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Power-Unternehmerin

Monika Spieß
Stand:

Power-Unternehmerin Monika Spieß bietet mit ihrer Firma Digimagic digital bearbeitete Fotos und Filme - damit schön im Bild ist, was schön ins Bild gehört

Bereits in ihrer Kindheit war Monika Spieß eine Kreative, die begeistert malte und mit großer Freude Karten für Geburtstage, Hochzeiten oder Einladungen gestaltete.
Ihren eigentlichen Berufswunsch, Grafikerin, konnte die heute 45-Jährige mangels einer Lehrstelle leider nicht „ausleben“. Daher absolvierte sie zunächst eine Kochlehre und arbeitete anschließend im Service. Und das gerne, wie sie betont: „Der Kontakt mit Menschen fiel mir immer schon leicht.“

Keine Berührungsängste
Seit 2008 bietet Monika Spieß mit ihrem Dornbirner Unternehmen Digimagic erfolgreich digital
bearbeitete Fotos und Filme. Wie es dazu kam? Die zweifache Mutter hatte nie Berührungsängste mit ihr fremder technischer Materie.
Früh wusste sie: „Sobald ich Kinder habe, möchte ich eine Filmkamera. Das war dann auch so, jeder Schritt von meinen Kindern wurde von mir filmisch festgehalten. Was waren
das noch für Wackelfilme!“ So verfilmte Monika Spieß in sieben Jahren begeistert privat
über 100 Videokassetten. Angesichts der Fülle ihres Materials kam bald der Wunsch auf, die Filme „irgendwann“ mit Musik und Effekten zu bearbeiten. Zeitmangel – die Familie hatte Priorität – ließ diesen Wunsch noch eine Weile unerfüllt bleiben.

Begeistertes Echo
Initialzündung für ihre Unternehmensgründung war für Monika Spieß bald darauf ein Kindergartenfilm, den ihr eine Nachbarin von ihrer mittlerweile 17-Jährigen Tochter zeigte: „Wie ein Geistesblitz kam mir die Idee: Das mache ich auch!“ Gesagt, getan: Monika Spieß
schnappte sich ihre bereits vorhandene Kamera und fragte im Kindergarten ihres Sohnes, ob
sie filmen dürfe. Anschließend bearbeitete ein Bekannter das Material nach ihren Vorstellungen: „Ich war begeistert, als ich sah, was alles möglich war – welch ein Moment!“ Die Vorführung des Films stieß bei den Eltern der Kindergartenkinder auf begeistertes Echo.
Monika Spieß war ebenfalls begeistert und kaufte sich umgehend Computer und Kamera –
ohne „genau zu wissen, wie ich so ein Gerät bedienen muss“. Sie ließ sich von Bekannten
helfen und lernte durch learning by doing: „Ich wollte verstehen, was in so einem PC vor
sich geht.“ Als ihre Kinder älter wurden, sah Monika Spieß die Zeit gekommen, sich beruflich
neu zu orientieren und ihr bisheriges Hobby, das Filmen, zum Beruf zu machen.


Von daheim aus arbeiten
Als es 2002 zur Trennung von ihrem Mann kam und die Vereinbarkeitsproblematik von Arbeit und der Betreuung ihrer Kinder ein großes Thema wurde, begann Spieß, die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, zunehmend zu schätzen. „Am Morgen habe ich gefilmt, am Nachmittag konnte ich die Zeit mit meinen Kindern verbringen, und am Abend bis oft in die Nacht wurden die Filme bearbeitet.“ Bis sie den Sprung in die Selbstständigkeit wagte, arbeitete sie jedoch noch einige Zeit in unterschiedlichen Bereichen, um ihre Familie zu ernähren, wobei sie der Gedanke, „ein Geschäft“ aus ihrer Filmerei zu machen, nie mehr losließ, wie sie erzählt.

