th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Rechtliche Informationen für Betriebe

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

Unterschied zwischen Asylwerbern, Asylberechtigten, anerkannten Flüchtlingen bzw. Subsidiär Schutzberechtigten

Asylwerber sind Personen, die in Österreich erstmals einen Asylantrag (Antrag auf Aufnahme und internationalen Schutz) gestellt haben. Ihr Asylverfahren ist also noch nicht rechtskräftig abgeschlossen worden. 

Asylberechtigte (= anerkannte Flüchtlinge) sind Personen, deren Asylverfahren mit positivem Bescheid abgeschlossen wurde. Es wurde im Verfahren die Flüchtlingseigenschaft im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention – begründete Furcht vor persönlicher Verfolgung - festgestellt. 

Subsidiär Schutzberechtigte sind Personen, bei denen im Asylverfahren festgestellt wurde, dass zwar keine persönlichen Verfolgungsgründe, dafür aber subsidiäre Schutzgründe vorliegen, wie z.B. drohende Folter- oder Todesstrafe im Herkunftsland, innerstaatlicher oder internationale Konflikte mit Lebensbedrohung. Auch Personen, denen der Asylstatus aberkannt wurde, erhalten bei Vorliegen dieser Schutzgründe subsidiären Schutz.

Subsidiär Schutzberechtigte haben ein vorübergehendes Aufenthaltsrecht. Dieses kann verlängert werden, wenn die subsidiären Schutzgründe weiter vorliegen (z.B. Andauern der Konfliktsituation).

Die Beschäftigungsmöglichkeiten von Flüchtlingen hängen vom jeweiligen Status ab:

  • Asylwerber dürfen derzeit nur als Saisoniers im Tourismus und in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt werden (Beschäftigungsbewilligung erforderlich).
  • Jugendliche Asylwerber bis zu 25 Jahren dürfen in allen Lehrberufen, in denen ein nachgewiesener Lehrlingsmangel bzw. in Mangelberufen beschäftigt werden (Beschäftigungsbewilligung erforderlich).
  • Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte haben freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt (keine Beschäftigungsbewilligung erforderlich). Es gelten hinsichtlich ihrer Beschäftigung dieselben Vorschriften wie für die Beschäftigung von österreichischen Staatsangehörigen.

Grundsätzlich dürfen Asylwerber nicht beschäftigt werden. In folgenden Ausnahmen ist eine Beschäftigung aber dennoch möglich:

  • Aufgrund eines Erlasses ist eine Beschäftigung als Saisonier mit Beschäftigungsbewilligung zulässig. Näheres dazu unter folgendem Link.  
  • Für jugendliche Asylwerber bis zu 25 Jahren gibt es in allen Lehrberufen, in denen ein nachgewiesener Lehrlingsmangel besteht (diese werden auf Landesebene festgelegt) sowie in den Mangelberufen der Rot-Weiß-Rot - Karte die Möglichkeit der Erteilung einer Beschäftigungsbewilligung für die Dauer der Lehrzeit.

    Informationen zu den Mangelberufen in Ihrem jeweiligen Bundesland finden Sie hier oder bei Ihrer regionalen Geschäftsstelle des AMS.

Voraussetzung für die Erteilung einer Beschäftigungsbewilligung ist in beiden Fällen u.a., dass der Asylwerber zumindest seit drei Monaten zum Asylverfahren zugelassen ist.

Asylwerber dürfen unter bestimmten Voraussetzungen ein Volontariat absolvieren:

Volontäre sind Personen, die ausschließlich

  • zum Zweck der Erweiterung von praktischen Kenntnissen und Fähigkeiten
  • ohne Arbeitspflicht und ohne Entgeltanspruch

in einem Betrieb tätig werden.

 

Nähere Information zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen finden Sie auch in unseren FAQs

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.