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Frau in der Wirtschaft. Forderungsprogramm 2019

Stand:

Betriebe entlasten. Unternehmerinnen stärken.

Die finanzielle Entlastung der österreichischen Betriebe ist nicht nur für mittlere und große, sondern auch für kleinere Unternehmen ein zentrales Thema.
Frau in der Wirtschaft fordert daher:

  • Büro im Wohnungsverband steuerlich begünstigen
    Weil der Arbeitsplatz von Ein-Personen-Unternehmerinnen oft im Wohnungsverband liegt, soll die steuerliche Berücksichtigung von Aufwendungen  für ein Arbeitszimmer auch dann möglich sein, wenn der Mittelpunkt der Tätigkeit zwar außerhalb des Arbeitszimmers liegt, aber kein anderer Arbeitsplatz verfügbar ist. Dafür sollen jährlich 1.500,- Euro pauschal steuerlich abzugsfähig sein.

  • Grenze für sofort abschreibbare geringwertige Wirtschaftsgüter auf 1.500,- Euro erhöhen
    Die geltende Grenze von 400 Euro für sofort abschreibbare Wirtschaftsgüter besteht seit 1983 und ist nicht mehr zeitgemäß. Die Anhebung der Grenze auf 1.500,- Euro macht Investitionen auch für kleinere Unternehmen attraktiver. Nach erfolgter Anhebung sollt der Betrag laufend indexiert werden.

Vereinbarkeit fördern. Arbeit schaffen.  

Für Unternehmerinnen mit Kind/ern ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine große Herausforderung. Die Betreuungsangebote für Kinder müssen flexibel weiterentwickelt werden. Damit sind auch zusätzliche Arbeitsplatzeffekte in strukturschwachen Regionen verbunden.
Frau in der Wirtschaft fordert daher: 

Kinderbetreuungsangebot ausbauchen

  • Die Betreuungsquote der unter dreijährigen Kinder muss zeitnah auf 33 Prozent (Barcelona-Ziele) gesteigert werden. Neben dem quantitativen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze muss auch die Betreuungsqualität gesichert sein.

8 Forderungen von Frau in der Wirtschaft

  • Vereinheitlichung der schulautonomen Tage
    Nach Umsetzung der einheitlichen Herbstferien sollen auch die restlichen schulautonomen Tage in ganz Österreich vereinheitlicht werden, um die Planbarkeit für Eltern zu erhöhen. 

  • Kinderbetreuungsangebote während der Ferien
    In den Sommerferien soll an Pflichtschulen eine zeitgemäße Ferienbetreuung angeboten werden. Dabei sollen schulische Förderungsangebote und außerschulische Betreuungsangebote vor Ort unter Einbindung entsprechender Institutionen und Vereine integriert werden.

  • Personenbetreuer einsetzen
    Lücken in der Betreuung von Kindern insbesondere zu Randzeiten und im ländlichen Raum sollen gemeinsam mit dem Gewerbe und Personenbetreuung geschlossen werden können.

  • Familienfreundlichkeit fördern
    Die Erhöhung und Ausweitung der steuer- und sozialversicherungsfreien Zuwendungen des Arbeitgebers an Arbeitnehmer für Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert Familienfreundlichkeit und stärkt Mitarbeiterbindung. 

Bildung verbessern. Unternehmertum fördern.

  • Entrepreneurship besser in Bildungseinrichtungen verankern
    Wirtschafts- und Finanzunterricht muss fixer Bestandteil der Allgemeinbildung werden. Unternehmertum sowie grundlegendes Wirtschafts- und Finanzverständnis sollen fix in Lehr- und Ausbildungspläne integriert werden. Die internationalen Best-Practice-Projekte "Unternehmerführerschein" und "JUNIOR - Schüler gründen Unternehmen" sind nachhaltig im österreichischen Schulsystem zu implementieren.

  • ORF-Bildungsauftrag für Kinder verbessern
    Zur Verbesserung der Englischkenntnisse sollen (Kinder-)Sendungen im Zweikanalton angeboten werden. Die Themen Ausbildung, Berufswahl sowie Wirtschafts- und Finanzwissen sollen in entsprechenden Formaten vermittelt werden. In der TVthek soll es ein eigenes Kinderarchiv geben.

  • Native-Speaker nützen
    Native Speaker sollen als Begleitpersonen Projekt-, Sport-, Landschulwochen oder Skikurse betreuen, um so die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

  • Coding in Pflichtschulen
    In allen Pflichtschulen soll das Wahlpflichtfach Coding eingeführt werden.

Funktionärinnen fördern. Wirtschaftskammer weiterentwickeln.

  • Mehr Funktionärinnen in der Wirtschaftskammer
    Der weiter wachsende Anteil von Unternehmerinnen unter den Mitgliedern muss zu einer Weiterentwicklung der Interessenvertretung der Wirtschaft führen: Der Anteil von Funktionärinnen in Sparten, Fachgruppen, Innungen und Gremien der Wirtschaftskammer soll spürbar erhöht werden.