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WKÖ-Schultz zum Frauentag: Österreichs Unternehmerinnen leisten Hervorragendes

Sie verdienen bestmögliche Rahmenbedingungen - Top-Forderungen: Kinderbetreuung und steuerliche Entlastung

Jedes Jahr ist der internationale Frauentag am 8.3. weltweit und auch für Frau in der Wirtschaft ein guter Anlass, um die großartigen Leistungen von Frauen in der Wirtschaft noch sichtbarer zu machen und über ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Position zu diskutieren. „Die gute Nachricht vorweg: Frauen haben in vielen Bereichen bereits die Nase vorn und etablieren sich mehr und mehr als Chefinnen in Österreich“, berichtet Martha Schultz, WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW).

 

Besonders erfreulich: Die Wirtschaft wird immer weiblicher - die rund 130.000 Unternehmerinnen sind mittlerweile eine treibende Kraft in Österreich. 2018 wurde mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich von einer Frau geleitet und bei den Unternehmensgründungen konnte mit über 45% sogar der höchste Frauenanteil aller Zeiten erreicht werden. „Unsere Unternehmerinnen leisten einen enormen Beitrag für die heimische Wirtschaft – sorgen für Wohlstand und Arbeitsplätze in diesem Land - und tragen, quer durch alle Branchen, jeden Tag dazu bei, Österreich zu einem hochentwickelten und innovativen Wirtschaftsstandort zu machen. Sie verdienen also unsere volle Unterstützung“, bringt Schultz auf den Punkt.

 

Zudem sind Österreichs Frauen top ausgebildet: Sie haben nicht nur bei den Maturaabschlüssen die Nase vorn. Auch in weiterer Folge streben sie - öfter als Männer - nach einer höheren Ausbildung. So stieg die Anzahl der Studierenden seit 35 Jahren um 109% - von 50.630 Studentinnen 1982/83 auf 105.846 im Jahr 2017/18. Betrachtet man die selbständigen Frauen, so haben ein Drittel aller Unternehmerinnen einen Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluss, ein Viertel hat die Lehre erfolgreich abgeschlossen. „Frauen in der Wirtschaft sind ganz klar auf der Überholspur. Diese wirtschaftliche Realität muss nun auch in unserem Alltag ankommen und in politischen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden“, so Schultz. Vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nach wie vor eine enorme Herausforderung für alle Frauen, die im Berufsleben stehen. Immerhin hat auch knapp die Hälfte aller selbständigen Frauen Kinder.

 

Schultz: Kinderbetreuung muss quantitativ und qualitativ verbessert werden

„Ganz oben auf unserer Agenda steht deshalb seit langem die rasche Verbesserung der bundesweiten Kinderbetreuungssituation – und zwar in quantitativer wie auch in qualitativer Hinsicht“, betont die oberste Unternehmerinnen-Sprecherin. Der Fokus liege vor allem auf Betreuung von Kleinstkindern und Betreuung in den Randzeiten, so Schultz und konkretisiert: „Unternehmerinnen haben meist keinen 9-to-5-Job, mehr als ein Drittel muss auch an den Wochenenden arbeiten. Daher braucht es zusätzlich zu erweiterten Öffnungszeiten auch die Unterstützung von individuellen und flexiblen Lösungen.“

 

Auch die Ferienbetreuung von Schulkindern müsse dringend angegangen werden. Schultz: “Es freut uns natürlich, dass die Bunderegierung unsere langjährige Forderung nach einheitlichen Herbstferien endlich aufgegriffen hat. Das war ein wichtiger Schritt in Richtung bessere Planbarkeit und Familienfreundlichkeit, dem aber nun dringend weitere folgen müssen. So solle etwa in den Sommerferien an Pflichtschulen eine zeitgemäße Ferienbetreuung angeboten werden.

 

Unternehmerinnen steuerlich entlasten!

Neben der Vereinbarkeit hat für Frau in der Wirtschaft die steuerliche Entlastung der Betriebe hohe Priorität. Gemeinsam mit der Jungen Wirtschaft wurden in den vergangenen Wochen bereits über 9.000 Unterstützungserklärungen für die Forderung nach der steuerlichen Begünstigung des Büros im Wohnungsverband gesammelt. „Oft liegt der Arbeitsplatz bzw. das Büro von Ein-Personen-Unternehmen im Wohnbereich und ist schwer räumlich trennbar. Deshalb wollen wir, dass die steuerliche Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein Arbeitszimmer im Wohnungsverband erleichtert wird. Es sollen dafür jährlich 1.500 Euro pauschal steuerlich abzugsfähig sein – auch dann, wenn der Mittelpunkt der Tätigkeit zwar außerhalb des Arbeitszimmers liegt, aber kein anderer Arbeitsplatz verfügbar ist“, konkretisiert Schultz.

 

Zudem setzt sich FiW dafür ein, die Grenze für sofort abschreibbare geringwertige Wirtschaftsgüter auf 1.500 Euro zu erhöhen. Die geltende Grenze von 400 Euro besteht seit 1983 und ist nicht mehr zeitgemäß. Eine Anhebung der Grenze würde Investitionen auch für kleinere Unternehmen attraktiver machen, zeigt sich Schultz überzeugt. (ES)