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Gelebte Nachhaltigkeit

Lokalaugenschein in der Grünen Brauerei Göss der Brau Union

Frau in der Wirtschaft Wien beschäftigt sich heuer unter anderem mit dem Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Ein Aspekt – heuer aktuell wie nie - ist die Unabhängigkeit von Erdgas. Es gibt bereits viele Betriebe, die dafür Lösungen gefunden haben. Gabriela Maria Straka, Mitglied des Management Boards der Brau Union Österreich lud eine Delegation von Wiener Unternehmerinnen – an der Spitze Landesvorsitzende Margarete Kriz-Zwittkovits – ein, einen Standort der Brau Union in der Steiermark zu besuchen. In Göss – einem von acht Brauerei-Standorten des Industriebetriebs - wird Bier CO2-neutral gebraut. Der Weg dahin wurde schon in den 1990-er Jahren beschritten, seit 2006 verfolgt der österreichische Bier-Marktführer das Ziel der CO2-Neutralität. 2013 wurde die Brauerei in Göss umgestellt: Durch einen Mix aus thermischer Solar-Energie, der Fernwärme aus dem benachbarten Sägewerk, der eigenen Abwärme beim Brauprozess und systematischem Energiesparen. So werden etwa rund 50 Prozent des Wärmebedarfs durch Biogas gedeckt, das in der Biertrebervergärungsanlage gewonnen wird.

 

Wasserschutz

Ressourcenschonung geht in Göss weit über „grüne Energie“ hinaus. Das Wasser, wichtiger Bestandteil beim Brauen, wird besonders geschützt. So wurde in Göss, ein Wasserschutzgebiet eingerichtet, wo die Wasserqualität streng kontrolliert wird. Darüber hinaus konnte der Wasserverbrauch für einen Liter Bier auf drei Liter gesenkt werden. Zum Vergleich: Noch vor einem Jahrzehnt wurden dafür rund 20 Liter Wasser eingesetzt.

Logistik

Kurze Transportwege, regional organisiert und durch emissionsarme LKW durchgeführt gehört ebenso zur Nachhaltigkeitsstrategie wie der Einsatz von Elektrostaplern. Die Lkw werden unter anderem mit dem selbst gewonnenen Biogas betrieben.

Die Unternehmerinnen konnten sich beim Besuch in Göss bei Leoben von der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft des Bierbrauens überzeugen. Auf einen Besuch im Museum folgte die Besichtigung der Brau- und Abfüllanlagen. Gabriela Straka erläuterte anhand des aktuellen Nachhaltigkeitsberichts der Brau Union den Weg, den die Brau Union eingeschlagen hat und die Ziele bis 2030. Von den acht Standorten in Österreich sind bereits drei im Sinne der Nachhaltigkeit umgestellt.

Zuletzt durften die Unternehmerinnen noch einen Blick auf die „Rasenmäher“ der Brauerei werfen: Gemeinsam mit einem benachbarten Bauern hat die Brauerei Esel vor dem Schlachter gerettet. Sie fanden in Göss ein neues Zuhause und genügend Grünfutter, um sich wieder ihres Lebens zu freuen.

Fazit

Um der Nachhaltigkeit gerecht zu werden bedarf es einer großangelegten Strategie. Neben dem Energieverbrauch gehören dazu genauso Überlegungen zum regionalen Einkauf, zur Logistik, zum Schutz des Wassers, der Luft sowie zur Mitarbeiterführung. Darüber hinaus müssen sowohl Kooperationspartner als auch Kundinnen und Kunden mit einbezogen werden.  

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