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Ladies Lounge mit Claudia Höller, Finanzvorstand der Erste Bank

Banken- und Finanzexpertin sprach über ihren Karriereweg und gab Einblicke in ihre Tätigkeit

Diesmal war die Ladies Lounge im beeindruckenden Erste Campus zu Gast. Dort sprach die Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Martha Schultz, mit Claudia Höller über deren Karriere und die Zukunft der Bankbranche.

Groß war der Andrang und gut die Laune als sich Claudia Höller, Finanzvorstand der Erste Bank der Oesterreichischen Sparkassen AG und Generalbevollmächtigte der Erste Group Bank AG, den Fragen von Martha Schultz stellte. Zuvor wurde den zahlreichen Unternehmerinnen jedoch ein einzigartiger Blick hinter die Kulissen des innovativen Headquarters der Erste Bank geboten. In einer exklusiven Führung durch das Haus, das der Arbeitsplatz von 5.200 Mitarbeitern ist und auf dem Areal der ehemaligen Ankunftshalle des Südbahnhofs errichtet wurde, erfuhr man Interessantes über die Hintergründe und das Konzept dieser spannenden Liegenschaft.

Bankerin durch Zufall

Zur Begrüßung untermauerte Martha Schultz eine ihrer wichtigsten Forderungen: „Unternehmerinnen sind mittlerweile die treibende Kraft in der heimischen Wirtschaft und sollen dementsprechend die bestmögliche Unterstützung und Förderung erhalten“. Unterstützung hat auch die Gesprächspartnerin des Abends, Claudia Höller, immer wieder erhalten. Die erfolgreiche Finanzmanagerin startete nach dem Abschluss des Tourismuskollegs ihre berufliche Laufbahn im internationalen Banken- und Finanzsektor. Auch wenn das keine geplante Karriere war – als Kind wollte sie Geigerin, später Chemikerin werden – ist Höller heute eine von wenigen Frauen, die als Finanzvorstand einer Bank tätig sind. Warum es überhaupt die Finanzbranche wurde, hat einen überraschenden Grund: „Ich hatte mich verliebt und bin aus diesem Grund nach Wien gegangen. Dort hat man mir einen Job beim Creditanstalt-Bankverein angeboten. Der Start war also tatsächlich nur Zufall“.

Starker Wille und viel Fleiß

Claudia Höller fand Gefallen an der Branche und blieb fast zehn Jahre bei der Creditanstalt bevor sie, aufgrund ihrer Expertise für Zentral- und Osteuropa, in die Erste Bank geholt wurde. Auf ihrem Karriereweg hat die Managerin neben ihren Aufgaben bei der Osterweiterung und der Bewältigung der Finanzkrise auch noch ihr Master Studium an der University of Minnesota und der WU Executive Academy Wien absolviert. Geschafft habe sie das nur, weil sie es wirklich wollte, aber auch: „Weil ich sowohl privat wie auch beruflich immer Unterstützung erfahren habe“. Und mit einem Augenzwinkern: „Man sollte auch mit wenig Schlaf auskommen können“.

Datensicherheit und Avatare

Seit 2018 verantwortet Claudia Höller nun auch das länderübergreifende und strategisch wichtige Thema Datenqualität. Für die Powerfrau eine Schlüsselfunktion: „Daten sind die Währung der Zukunft. Sie müssen jedoch messbar und jederzeit abrufbar, aber auch sicher und korrekt interpretierbar sein. Nur so können Kontrollmechanismen funktionieren und Krisen vermieden werden“. Für international agierende Finanzunternehmen wie die Erste Bank stellen die fehlenden einheitlichen Standards bei der Erfassung und Verarbeitung der Daten ein echtes Problem dar. Höller wünscht sich hier dringend eine europäische Regelung. Eine ganz andere Herausforderung ist der Spagat, den die Banken zwischen virtuellen Angeboten und klassischem Filialgeschäft schaffen müssen: „Die Kunden wollen einerseits modernes Banking, andererseits legt man Wert auf persönliche Beratung, besonders bei Finanzierungs- oder Anlagefragen“. Die persönliche Finanzberatung wird also vielleicht in ferner Zukunft, aber sicher nicht so bald durch virtuelle Avatare ersetzt werden.

Hochkarätiges Networking

Die sympathische Managerin offenbarte auch einiges aus ihrem Privatleben. Sie sei überhaupt kein Morgenmensch, fände in den Bergen Kraft und Ruhe und wolle unbedingt wieder Geigenunterricht nehmen. Überraschend war allerdings das Geständnis, dass sie keine gute Netzwerkerin sei. Das liege ihr einfach nicht. Beim geselligen Ausklang wurde die Bankerin dann aber doch noch zur Netzwerkerin und plauderte angeregt mit den Gästen, darunter die WKÖ-Generalsekretär-Stv. Mariana Kühnel und die Landesvorsitzende von FiW Wien, Martina Denich-Kobula. 

Text:  Angie Eichler
Fotos: www.polsterpics.com

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