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Ladies Lounge mit Martha Schultz und Karoline Edtstadler

Wir Frauen brauchen starke Frauen!
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Von der Richterin zur Politikerin

WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Martha Schultz, sprach mit Staatssekretärin Karoline Edtstadler über deren geradezu makellose Karriere, die Hürden als junge Mutter und ihren beruflichen Alltag.

Die Ladies Lounge war im beeindruckenden Festsaal des Innenministeriums zu Gast und Karoline Edtstadler erzählte mit vielen persönlichen Eindrücken von ihrem Werdegang, den  Herausforderungen auf ihrem Weg und ihrer Energiequelle, die sie in Balance hält. Und sie hat wahrlich viel zu erzählen. Immerhin hat die alleinerziehende Mutter eines mittlerweile 18-jähren Sohnes mit erst 37 Jahren mehr erreicht als viele andere.

 

Studium, Familie, Richteramt, Politik

Für die junge Karoline war immer klar, dass sie Rechtsanwältin werden würde und so ging es nach der Matura direkt an die Salzburger Paris-Lodron-Universität zum Studium der Rechtswissenschaften. In dieser Zeit kam auch ihr Sohn, ein  Wunschkind, zur Welt. Und obwohl das ursprünglich gar nicht der Plan war, landete sie nach dem Studium dann doch am Gericht und wurde schließlich 2008, im Alter von nur 27 Jahren, Strafrichterin am Landesgericht in Salzburg.

Danach ging es Schlag auf Schlag: 2011 wechselte sie ins Justizministerium nach Wien und 2016 – nach einem Zwischenstopp als Oberstaatsanwältin bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft ­– wurde sie an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) nach Straßburg entsandt. Eine Zeit, die sie sehr genossen hat: „Nicht nur die Arbeit, auch das Lebensgefühl und die Freundschaften, die dort entstanden sind, haben mein Leben sehr bereichert“.

Von dort wurde sie Ende 2017 wieder nach Wien, ins Innenministerium berufen, wo sie als Staatssekretärin u.a. für Zivildienst, Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung zuständig ist. „So eine Karriere ist nur möglich, wenn man selbstbewusst Chancen ergreift und sich nicht von Selbstzweifeln bremsen lässt“, ist Martha Schultz überzeugt und appelliert einmal mehr an die Frauen: „Lernen wir ja zu sagen und werden wir zu unserem eigenen Erfolgsmodell“.

 

Die Medien und ein dickes Fell

Mit ihrem Image als „toughe“ Lady hat sich Edtstadler schnell zurecht gefunden: „Ich musste mir als alleinerziehende Mutter schon früh ein dickes Fell zulegen. In einer kleinen Gemeinde, in der ich ja gelebt habe, reden die Leute über alles, was anders ist. Als Politikerin im Rampenlicht kann man dann entweder auf Kuschelkurs gehen, oder man will tatsächlich etwas verändern. Dann gilt man schnell als streng. Aber tatsächlich hilft dieses Image um ernstgenommen zu werden“. Worüber sie sich wirklich ärgert sind Fragen, die einem männlichen Kollegen nie gestellt werden würden. Beispielsweise wie er das mit der Kindererziehung schafft oder zu seinem familiären Status. „Da gibt es noch viel zu tun, bei der Gleichstellung der Frauen. Auch in den Medien“, ist auch Schultz überzeugt. 

 
Text:  Angie Eichler

Fotogalerie: www.polsterpics.com