th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Goldrichtig mit Martha Schultz

Martha Schultz ist Unternehmerin, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich. Mit der Zillertalerin haben die Österreichischen Unternehmerinnen eine starke Stimme, die sie vertritt, denn leise zu sein, ist keine Eigenschaft, die Martha Schultz liegt. 

Martha Schultz ist Unternehmerin, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich. Mit der Zillertalerin haben die Österreichischen Unternehmerinnen eine starke Stimme, die sie vertritt, denn leise zu sein, ist keine Eigenschaft, die Martha Schultz liegt. Das zeigte sie auch im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Goldrichtig“ und erzählte über ihren imposanten Lebensweg.

v.l.n.r. Mag.(FH) Martina Entner, Martha Schultz, Mag. Sabine Wiesflecker
v.l.n.r. Mag.(FH) Martina Entner, Martha Schultz, Mag. Sabine Wiesflecker


Die Zillertalerin Martha Schultz stieg nach Abschluss der Hotelfachschule Klessheim ins elterliche Unternehmen ein, das sie seit 2004 gemeinsam mit ihrem Bruder Heinz führt. „Wir sind wirklich aus dem gleichen Holz geschnitzt. Deshalb funktioniert es auch so gut.“ Die Schultz-Gruppe ist der größte private Seilbahnbetreiber Österreichs und beschäftigt 600 Ganzjahresarbeiter. Die durchschnittliche Firmenzugehörigkeit beträgt beachtliche 17 Jahre. „Die Mentalität macht es aus. Wir wollen keine Investoren sein, sondern ein Familienbetrieb. Deshalb mag ich auch das Wort ‚Chefin‘ nicht. Wir kommen aus dem Zillertal, da kann jeder Martha zu mir sagen“, so die Großunternehmerin schmunzelnd. Vater Schultz war seinen Kindern ein strenger aber auch guter Lehrmeister. Er hat alles selbst aufgebaut und selbst alles von der Pike auf gelernt. „Die größte Herausforderung war, als unser Vater dann plötzlich von uns gegangen ist. Er hatte noch einen vollen Terminkalender und es musste schnell reagiert werden. Er hatte wie immer alles geregelt und so konnte sofort weitergearbeitet werden. Aber die ganze Situation war alles andere als leicht. Ohne unsere langjährigen Mitarbeiter, auf die wir uns verlassen konnten, wäre das alles nicht gegangen. Das werde ich nie vergessen“, erzählt die FiW-Bundesvorsitzende. In der Schultz-Gruppe haben das Marketing, der Verkauf, das Reisebüro und die Agentur Marthas Handschrift. Die Tirolerin hat mit dem Aufbau ihres kleinen Imperiums an Liften, Hütten und Hotels die Industrialisierung der Alpen vorangetrieben. Mit der Peak-to-Peak-Skigebietsverbindung Hochzillertal-Hochfügen und Spieljochbahn soll die höchste Seilbahn Europas umgesetzt werden und sieht eine einmalige Gondelkonstruktion vor. Im Winter konzentriert sich Schultz ausschließlich aufs Business. Erholung sucht sie dann beim Skifahren, Bergwandern oder Radfahren.
Durch ihre Vielzahl an Funktionen verbringt Martha Schultz viel Zeit in Wien und Brüssel. Denn genauso, wie sie Zillertalerin sei, sei sie auch Europäerin erzählt die WKÖ-Vizepräsidentin. „Doch meine Heimat bleibt Tirol und das lebe ich auch. Wenn ich mit dem Flugzeug über Tirol fliege, geht mir das Herz auf.“ Ihre Karriere in der Wirtschaftskammer begann 2004 als sie den Vorsitz von FiW im Bezirk Schwaz übernahm. Von 2008 bis 2013 war sie Landesvorsitzende und seit 2010 ist sie WKÖ-Vizepräsidentin. „Ich habe gelernt geduldig zu sein und nicht aufzugeben. So ist eines nach dem anderen gekommen.“ Ein großes Vorbild war für sie auch immer die ehemalige Innsbrucker Bürgermeisterin Hilde Zach. „Sie hat immer zu uns gesagt: Nicht lange nachdenken Dirndln. Sagts ‚Ja‘ wenn ihr gefragt werdet. Und das habe ich mir gemerkt“.  
Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird Schultz als FiW-Bundesvorsitzende weiterkämpfen und sich für die Interessen der heimischen Unternehmerinnen einsetzen. „Es muss unser aller Ziel sein, dass Mütter ohne schlechtes Gewissen arbeiten können und dass junge Menschen eine Ausbildung und Perspektiven haben.“