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Unser Standpunkt für Sie

Frau in der Wirtschaft Wien fordert Entbürokratisierung, Arbeitszeitflexibilisierung und eine Reform der Ausbildung
Stand:

Ziel ist es, dass 50 Prozent aller Wiener Unternehmen von Frauen geführt werden

Derzeit liegt der Unternehmerinnen-Anteil bei mehr als 42 Prozent, vor zehn Jahren lag er bei rund 32 Prozent. Der stetig steigende Prozentsatz in der Wiener Wirtschaft freut Martina Denich-Kobula, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft Wien. Ein Wehrmutstropfen für die Interessenvertreterin: Frauen sind nicht in allen Branchen ausreichend vertreten. Während es in Berufen wie Personenbetreuung, Energetik, Friseure, Kosmetik, Parfümerien und Schneidereien einen deutlichen Frauenüberhang gibt, finden sich in technischen Berufen wie Mechatronik, Elektrotechnik und Kunststoffverarbeitung fast keine Frauen. „Unser Ziel ist, dass 50 Prozent aller Wiener Unternehmen von einer Frau geführt werden und Frauen in allen Branchen stark vertreten sind. Denn die unterschiedlichen Sichtweisen von Männern und Frauen ergänzen einander und bringen uns nach vorne”, so die Interessenvertreterin.  

Um dieses Ziel zu erreichen, brauche es konkrete politische Maßnahmen:

  • Entbürokratisierung: Die vielen Stunden, die Unternehmerinnen mit Bürokratie aufwenden müssen, könnten effektiver genutzt werden - für neue die Personalentwicklung und vieles mehr. Das würde die Betriebe stärken, Arbeitsplätze sichern und Wachstum bringen.
  • Die Flexibilisierung der Arbeitszeit: Die Arbeitswelt ist flexibler geworden, die vorgegebenen Arbeitszeitmodelle nicht. Jeder Mensch soll möglichst dann arbeiten können, wann und wo es für ihn und das Unternehmen am besten passt. Vor allem Frauen würden davon profitieren, sagt Denich-Kobula.
  • Reform der Ausbildung: Weg vom starren System, hin zu einem offenen Ausbildungssystem, das Kinder und Jugendliche auf die tatsächlichen Herausforderungen des Wirtschaftslebens vorbereitet und geschlechtsneutral Chancen eröffnet, fordert Denich-Kobula.
 

Unternehmerinnen mit Kindern bräuchten zudem Verbesserungen bei der Kinderbetreuung. Konkret: Betreuungseinrichtungen mit längeren Öffnungszeiten, weniger Schließtagen und flexiblen Angebote auch am Wochenende sowie mehr Ganztagsschulplätze. „Frauen, die am Wirtschaftsleben voll teilnehmen wollen, brauchen dieses Angebot - und Unternehmerinnen ganz besonders”, sagt Denich-Kobula.  

Zudem solle die Grenze für die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten von derzeit zehn auf 14 Jahre (Kindesalter) angehoben werden. 

„All diese Maßnahmen können helfen, noch mehr Frauen in die Selbstständigkeit zu führen und aktiven Unternehmerinnen Leben und Arbeit deutlich zu erleichtern”, sagt Denich-Kobula.