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Wenn Diversity zum Schneeballeffekt wird: Marktsondierungsreise zur Dublin Tech Summit

Neue Impulse und internationale Kontakte holten sich Unternehmerinnen beim gemeinsamen Businesstrip ins europäische „Silicon Valley“.

Vorleben, motivieren, unterstützen: Manchmal braucht es nicht viel, um frischgebackene Gründerinnen und gestandene Unternehmerinnen dazu zu bringen, größer zu denken und über die eigenen Landesgrenzen hinaus zu denken. Das wurde den TeilnehmerInnen der ersten Marktsondierungsreise von Frau in der Wirtschaft Kärnten und dem Außenwirtschaftscenter Dublin bei jedem Termin stärker bewusst. Längst gilt Irland als der IT-Hotspot Europas.

Marktsondierungsreise nach Dublin zur Tech Summit
© Anita Arneitz Martina Winkler (Rigana), Paula Fitzsimons (Acorns), Anna Dobson (Lovemochuisle), WK VP Carmen Goby, Nicole Mayer (Trispirit GesBr), Josef Treml (AC Dublin), Alessia Sasina (WK), Isabella Hold (Babybox by Mamabo), Vickey Leigh Rush & Eamon Sayers (GEC)

Förderungen anders denken und kommunizieren

Von LinkedIn über Google bis hin zu Oracle Netsuite und Tausenden Start-ups, sie alle sind in Dublin zu finden. Und der hohe Frauenanteil ist kein Zufall. Sowohl die Unternehmen selbst als auch die Regierung haben erkannt, dass Diversity die Wirtschaft besser und schneller wachsen lässt. „Eine Maßnahme die in Irland mit verantwortlich dafür ist, dass zunehmend Frauen international agierende Firmen im technischen Bereich gründen, ist das gezielte Labeling der Fördergelder. Sowohl Banken als auch die entsprechenden Vertretungen und Inkubatoren haben alle eigene Förder-Calls für Frauen. Die Förderungen werden 50:50 an Männer und Frauen ausgezahlt. Die Abwicklung und das Geld ist das Gleiche. Was sich unterscheidet, ist die Art der Kommunikation“, berichtet Carmen Goby, WK-Vizepräsidentin und Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Kärnten. Das habe bei allen Institutionen zu einem deutlichen Anstieg der Gründungen von Frauen geführt – und zwar in skalierbaren, technologischen Geschäftsbereichen. Eine Förderpolitik, die auch in Kärnten Sinn machen würde.  

Diversity-Wissenstransfer nach Kärnten

Für die Unternehmerinnen war das Highlight der Reise der Besuch der Technologie- & Innovationsmesse Dublin Tech Summit, die bei Speakern und Teilnehmern bewusst auf einen 50 prozentigen Frauenanteil achtet. Von den Tech-Profis konnten die Unternehmerinnen viele wertvolle Tipps und Tools mit nach Hause nehmen - vor allem aber auch einen bestimmten Mindset. Nämlich selbst zum Role-Model werden, andere zu inspirieren und mit kleinen Schneebällen mehr Diversity in Unternehmen und die Wirtschaft bringen. 

Höhepunkte im Zeitraffer 

Der Impulsgeber:

Dublin Tech Summit: Visitenkarten? Überraschte Blicke. Vernetzt wird international fast ausschließlich via LinkedIn. Aber das funktioniert nachhaltig. Selbst mit den hochkarätigen Vortragenden. Dazu gesellte sich auch Carmen Goby. Auf der Bühne diskutierte sie über Diversity. 

Die big player am Tech-Markt:

LinkedIn EMEA Headquarter: Nichts geht mehr im Business ohne die Vernetzungsplattform. Was das Unternehmen auszeichnet und wie Diversity in den Büroräumen in Dublin gelebt wird, zeigte der Kärntner Stefan Wölcher, der gerade vor Ort ein Traineeprogramm absolviert.

