurship Education sollte als Pflichtfach in die Curricula sämtlicher Schultypen aufgenommen werden.
  • Die Entwicklung der unternehmerischen Kompetenzen ist durch neue, kreative Lehr- und Lernmethoden, sowie problembasiertes Lernen, das arbeitspraktische Erfahrungen und direkte Kontakte zur Wirtschaft ermöglicht, zu fördern.
  • Alle jungen Menschen sollten mindestens eine unternehmerische Erfahrung gesammelt haben, bevor sie das Schulsystem verlassen.
  • Die Gründung eines Unternehmens sollte in der Bildungs- und Berufsorientierung stärker als mögliches Karriereziel herausgearbeitet werden.

Die Qualität der arbeitsmarktrelevanten Qualifikationen der jungen Menschen kann nur durch eine rasche Reform des Bildungssystems nachhaltig verbessert werden. Nur wenn der Wirtschaft ein entsprechendes Angebot an hoch qualifizierten Arbeitskräften zur Verfügung steht, kann der Wirtschaftsstandort gesichert und damit die hohe Lebensqualität weiterhin erhalten werden.