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Fördern und an richtiger Stelle fordern

In ihrer noch jungen Rolle als WKK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende setzt Astrid Legner darauf, sich direkt vor Ort bei den Unternehmerinnen Anregungen, Anliegen und Wünsche abzuholen und mit Frau in der Wirtschaft Kärnten als starkes Netzwerk und Servicestelle zu begleiten. Gleichzeitig will sie wichtige Forderungen an entsprechender Stelle positionieren und gemeinsam mit dem Team neue Angebote rasch umsetzen.
Astrid Legner, Vizepräsidentin Wirtschaftskammer Kärnten
© FiW/Anita Arneitz

„Die Unternehmerinnen dort abholen, wo ihr Wirtschaften passiert und genau zuhören“ – das ist das Motto der neuen FiW-Landesvorsitzenden Astrid Legner, das sie gleich zum Start ihrer Funktion bei einer Tour durch ganz Kärnten unter Beweis stellt. „Wir setzen uns für die Unternehmerinnen in Kärnten und ihre Anliegen ein und holen sie direkt in ihren Betrieben ab“, so Legner.

Herausforderung Homeoffice

Von zu Hause aus zu arbeiten ist für viele Selbstständige nicht gänzlich neu und doch bringt das Jahr 2020 völlig neue Herausforderungen mit sich. „Plötzlich gibt es daheim nicht nur ein Büro. Auch der Partner ist im Homeoffice und selbst die Schul-Agenden der Kinder verlagern sich ins Wohnzimmer“, beschreibt Legner die zugespitzte Lage. „Oft fehlt es an Infrastruktur, weil in der Familie beispielsweise nicht ausreichend Computer vorhanden sind. Rollen innerhalb des Familienverbands verändern sich, Homeoffice und Familienbetreuung werden vermischt. Da schlittern viele Unternehmerinnen schnell in die Mehrfachbelastungs-Falle.“ Gleichzeitig macht Legner auf den raschen Handlungsbedarf in punkto Rechtssicherheit, Arbeitszeiten und Datenschutz im Homeoffice aufmerksam. „Es müssen branchenspezifische Lösungen her, denn nicht jeder Wirtschaftszweig ist Homeoffice-geeignet.“  

Es braucht zeitgemäße Rahmenbedingungen

„Unternehmerinnen zeichnet besonders die Tatsache aus, dass sie ständig in Bewegung bleiben. Sie passen sich an verschiedene Herausforderungen rasch an, erfinden sich und ihre Betriebe streckenweise komplett neu – und das mit einer außerordentlichen Portion Leidenschaft“, zeigt sich die FiW-Vorsitzende vom Elan der Kärntner Unternehmerinnen begeistert. „Egal ob Ein-Personen-Unternehmen oder größerer Betrieb: Sie übernehmen Verantwortung für sich und ihre Mitarbeiter und leisten einen wertvollen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beitrag für das Land.“ Dieser Einsatz verlangt Wertschätzung und den sieht Legner unter anderem in der zeitgemäßen Anpassung der unternehmerischen Rahmenbedingungen: „Viele Bestimmungen benötigen dringend Evaluierungen und Anpassungen. Unternehmerinnen müssen ständig am Puls der Zeit sein. Das Gleiches fordere ich allerdings auch von den politischen, gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Denn es sind unsere Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen und erhalten.“ Eine Chance sieht Legner auf lange Sicht in sinnvollen Steuersenkungen und dem Abbau der überbordenden Bürokratie. 

Weitblick ist gefragt

Die Ausweitung des Härtefallfonds auf zwölf Monate begrüßt Legner: „Es gilt, sich aktiv mit Themen auseinanderzusetzen, die in naher Zukunft auf unsere Unternehmerinnen zukommen. Es braucht rasch Ideen und Lösungen für eventuelle Rückführungen und Auflösungen von Stundungen oder den Ausblick für langfristig sinnvolle Investitionen, um nur zwei Beispiele zu nennen.“  

Netzwerk als Teil des Fundaments

Gerade in herausfordernden Zeiten beweisen gute Netzwerke ihre immense Bedeutung. „Jede Kärntner Unternehmerin ist per se Teil von Frau in der Wirtschaft Kärnten. Wir sind kein elitärer Verein“, unterstreicht Legner die Offenheit des Netzwerks. Die Möglichkeit von Veranstaltung ist derzeit zwar stark eingeschränkt, dennoch kommt der Austausch nicht zum Erliegen. „Der Netzwerkgedanke wird in Form von persönlichem Austausch oder Besuchen in kleiner Runde weitergelebt“, so Legner. Frau in der Wirtschaft entwickelt dafür und für das Sichtbarmachen von Unternehmerinnen stets neue Formate. „Die ersten Online-Netzwerk-Treffen sind bereits über die Bühne gegangen und demnächst gibt es eine neue Aktion für unsere Unternehmerinnen“ verrät Legner. Bewährte Projekte wie die Sommerbetreuungsplattform, „Unternehmerin macht Schule“ oder die FEMcademy laufen weiter.

Mit dem kürzlich durchgeführten „Power-Weekend für Unternehmerinnen“ bietet Frau in der Wirtschaft rasch Hilfestellung in Sachen Stressmanagement und mentaler Unterstützung. „Die Idee entstand auf Basis einer Umfrage unter 300 Unternehmerinnen, die diesen Bedarf deutlich sichtbar gemacht hat“, so Legner. Folgeangebote sind bereits in Ausarbeitung.  

Da sein, wenn es darauf ankommt

„Es geht vor allem darum, den Unternehmerinnen klar zu zeigen: Wir sind für euch da“, unterstreicht Legner. „Das umfasst sowohl Gespräche und Hilfestellungen also auch unsere vielseitigen Serviceangebote.“

Besonders wenn es um den Härtefallfonds geht, haben Kärntens Unternehmerinnen mit FiW-Landesgeschäftsführerin Tanja Telesklav eine engagierte und kompetente Ansprechpartnerin. „Jede Unternehmerin kann sich bei uns melden. Wir helfen bei anfallenden Fragen“, verspricht Telesklav. Sie appelliert an Kärntens Wirtschaftstreibende unbedingt für den Härtefallfonds, den Fixkostenzuschuss oder den Familienhärteausgleich einzureichen. Das Büro von Frau in der Wirtschaft unterstützt dabei als Serviceeinrichtung.