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Allgemeines

Stand:
Die Einlagensicherung und die Anlegerentschädigung sind in Österreich im Bundesgesetz über die Einlagensicherung und Anlegerentschädigung bei Kreditinstituten (Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz - ESAEG) geregelt. Bei diesen Bestimmungen handelt es sich um die Umsetzung von entsprechenden Richtlinien der EU in innerstaatliches Recht.
Jeder der fünf bei der Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Bank und Versicherung geführten Fachverbände unterhält eine Sicherungseinrichtung im Sinne des ESAEG. Dies sind:
Fachverband der Banken und Bankiers

Einlagensicherung der Banken & Bankiers GesmbH

Börsegasse 11
1010 Wien

Fachverband der Landes-Hypothekenbanken

Hypo-Haftungs-GesmbH

Brucknerstraße 8
1040 Wien

Fachverband der Raiffeisenbanken

Österreichische Raiffeisen Einlagensicherung eGen

Am Stadtpark 9
1030 Wien

Fachverband der Sparkassen

Sparkassen-Haftungs AG

Am Belvedere 1
1100 Wien

Fachverband der Volksbanken

Volksbank Einlagensicherung eG

Kolingasse 14-16
1090 Wien

Jedes Kreditinstitut mit Sitz in Österreich, das Kundeneinlagen entgegennehmen oder sicherungspflichtige Wertpapierdienstleistungen erbringen möchte, muss einer dieser 5 Sicherungseinrichtungen angehören, andernfalls erlischt seine Konzession zur Entgegennahme von Einlagen und Erbringung sicherungspflichtiger Wertpapierdienstleistungen. Ob und welche Konzession ein Kreditinstitut in Österreich hat, lässt sich auf der Website der FMA (http://www.fma.gv.at/de/unternehmen/banken.html) einsehen. Die Eigentümerstruktur eines Kreditinstituts ist sowohl für die Einlagensicherung als auch für die Anlegerentschädigung unerheblich; wesentlich ist das Vorliegen einer österreichischen Konzession.

Rechtlich unselbständige Filialen ausländischer Kreditinstitute, die im Rahmen der Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit in Österreich Einlagen entgegennehmen oder sicherungspflichtige Wertpapierdienstleistungen erbringen und daher keine österreichische Bankkonzession haben, unterliegen der Einlagensicherung bzw. der Anlegerentschädigung im Sitzstaat des Kreditinstitutes. Daher sind allfällige Ansprüche grundsätzlich nach den Rechtsvorschriften des Sitzstaates geltend zu machen. Diese ausländischen Kreditinstitute können hinsichtlich der in ihren Filialen in Österreich erbrachten sicherungspflichtigen Wertpapierdienstleistungen zusätzlich bei einer österreichischen Sicherungseinrichtung Mitglied werden (freiwillige Mitgliedschaft), sind dort aber nur so weit gesichert, als der Sitzstaat des Kreditinstituts mit der dortigen Pflichtsicherung nach Art und Umfang weniger sichert als Österreich.


Die wesentlichen Unterschiede:

EinlagensicherungAnlegerentschädigung
Auszahlungshöchstbetrag:EUR 100.000,--
in bestimmten Fällen EUR 500.000,-- (§ 12 ESAEG)
EUR 20.000,--
Selbstbehalt:Neinbei nicht-natürlichen Personen 10%

Auszahlungsfristen:Bis 31.12.2018: 20 Arbeitstage
Vom 01.01.2019 bis 31.12.2020: 15 Arbeitstage
Vom 01.01.2021 bis 31.12.2023: 10 Arbeitstage
Ab 01.01.2024: 7 Arbeitstage
3 Monate
Kundenantrag erforderlich:Nein
Ausnahme: Zeitlich begrenzt gedeckte Einlagen 
(§ 12 ESAEG)
Ja