Google EMEA Headquarter: Kostenloses Essen, Fitnesscenter, Schwimmbad: Junge Mitarbeiter schätzen diese Annehmlichkeiten bei den big playern der Branche. Wie die Unternehmenskultur im Alltag gelebt wird, verrieten die Österreicherinnen Rafaela Artner und Katharina Klinger.

Oracle EMEA Headquarter/Netsuite: Auch bei Netsuite von Oracle arbeiten deutschsprachige Frauen in Führungspositionen sowie Franziska von Patow aus Deutschland und Manuela Mohr-Zydeck aus der Steiermark.  

Die Unterstützer und Förderer von irischen Gründerinnen

Dublin Chamber of Commerce: CEO Mary Rose Burke erklärte, was den Standort Dublin so attraktiv macht und wie Frauen gefördert werden, unterstützt von Catherine Moroney, Head of AIB Business Banking for AIB Bank in Ireland. Moroney wurde bereits mehrfach als Leaderin ausgezeichnet und initiierte ein erfolgreiches Mentoring- und Förderprogramm für Frauen auf Basis einer Studie. Der Austausch untereinander und das Netzwerken mit anderen Unternehmerinnen hat dabei klare Priorität.

Guiness Enterprise Centre: In den ehemaligen Lagerhallen von der Brauerei Guiness ist jetzt ein Business Inkubator untergebracht, der an die 5000 Start-ups unterstützt. Direkt am Gelände sind 85 Unternehmen mit rund 400 Mitarbeitern angesiedelt. Dazu gehört die Physiotherapeutin Sonia Neary von Wellola Tech, die mit einem Patienten-Management-Tool für Furore sorgt. Conor Carmody vom Dublin Business Innovation Centre hilft dabei solche Ideen groß zu denken und skalierbar zu machen. Auch Paula Fitzsimons greift Jungunternehmerinnen beratend unter die Arme wie der Designerin Anna Dobson, die inzwischen mit ihrer Kollektion aus irischem Tweed international Fuß gefasst hat.

Enterprise Ireland: Hier ist Sheelagh Daly als „Female Entrepreneurship Manager“ für den Erfolg von speziellen Förderungen für Frauen verantwortlich. Durch spezielle Frauen-Calls konnte am Markt Erstaunliches in kurzer Zeit bewirkt werden. 

Die Österreicherinnen in Dublin

Das Außenwirtschaftscenter Dublin organisiert regelmäßig einen Austrian Business Circle, bei dem sich Österreicher aus verschiedenen Branchen treffen und austauschen. Bei einem Abendessen hoch über den Dächern von Dublin gaben die Auswanderinnen Bernadette Thalhammer und Eva-Maria Oberauer Einblick in ihr Leben in Irland. Thalhammer programmiert Spiele mit Augmented Reality, Oberauner ist Thrillerautorin und hat eine Buchstory sogar in der Techszene Dublins angelegt. 

Tipps für Unternehmerinnen, die internationaler handeln wollen

  • Die Wirtschaftskammer hat 660 ExpertInnen in mehr als 100 Stützpunkten auf fünf Kontinenten und 140 Fachleute im Inland, die Unternehmen mit Länderinformationen, Branchenwissen und Kontakten unterstützten.
  • Wer einen neuen Markt bearbeiten will, bekommt über die Exportförderung go international 50 Prozent der Ausgaben gefördert. Dazu gehören Marketingmaßnahmen, Reisekosten, Digitalisierungsmaßnahmen, Unternehmens-, Rechts- und Steuerberater und vieles mehr. Infos: www.go-international.at
  • Am 3. Juli kommen 30 Wirtschaftsdelegierten nach Klagenfurt und beantworten vor Ort Fragen der Unternehmerinnen. www.exporttag-ktn.at

Rückfragen:

Wirtschaftskammer Kärnten
Frau in der Wirtschaft
Mag. Tanja Telesklav
T 05 90 90 4-731
E tanja.telesklav@wkk.or.at

Wirtschaftskammer Kärnten
Außenwirtschaft und EU
Mag. Alessia Sasina
T 05 90 90 4-753
E alessia.sasina@wkk.or.at