Menschen faszinieren
Im Jahr 2008 erfolgte die Unternehmensgründung von Digimagic. Dieser neue Lebensabschnitt von Monika Spieß wurde mit dem Kennenlernen ihres Lebensgefährten Marko Sonnweber komplettiert: „Er unterstützt mich seitdem moralisch und tatkräftig, lässt mir genügend Freiraum, hat sehr viel Verständnis und akzeptiert meine teils chaotischen Arbeitszeiten.“ Monika Spieß erweiterte ihr Angebotsspektrum bald von Schul- und Kindergartenfilmen auf „alles, was mit Fotos und filmen zu tun hat“. Ihre Aufträge umfassen u.a. Filme über Projekte, Theateraufführungen, Hochzeiten, Taufen, Geburtstage, Kommunion, Vorträge sowie das Erstellen von Fotobüchern, für die sie auch mal die Hintergründe selber von Hand mit Aquarell und Pastell malt: „Menschen
mit Bildern und Filmen zu begeistern, bleibende Erinnerungen zu schaffen und eindrucksvolle
Präsentationen zu gestalten, das war und ist mein Ziel!“ Auch Foto-CDs mit bedrucktem
Cover für Schulen und Kindergärten gehören zu Monika Spieß´ Angebotspalette. Mit dabei ist natürlich auch das Digitalisieren und Aufbereiten von VHSC, Super 8, Normal 8, VHS, Hi8, MiniDV usw. auf DVD, Blu-ray oder Festplatte sowie das Digitalisieren von Fotos und Dias.


Gelassen bleiben
Ein typischer Arbeitstag beginnt für Monika Spieß um 6.30 Uhr, wenn sie ihre Kinder weckt und ihnen Frühstück macht. Nachdem diese um 7.15 Uhr das Haus verlassen haben,
erstellt und checkt Monika Spieß ihre „todo“- Liste für den Tag. Um 8 Uhr ist sie in ihrem
Büro, arbeitet ihre Mails ab und führt Kundentelefonate. Anschließend beginnt sie,
Filme zu bearbeiten. An einem Kindergartenfilm arbeitet Monika Spieß rund zwei Wochen.
Sie passt ihn auch jeweils der Jahreszeit an: Osterhasen, Weihnachtsmänner sowie passende Texte werden digital appliziert. Wenn Monika Spieß Details ihrer Filme beschreibt,
spürt man den Enthusiasmus, den sie für ihre Arbeit hat. „Es darf nicht langweilig werden“
begründet sie ihre Auswahl an Bildern und Musik. Auch die Gestaltung des Covers wird wohl überlegt und liebevoll umgesetzt. Ihre Arbeit unterbricht Monika Spieß zwischendrin kurz, um für ihre Kinder und sich zu kochen und aufzuräumen. „Wenn meine Kinder heimkommen
versuche ich 100 Prozent bei ihnen zu sein.“ Im Schnitt arbeitet Monika Spieß täglich bis 18 Uhr, in seltenen Fällen legt sie „eine Nachtschicht“ ein oder arbeitet auch mal sonntags.
Monika Spieß hat in punkto Vereinbarkeit „immer versucht, mein Berufs- und Familienleben
zu trennen“, denn: „Kinder merken es, wenn du nicht bei der Sache bist. Dann hast du ein schlechtes Gewissen und fühlst dich noch unwohler.“ Für Spieß ist die Balance zwischen den Bereichen mit den Jahren einfacher geworden, da ihre Kinder mittlerweile größer sind und zunehmend ihrer eigenen Wege gehen.
Ihre Freizeit verbringt die Powerfrau am Wochenende mit ihrem Lebensgefährten. Auch sonst ist ihre Agenda gut gefüllt: „Ich habe sehr viele Hobbys, wie lesen, malen, wandern
und tanzen.“ Da muss sie eher aufpassen, dass zwischen Salsakurs und Zumbastunden
genug Zeit für ihre Familie und Freunde bleibt. Angehenden Unternehmerinnen rät
Monika Spieß vor allem eins: „Niemals aufgeben, es geht immer weiter.“