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Goldrichtig mit DI Iris Ortner

 „Wir sind ohne einander nichts“...
GF IGO DI Iris Ortner und WK Vize-Präsidentin Mag.Martina Entner
© WKT DI Iris Ornter mit FiW-Landesvorsitzender Mag. (FH) Martina Entner

Wiener Iris Ortner ist Geschäftsführerin der IGO-Ortner-Gruppe und seit kurzem im ÖBAG-Aufsichtsrat. Ihr Vater Klaus hat aus dem Tiroler Installationsbetrieb eine international agierende Holding gemacht, welche zuletzt inklusive der Gemeinschaftsunternehmen sechs Mrd. Euro umgesetzt hat und über 24.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Familienunternehmen wird nun in vierter Generation von Iris Ortner und ihrer Schwester geführt.  

Der Wiener Hauptbahnhof, das Pema-Gebäude in Innsbruck oder das Milliarden-Projekt mit U-Bahn und Stadionbau in Katar (die IGO-Ortner-Gruppe) setzt eine ganze Reihe von Großprojekten in Europa und der Welt um. In Tirol macht das Familienunternehmen unter anderem viele Installationen für die Firmen Swarovski und Sandoz. Iris Ortner (44) studierte nach dem humanistischen Gymnasium Maschineningenieurwesen an der ETH Zürich mit Vertiefung Energiesysteme und Betriebswirtschaft. Sie ist Geschäftsführerin der IGO-Ortner Gruppe und sitzt in verschiedenen Aufsichtsräten und Beiräten. Ortner spricht Englisch, Polnisch und Spanisch und hat zudem Kenntnisse in Russisch und Französisch. Für die Familie war immer klar, dass sie mit ins Unternehmen einsteigen wird. Mit 23 Jahren ging sie für drei Jahre nach Polen und hat eine Niederlassung in Warschau aufgebaut, was für eine Frau nicht selbstverständlich war: „Auf einer Baustelle in Polen wurde mir mit Anfang 20 gesagt, dass sich das Problem nicht mit einem weiblichen Augenaufschlag lösen lasse. heute sind wir in Polen mit der Firma TKT engineering Marktführer. Entscheidend ist, das Geschäftsfeld von der Pike auf zu lernen und mit Mitarbeitern immer auf Augenhöhe zu sein. Denn ohne einander sind wir nichts.“

Seit Jänner 2018 müssen große Unternehmen in Österreich 30 Prozent der Aufsichtsratsmandate mit Frauen besetzen. Iris Ortner sieht diese zwiespältig: „Einerseits braucht es Quoten, um das tradierte Denken bei der Besetzung von Führungspositionen schneller aufzubrechen, und andererseits ist letztlich Kompetenz entscheidend. Wer will Quote sein? Ich finde, bei einer Durchmischung kommt das beste Ergebnis raus: Jung und Alt, Mann und Frau. Im Grunde muss es darum gehen, Talente von Beginn an zu fördern und die Potenziale der Mitarbeiter zu heben. Ich habe dazu in unserer Firmengruppe ein Mentoring-Programm initiiert, das sich der Förderung unserer Lehrlinge verschrieben hat und die von ihren Mentoren an die Hand genommen werden. In unserer Lehrlings-Academy setzen wir auf die Vernetzung und Persönlichkeitsentwicklung.“ In der Unternehmenskultur schätz Ortner den Umgang mit „Sie“. Denn „Du Esel“ sagt sich leichter als „Sie Esel“ und verhindert somit so manchen verbalen Ausrutscher.

Auch die Digitalisierung spielt gerade in der Baubranche eine gewichtige Rolle. „Anfang der 2000er Jahre war der Bauarbeiter der typische Beruf in der Branche. Heute checkt der Baustellenleiter die Mitarbeiter elektronisch am Handy ein und aus. Drohnen fliegen über Baustellen um den Fortschritt zu dokumentieren. „Und auch die Zukunft wird uns hier noch einige Aufgaben bereithalten“, erklärt Ortner.