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Leichter, gesünder und sicherer arbeiten

Strukturiert eigene Ressourcen stärken


Leichter, gesünder und sicherer arbeiten
© mohamed Hassan/Pixabay

Erholt aus dem Urlaub. Unerwartetes im Betrieb managen. Bei Belastungen direkt an der Quelle ansetzen. Gerade auch für EPU und KMU sind Gesundheit und Sicherheit wichtig. Doch im Alltag wird schnell mal darauf vergessen. Deshalb lud Frau in der Wirtschaft Kärnten die arbeitspsychologische Sicherheitsberaterin der SVS, Katharina Göttlicher, zum Online-Talk mit Tipps und neuen Lösungsideen für herausfordernde Situationen. 

Gestürzt aus Unausgeschlafenheit. Fehler gemacht aus Zeitdruck. Genervt von komplizierten Softwareprogrammen. Katastrophales Pausenmanagement oder Urlaub ohne Erholung. „Gerade EPU und KMU vergessen im Alltag darauf, auch auf sich zu schauen und präventiv etwas gegen persönliche Belastungen zu tun“, wissen Astrid Legner, WK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende sowie Nicole M. Mayer, stellvertretende FiW-Landesvorsitzende. Deshalb organisierte Frau in der Wirtschaft Kärnten einen Online-Talk mit Katharina Göttlicher. Sie ist arbeitspsychologische Sicherheitsberaterin bei der SVS und Ansprechpartnerin für das kostenlose Beratungsangebot der SVS. Jede Unternehmerin kann nämlich bei der SVS kostenlos und freiwillig eine Beratung in Anspruch nehmen, um neue Lösungsimpulse für den Alltag zu bekommen. Die Terminvereinbarung erfolgt unkompliziert per E-Mail, die Beratung daraufhin persönlich oder per Telefon.  

Gemeinsam gesund und stark

„Psychologie kann einen wertvollen Beitrag zum Arbeits- und Gesundheitsschutz leisten, nur ist das vielen nicht bewusst. Wer merkt, irgendetwas stimmt nicht oder etwas soll verändert werden, aber man weiß nicht wie, der sich bei uns informieren“, erklärt Göttlicher. Was arbeite ich und wie arbeite ich, stehen dabei im Mittelpunkt. „Oft geht es gar nicht um das Wissen. Ich weiß, was gesund wäre, aber ich weiß nicht, wie ich es als Unternehmerin in meinem Leben umsetzen kann.“ Hierbei wird in der Beratung im ersten Schritt immer bei der Quelle der Belastungen angesetzt, erst danach bei sich selbst. „Es geht um Bedingungen, die verändert werden können. Gewisse Dinge müssen nicht immer auf die harte Tour gelernt werden, sondern auch im Austausch mit anderen.“ 

Belastungsquellen definieren und verändern

Was ist derzeit die größten Herausforderungen? Wie sieht ein Tag aus, der gut läuft? Wie sieht ein kritischer Tag aus? Was sind die drei gefährlichsten Situationen im Arbeitsalltag? Wer sich diesen Fragen stellt, entlarvt seine persönlichen Belastungsquellen und kann etwas für mehr Gesundheit sowie Sicherheit im eigenen Unternehmen tun.

Typische psychologische Belastungsquellen von Selbstständigen sind: 

  • Gründungsbedingungen – zum Beispiel aus finanziellen Gründen, aus der Arbeitslosigkeit heraus, aus Gründen der Selbstverwirklichung?
  • Arbeitsinhalte wie der persönliche Umgang mit Autonomie
  • Soziale Beziehungen wie Anerkennung und Work-Family
  • Arbeitsorganisation wie verschiedene Rollen, Unplanbarkeit, komplexere Welt, Flexibilität
  • Gesellschaftliche Faktoren wie Unterstützung für das Unternehmertum
  • Business Faktoren wie Finanzielles, Bürokratie, Gesetze, Rechtliches uvm.
  • Technik, Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung
  • Das eigene Selbst mit Haltung, Einstellung und Erwartungen

All diese Bereiche können zum Beispiel ein Thema in der kostenlosen Beratung der SVS sein und von einer Belastungsquelle in eine Ressource verwandelt werden. „Es geht um den Leistungserhalt, die Reduktion von Belastung, das Erkennen und Stärken von Ressourcen, Prävention, Vermeidung von Unfällen und die persönliche Weiterentwicklung“, sagt Göttlicher. Also, nicht nur arbeiten, sondern auch mal mit Impulsen von außen darüber nachzudenken, wie man arbeitet. 

Praktische Tipps für den Alltag

  • Tägliche Pausengestaltung
  • Störungen minimieren: fixe Zeiten, an denen man für Kunden erreichbar ist
  • Arbeitszeitprotokolle
  • Auslagern von Tätigkeiten
  • Benutzerfreundliche Software
  • So wird der Urlaub erholsam: Erholung fliegt einem nicht zu, sie muss geplant sein. Es braucht die Möglichkeit, um abzuschalten, sich zu distanzieren und dann in Regeneration zu gehen. Am letzten Urlaubstag an die Arbeit denken? Ist ganz normal und in Ordnung.
  • Umgang mit Unvorhersagbarkeit: aus Situationen lernen, aber auf strukturierte Weise. Damit kann das Management von Unerwartetem zur Routine werden.

Rückfragen: 

Dr. Katharina Göttlicher  
T: 050 808 9688
E: sg.ktn@svs.at