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Wie läuft die Einlagensicherung in der Praxis?

Häufig gestellte Fragen

Stand:

Wann bekomme ich im Sicherungsfall mein Geld?

Die Sicherungseinrichtung zahlt die gesicherten Einlagen auf Verlangen des Kunden und
nach dessen Legitimierung innerhalb von 20 Arbeitstagen (bei Vorliegen von
außergewöhnlichen Umständen innerhalb von 30 Arbeitstagen) aus.
Soziale Härtefälle sowie Kleineinlagen auf legitimierten Konten bis zu einer Höhe von
EUR 2.000,-- sind zeitlich bevorzugt zu behandeln.
Um innerhalb der genannten Frist zu Ihrer gesicherten Einlage zu kommen, müssen Sie
daher zunächst

  • einen Antrag bei der Sicherungseinrichtung stellen
  • sich gegenüber der Sicherungseinrichtung legitimieren und
  • gegebenenfalls (zB Gemeinschaftskonten) ihren Anspruch auf angemessene Weise nachweisen.

In welcher Form bekomme ich im Sicherungsfall mein Geld?

Die Sicherungseinrichtung zahlt die gesicherten Einlagen in vollem Umfang (bis maximal
EUR 100.000,--) durch Überweisung auf ein vom Einleger angegebenes Bankkonto aus.

In welcher Währung bekomme ich im Sicherungsfall mein Geld?

Die Sicherungseinrichtung zahlt die gesicherten Einlagen ausschließlich in EUR aus,
ungeachtet dessen, ob das bzw. die gesicherten Konten auf eine andere, von der
Einlagensicherung umfasste Währung lauten; als Umrechnungskurs gilt der Wechselkurs
am Tag des Eintrittes des Sicherungsfalles.

Was geschieht mit meinem restlichen Guthaben, das den gesicherten, an mich
ausbezahlten Teil überschreitet?

Der von der Sicherungseinrichtung an Sie ausbezahlte Betrag wird von Ihrem
Gesamtguthaben beim Kreditinstitut abgezogen. Das verbleibende Restguthaben können
Sie im Insolvenzverfahren als Forderung anmelden.

Was geschieht mit meinen Einlagen und Krediten im Falle der Insolvenz meines
Kreditinstitutes?

Im Falle der Insolvenz Ihres Kreditinstituts können Guthaben (z.B. aus Spareinlagen) mit
Verbindlichkeiten gegenüber dem Kreditinstitut (z.B. aus einem Kredit) aufgerechnet
werden.

Beispiel: Ein Guthaben in der Höhe von EUR 200.000,-- steht einem Kredit in der Höhe
von EUR 200.000,--, den Sie beim gleichen Kreditinstitut haben, gegenüber. Guthaben
können mit Verbindlichkeiten in voller Höhe aufgerechnet werden. Die Aufrechnung ist in
der Insolvenz gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend zu machen.

Was kann ich unternehmen, wenn ich mit dem errechneten Entschädigungsbetrag
nicht einverstanden bin?

In diesem Fall müssen Sie der Sicherungseinrichtung Unterlagen, die Ihren Anspruch
nachweisen, übermitteln. Die Sicherungseinrichtung wird Ihren Anspruch auf Grundlage
der Unterlagen nochmals prüfen und mit Ihnen anschließend Kontakt aufnehmen. Erfolgt
keine Einigung, ist beim zuständigen österreichischen Gericht eine entsprechende Klage
einzubringen, das dann mittels Urteil über die Höhe eines allfälligen Auszahlungsbetrages
entscheidet.

Wer kann bei einem Losungswortsparbuch den gesicherten Betrag geltend machen?

Diejenige Person, welche das mit einem Losungswort gesicherte Sparbuch der
Sicherungseinrichtung vorlegen, und das korrekte Losungswort nennen kann, gilt als
berechtigt, den gesicherten Betrag geltend zu machen. Vor Auszahlung hat sie sich aber zu
legitimieren, damit es zu keiner Überschreitung des Auszahlungshöchstbetrages pro Person
kommen kann.

Gibt es eine Frist zur Antragstellung?

Für die gesicherten Einlagen gilt die gesetzliche Verjährungsfrist von 30 Jahren. Ansprüche
aus der Anlegerentschädigung müssen binnen eines Jahres ab Eintritt des Sicherungsfalles
gestellt werden.

Was kann ich tun, wenn ich die Frist zur Geltendmachung der Anlegerentschädigung versäumt habe?

Sollten Sie die im Gesetz vorgesehene Frist zur Geltendmachung der
Anlegerentschädigung unverschuldet (z.B. Krankheit, Dienstreise) versäumt haben und
dies nachweisen können, kann die Sicherungseinrichtung die Frist verlängern.