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Einlagensicherung: Woher kommt das Geld für die Auszahlung?

Häufig gestellte Fragen

Stand:

Das Bankwesengesetz (BWG), das in Österreich die Einlagensicherung regelt, sieht in § 93a vor, dass in einem Einlagensicherungsfall die zuständige Sicherungseinrichtung von ihren Mitgliedsinstituten unverzüglich Beiträge einfordert, aus denen sie dann die gesicherten Einlagen auszahlt.

Das BWG stellt sicher, dass die Sicherungseinrichtung jedenfalls in der Lage ist, allen Auszahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Können ihre Mitgliedsinstitute der Sicherungseinrichtung im Einlagensicherungsfall nicht ausreichend Mittel zur Verfügung stellen, ist sie zu folgender Mittelbeschaffungsreihenfolge autorisiert:

  1. Die vier anderen sektoralen Sicherungseinrichtungen stellen den fehlenden Betrag
    anteilsmäßig im Verhältnis ihrer eigenen sicherungspflichtigen Einlagen zur Verfügung.
  2. Wird die anteilsmäßige Leistungspflicht der vier anderen sektoralen
    Sicherungseinrichtungen überschritten, nimmt die erstbetroffene Sicherungseinrichtung den noch fehlenden Betrag auf dem Geld- oder Kapitalmarkt auf. Für solche
    Fremdmittelaufnahmen kann das Bundesministerium für Finanzen (BMF) eine Garantie
    übernehmen, um günstigere Zinskonditionen zu ermöglichen.
  3. Die Sicherungseinrichtungen müssen zudem in der beschriebenen Reihenfolge nur
    Auszahlungen bis zu maximal EUR 50.000,-- je Einleger finanzieren. Den gesicherten
    Restbetrag über EUR 50.000,-- bis zu maximal EUR 100.000,-- je Einleger stellt das BMF
    der betroffenen Sicherungseinrichtung zur Auszahlung zur Verfügung.