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Goldrichtig mit Dr. Danielle Spera

„Positiv zu leben, sollte unser aller Lebensmotto sein.“
FiW-Landesvorsitzenden Mag. (FH) Martina Entner und Dr. Danielle Spera
© WKT FiW-Landesvorsitzenden Mag. (FH) Martina Entner und Dr. Danielle Spera

Seit 1. Juli 2010 ist Danielle Spera Direktorin des Jüdischen Museums Wien. Mit diesem Neuanfang beendete sie ihre langjährige Tätigkeit als „Zeit im Bild“-Moderatorin. 


Spera begann ihre journalistische Arbeit während ihres Studiums der Politikwissenschaft und Publizistik an der Universität Wien in der Auslandsredaktion der ZIB-2. Als Reporterin reiste sie für den ORF in viele Länder, vor allem des Nahen Ostens und wurde schließlich Korrespondentin in Washington, während einer spannenden Zeit, als der damalige österreichische Bundespräsident Kurt Waldheim gerade auf die amerikanische Watch-List gesetzt wurde. 1988 kehrte sie als Moderatorin der Zeit im Bild nach Wien zurück und hat danach 22 Jahre lang dem österreichischen Zeitgeschehen ein Gesicht gegeben. Seit dem Jahr 2000 schreibt sie auch für das jüdische Kulturmagazin „Nu“.


Als berufstätige Mutter von drei Kindern, hat Danielle Spera die fehlende Frauensolidarität oft sehr nachdenklich gemacht. „Ich habe viele Briefe und E-Mails bekommen, weshalb ich nicht bei meinen Kindern daheim bleibe. Das finde ich bestürzend. Ich würde nie einer anderen Frau vorwerfen, wie sie ihr Leben organisiert, ob sie arbeitet oder nicht. Man soll sein Leben führen, wie es selbst für einen passt. Denn jeder lebt sein eigenes Leben und nicht das eines anderen. Das habe ich auch meinen Kindern mitgegeben“, so Spera ermutigend. Es gehört jedenfalls auch viel Disziplin dazu, alles unter einen Hut zu bekommen: „Ich komme glücklicherweise mit wenig Schlaf aus“, so die Direktorin des Jüdischen Museums in Wien.


In ihrer Museumsarbeit stehen regelmäßig auch Frauen im Blickpunkt wie Amy Winehouse oder Helena Rubinstein. Als nächstes wird eine Ausstellung über den legendären Dirigenten und Komponisten, Leonard Bernstein eröffnet. Aus wirtschaftlicher Sicht, ist die Direktion eines städtischen Museums eine Herausforderung: „Jede Ausstellung kostet viel Geld. Man muss alles neu entwickeln, auch von der Gestaltung her, es braucht Tischler, Maler und viele weitere professionelle Hände. Die Subventionen des Jüdischen Museums sind seit 2007 gedeckelt, seit drei Jahren wurden sie auch noch gekürzt und für Sponsoring ist es in Österreich sehr hart. Derzeit beschäftigen wir knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“


Nachrichten konsumiert die ehemalige ZIB-Moderatorin fast nur noch online. „Man sollte sich so breit wie möglich informieren. Leider tun das immer weniger Menschen und sind daher leichter anfällig für Populismus.“


Ihrer Meinung nach leben wir in einer Zeit, in der es den jüdischen Österreicherinnen und Österreichern  ausgesprochen gut geht – im Rückblich auf die vergangenen Jahrzehnte. Sie beschreibt sich als einen sehr positiven Menschen: „Im Leben soll man aus dem Vollen schöpfen und seine Anlagen auf das beste nützen, das ist auch ein Grundsatz im Judentum. Und positiv zu leben, sollte unser aller Motto sein“, so die Geschäftsführerin des Jüdischen Museums Wien abschließend.