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FiW goes Backstage @ Gartenbau Auer

Urban Farming – Landwirtschaft in der Stadt

Zu einem außergewöhnlich netten Netzwerkabend im Rahmen des Formats FiW goes Backstage empfing Daniela Auer in ihrem Gartenbau in Simmering knapp 50 Unternehmerinnen. Zu Gast war auch Josef Witke, WK-Bezirksobmann von Simmering, der sich freute, Kontakte mit Frau in der Wirtschaft knüpfen zu können. Der weite Weg nach Kaiserebersdorf mag für die Gäste zwar ungewohnt gewesen sein, doch war er es ein für alle Mal Wert. Daniela Auer sprach im Interview über die Herausforderungen sowie die schönen Momente, die der Betrieb eines Gartenbaus mit sich bringt.

Landwirtschaft in fünfter Generation

Geführt wird die Gärtnerei Auer bereits in fünfter Generation. Ihren Ursprung hat sie im Wein- bzw. Waldviertel, wo zunächst Ackerbau und Viehzucht betrieben wurde. Irgendwann wurde die Familie schließlich in Kaiserebersdorf ansässig. Als Daniela Auer in den Betrieb einstieg, wurde er von ihrem heutigen Ehemann und seinen drei Brüdern geleitet. Die gebürtige Steirerin hatte damals einen Blumensalon in Graz, doch sie entschied sich, ihr Geschäft zu verkaufen und in den Gartenbau Auer einzusteigen. Seit 17 Jahren ist Daniela Auer nun schon in Wien.

Blumenhandel als Steckenpferd

Begonnen hatte sie mit der Produktion von Adventkränzen für eine große Floristik-Kette. Da die Anzahl der Aufträge aber bald ins Unermessliche stieg (zu Spitzenzeiten bis 180.000 Kränze pro Jahr), beschränkte sich Daniela Auer wieder auf den Blumenhandel. Der Entschluss, sich von den Blumen weg zu entwickeln und in den Bio-Anbau zu wechseln rührt allerdings von einem ganz anderen, jedoch schicksalsschweren Ereignis her. Durch die vor elf Jahren erhaltene Diagnose Brustkrebs legte sich der Fokus von Daniela und ihrem Mann, Stefan Auer, schlagartig auf das Thema Gesundheit.

Umstieg in den Bio-Anbau

Drei Jahre dauerte der Umstieg von konventionellem Gartenbau auf biologischen. Gemeinsam hat das Paar ein besonderes Konzept für biologische Landwirtschaft entwickelt und dadurch eine bedeutende österreichische Lebensmittelkette angeworben. So konnten sie in diesem Bereich durchstarten, den Kundenstock mussten sie von Grund an neu aufbauen. Mittlerweile ist der Gartenbau Auer ausschließlich Bio, denn „wenn wir was machen, dann zu 100% - halbe Sachen gehen gar nicht“, betont die Inhaberin.

Handarbeit im Vordergrund

In Summe bewirtschaftet das Unternehmen knapp 40 Hektar Anbaufläche – in Simmering, in der Donaustadt sowie in der Südsteiermark. Angebaut werden verschiedenes Gemüse und Obst, aber auch diverse Kräuter. Täglich wird Gemüse von Lebensmittelhändlern abgeholt und österreichweit vertrieben. So wurden im letzten Jahr etwa rund 50 Tonnen Tomaten oder 200 Tonnen Vogerlsalat produziert. Aufgrund der nötigen Feinarbeit wird im Gartenbau Auer ca. 70-80 Prozent per Hand gearbeitet, der Rest passiert maschinell. Enorm wichtig ist der Familie Auer der sorgsame Umgang mit Ressourcen, weshalb auf Plastikverpackung größtenteils verzichtet wird.

Jubiläum zum Abschluss des Abends

Ganz nach ihrem Motto „Bei mir muss sich immer etwas bewegen“, führte Daniela Auer die Gäste im Anschluss an das Interview durch das Glashaus vor Ort und beantwortete zahlreiche Fragen zum Thema Nachhaltigkeit und Bio-Anbau. Zu feiern gab es an diesem Abend nicht nur die nette Zusammenkunft im außergewöhnlich bezaubernden Ambiente, sondern auch das Jubiläum des FiW-Vorstandes. Martina Denich-Kobula wurde an dem Tag genau vor drei Jahren zur Vorsitzenden des Frauennetzwerks gewählt. Mit dem Besuch im Gartenbau zählt sie bis jetzt 37 eigene Veranstaltungen - mögen noch viele weitere dazu kommen!

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