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Der Follow me Award 2017

Sieg für das Handwerk
Ing. Josef Herk
© Stuhlhofer-Wolf Ing. Josef Herk

"Innovationen mit traditionellem Handwerk zu verbinden – das ist ein vielversprechender Weg für eine erfolgreiche Selbständigkeit. Die Auszeichnung Nachfolger des Jahres ist ein Ausdruck unserer Wertschätzung stellvertretend für viele Übernehmer, die regional Verantwortung tragen.“

Ing. Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark


MMag.a Barbara Eibinger-Miedl
© Teresa Rothwangl Photography MMag.a Barbara Eibinger-Miedl

„Die erfolgreiche Übergabe bestehender Unternehmen sichert Arbeitsplätze und trägt damit wesentlich zu einer positiven Entwicklung der steirischen Regionen bei. Mit dem Follow me Award holen wir besonders erfolgreiche Beispiele vor den Vorhang, um das Bewusstsein für das Thema Betriebsnachfolge zu schärfen!“

MMag.a Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung


Jährlich werden circa 1.000 Betriebe in der Steiermark an die nächste Generation übergeben. Die richtigen Nachfolger finden sich sowohl innerhalb als auch außerhalb der Familie. Bis 2023 stehen laut KMU Forschung Austria rund 5.700 steirische Arbeitgeberbetriebe vor dieser Aufgabe. 

Zwölf ausgezeichnete Nachfolgebetriebe aus allen Branchen und Regionen, die den Generationenwechsel bereits erfolgreich gemeistert haben, wurden im Rahmen der Follow me Initiative für den Follow me Award nominiert. In einem kombinierten Online- und Offlinevoting sammelten die Finalisten im Oktober mehr als 12.000 Stimmen. 

Nachfolger des Jahres wird der Gesamtsieger mit den meisten Stimmen. Zusätzlich werden die Platzierten in der Kategorie „familieninterne Nachfolge“ ausgezeichnet. Neben dem Gesamtsieger wird auch der Betrieb mit den meisten Stimmen aus der Kategorie „familienexterne Nachfolge“ als Sieger ausgezeichnet. 

Der Sieger kommt aus Voitsberg

Der Nachfolger des Jahres 2017 kommt aus Voitsberg: 
CHRISTOPH SCHMID, Lebzelterei Schmid, 8573 Kainach bei Voitsberg

Die Lebzelterei Schmid besteht seit 115 Jahren und so hat Christoph Schmid das Wachsziehen und Lebzelten in die Wiege gelegt bekommen. „Als Lebzelter und Wachszieher stehe ich jeden Tag in der Backstube, an vielen Wochenenden auf Märkten und kann jederzeit aus den verrücktesten Ideen neue Lebkuchen-Sorten und Formen schaffen.“ Aus dem zwei Monate alten Lagerteig kann durch beliebige Mischungen eine unendliche Fülle an Gewürzteigen hergestellt werden. Schon vor zehn Jahren hat Christoph Schmid damit begonnen, den online-Handel aufzubauen. Mittlerweile wird nach Deutschland, Italien, Portugal und England verschickt, was in Voitsberg hergestellt wird. „Man muss immer dahinter bleiben und besser werden. Gerade online ändern sich die Möglichkeiten immer schneller. Da muss man schon gut abwägen, wie oft man den Sprung zu einer neuen Technologie mitmacht – und ob das die Kunden auch tun.“

Sein Tipp an Betriebsnachfolger: „Auch wenn man den Betrieb schon kennt, darf man nicht unterschätzen, wie viel Zeit man mehr dafür braucht, wenn man die volle Verantwortung alleine trägt.“

urSteirisch: Eine Marke mit vielen Werten

Platz 2 in der Kategorie INTERNE NACHFOLGE: 
PHILIPP KNAUS, Tischlerei Knaus e. U., 8330 Schützing in der Südoststeiermark

„Für meine Familie ist das Handwerk des Tischlers nicht nur ein Brotberuf, sondern eine Einstellung. Wir wollen mit jedem Möbel, das unsere Werkstatt verlässt, ein nachhaltiges Bekenntnis zu unserer Herkunft schaffen und ein Zeichen setzen gegen die globalisierte Beziehungslosigkeit.“ Philipp Knaus 

Die Zukunft hat schon begonnen

Platz 3 in der Kategorie INTERNE NACHFOLGE: 
PHILIPP THEISSL, TR Flachdachbau GmbH, 8134 Dobl

„Die Vorbereitungen für den Generationenwechsel haben bei uns schon vor 10 Jahren begonnen. Mit der großen Investition in die Maschineneinrichtung in diesem Jahr haben wir einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Damit werden wir auch in Zukunft unsere Arbeitsplätze sichern.“ Philipp Theissl 

Hausmannskost auf Hauben-Niveau im Mürzer Oberland gewinnt Kategorie „Externe Nachfolge“

Sieger in der Kategorie EXTERNE NACHFOLGE sind: 
THOMAS SCHÄFFER & KAROLIN HANSLICK, Gasthof Holzer, 8692 Neuberg an der Mürz

Das junge Nachfolge-Paar geht mit viel Bedacht und Respekt vor der Tradition in den renommierten Betrieb. Nach einer kurzen Übergangsphase im Frühling 2016 bleiben sie der bodenständigen Ausrichtung auf hohem Niveau treu. „Es ist ein großer Vorteil, ein gut geführtes Haus zu übernehmen. Diesen Startvorteil darf man nicht durch radikale Änderungen auf’s Spiel setzen. Zuerst muss man mehr über die Vorlieben der Gäste erfahren.“ Und gleichzeitig treibt Karolin Hanslick und Thomas Schäffer die Neugierde in den Naturpark Mürzer Oberland, welche ihrer modernen und erfrischenden Menüs am besten zur herzlichen Gemütlichkeit des Gasthofes Holzer passen werden.