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MORGENgespräch vom 24.11.2016

mit Brigitte Bergbauer-Sauer, bs immobilien und Original Wiener Punschkrapfen
Stand:

Im Fokus der Veranstaltung stand das Thema „Mut zum Quereinstieg – Gegensätze ziehen sich an“ 

Fotocredit © B.V. Lachner Photosandmore.at

Werdegang

Brigitte Bergbauer-Sauer ist seit 25 Jahren selbstständige Immobilientreuhänderin und hat ihr Immobilien Know-How sowohl bei einem großen deutschen Maklerunternehmen als auch in namhaften Wiener Hausverwaltungen erlernt. Sie ist konzessionierte Immobilienmaklerin, Hausverwalterin, Bauträgerin und führt erfolgreich das Unternehmen „bs immobilien“.

Vor sechs Jahren entdeckte Brigitte Bergbauer-Sauer eine Marktlücke und gründete ihr zweites Unternehmen „Original Wiener Punschkrapfen“. Ihre handgemachten Punschkrapfen sind inzwischen ein beliebtes Geschenk zu allen Anlässen. Besonders Unternehmen nutzen die „Original Wiener Punschkrapfen“ um sich bei ihren Kunden zu bedanken.

Entdeckung der Marktlücke

Die Unternehmerin ist selbst ein Fan von Punschkrapfen. Eines Tages hat sie sich gefragt, warum es Punschkrapfen nicht in einer hübschen Verpackung und als Geschenk zu kaufen gibt. Nach eingehender Marktanalyse stand fest, dass sie eine Marktlücke entdeckt hat.

Punschkrapfen gab es häufig. Jedoch hatte niemand für sich den Wortlaut „Original Wiener Punschkrapfen“ beansprucht. Die Einreichung der Marke „Original Wiener Punschkrapfen“ beim Patentamt war die größte Hürde. Es war ein schwieriger Weg, bis die Unternehmerin das Wort „Original“ verwenden durfte. Seitdem gehört ihr die Marke „Original Wiener Punschkrapfen“. 

Mut ein zweites Standbein aufzubauen

Da Bergbauer-Sauer bereits einen Job hatte, hat es sie weniger Mut gekostet, als man erwartet hätte. „Mutiger wäre es, wenn man von Null weg beginnt. Denn ich weiß aus dem Aufbau meines ersten Unternehmens, welche Hürden man zu Beginn überwinden muss.“ schildert die Unternehmerin. Beim zweiten Standbein war das Risiko überschaubar. „Man sollte sich einfach trauen und sich nicht davon abbringen lassen.“ rät die Immobilienexpertin. Sie selbst wurde von ihrer Umwelt mehr belächelt als unterstützt, wenn sie von ihren Plänen erzählte. Es kamen viele „Wenn“ und „Aber“. Diese Reaktionen haben die Gründerin noch mehr bestärkt. Denn Bergbauer-Sauer war von der Idee zu 100 % überzeugt. 

Branchenhindernisse bewältigen mit den richtigen Geschäftspartnern

Die Lebensmittelbranche hat den Ruf, dass es eine schwierige Branche ist, weil die Voraussetzungen und die Kontrollen sehr streng sind. Brigitte Bergbauer-Sauer hat selbst keine Angestellten und arbeitet ausschließlich mit Partnerunternehmen. Sie kooperiert mit einem kleinen Konditorbetrieb. Dort sind alle nötigen Bestimmungen erfüllt.

Gebacken wird nach dem eigenen Rezept, welches gemeinsam mit der Konditorin und einem anschließenden Geschmackstest ausgewählt wurde. Jeder Punschkrapfen ist handgemacht und ohne Konservierungsstoffe. Es wird jeden Tag nach Bestellung frisch gebacken.

Die Idee zum Branding kam von den Kunden. Das Bedrucken der Punschkrapfen mit Firmenlogos wurde vermehrt nachgefragt. Zu Beginn war Bergbauer-Sauer davon nicht sehr begeistert. Nachdem die Nachfrage jedoch so groß war, hat sie es umgesetzt. Inzwischen ist das Branding das Alleinstellungsmerkmal.

Zusätzlich hat die Unternehmerin einen Logistikpartner, der die Lagerung von Verpackung, sowie Foldern übernimmt und den Versand abwickelt. 

Durch die Zusammenarbeit mit Partnern hält sich der Kostenaufwand für Bergbauer-Sauer im Rahmen. 

Erfahrungen zur Entbürokratisierung

Die Unternehmerin beschreibt, dass die klassischen bürokratischen Hürden bereits Jahre zuvor genommen wurden, als das erste Unternehmen gegründet wurde. Das Erlangen des zusätzlichen Gewerbescheines für Handel stellte kein Problem dar. Lediglich die rechtlichen Bestimmungen waren zu beachten. Auch der Betrieb eines Online-Shops war eine neue Herausforderung. „Endgültig gesehen war es nicht sehr bürokratisch.“ beschreibt Bergbauer-Sauer.

Empfehlung für UnternehmerInnen

Mit einer guten Idee und der vorhandenen Überzeugung empfiehlt sie auch anderen den „Mut zum Quereinstieg“. Eine Marktrecherche ist unbedingt nötig. Außerdem benötigt man einen finanziellen Polster, wenn man nicht in der Situation ist einen zweiten Job zu haben. Zu Beginn gibt es viele Kosten, wie Marketing und Werbung, ohne dass Umsätze erzielt werden. Das berühmte „eine Jahr“ sollte man sich selbst Zeit für den Aufbau geben.

Fotogalerie des MORGENgesprächs