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Deutschland: Alternativlos im Lockdown?

Der Global Situation Report rückt alle zwei Wochen aussichtsreiche Exportmärkte mit bedeutsamen Entwicklungen ins Rampenlicht und bietet auf einen Blick aktuelle Daten und exklusive Einschätzungen der Wirtschaftsdelegierten weltweit. 
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Einschätzung des Wirtschaftsdelegierten

COVID-19 Situation

Deutschland richtet sich ausschließlich nach der Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz; diese ist seit Jahresbeginn stark rückläufig (15.2.:  bei 58). Dennoch wurde der harte Lockdown bis zum 7.3 verlängert, um eine Ausbreitung von Mutationen zu verhindern. Daher wurden auch Tirol, Tschechien und die Slowakei mit 14.2. zu Virusvariantengebieten erklärt. Nächste Öffnungsschritte in Deutschland sind bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 geplant. Einige Bundesländer und Kommunen fordern dagegen erste Öffnungsschritte, z.B. eröffnete Sachsen Kindertagesstätten und Grundschulen am 15.2. im eingeschränkten Betrieb. Kritisiert wird die Impfgeschwindigkeit.

Fazit: Neuinfektionen rückläufig. Deutschland strebt eine stabile 7-Tage-Inzidenz von unter 35 an.

Wirtschaftliche Situation

Die deutsche Wirtschaft hat sich bis Ende 2020 vergleichsweise gut gehalten (BIP-Rückgang: 5 %). Im Februar 2021 gab es jedoch wieder einen starken Auftragseinbruch in der Industrie. Im Gast-, Hotel- und Dienstleistungsbereich wird eine Insolvenzwelle befürchtet. Eine V-förmige Konjunkturerholung ist ausgeschlossen, frühestens ab dem 2. Quartal ist mit einer Besserung zu rechnen. Das ifW Kiel erwartet 2021 ein BIP-Wachstum von 3,1 %. Die Exporte sanken 2020 um 9,3 % und die Importe um 7,1 %., 2021 wird jedoch ein starker Anstieg erwartet (besonders mit China und USA).

Fazit: Lockdown verzögert Erholung – Optimismus verschiebt sich in die Zukunft.

Politische Lage und Hilfspakete

Im April wurde ein Hilfspaket (1,2 Bio. EUR) und im Juni ein Konjunkturprogramm (130 Mrd. EUR) beschlossen, Maßnahmen werden stetig nachjustiert. Von vielen Wirtschaftsverbänden und Unternehmen wird jedoch auf schleppende Auszahlungen hingewiesen. Viele Hilfsmaßnahmen sollen den European Green Deal hin zu mehr Nachhaltigkeit, den Atom- und Kohleausstieg, die Verbesserung der Infrastruktur und der Digitalisierung beschleunigen. In der politischen Debatte sind Impfmanagement und Impfstoffbeschaffung von Bundesregierung und EU-Kommission Thema.

Fazit: Massive Hilfspakete und geldpolitische Maßnahmen konnten die Wirtschaft vor einem Zusammenbruch bewahren. Steuererhöhungen werden erwartet, um das Defizit auszugleichen.

Situation für österreichische Unternehmen

Nach den Beeinträchtigungen des deutsch-österreichischen Wirtschaftsverkehrs durch erschwerte Grenzübertritte und Ausfuhrverbote während des Frühjahrslockdown, hat sich die Situation ab Frühsommer 2020 wieder stabilisiert. Die österreichischen Lieferungen nach Deutschland gingen zwischen Jänner und November 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 %, die Importe um 9,3 % zurück. Prinzipiell ist die Stimmung unter österreichischen Unternehmen nach wie vor zuversichtlich und das Interesse am deutschen Markt sehr groß. Der Geschäftsverkehr mit Tirol ist seit dem 14.2. – bis auf wenige Ausnahmen - nur noch sehr eingeschränkt möglich.

Fazit: Durchhalten und hoffen auf raschen Aufschwung im zweiten Quartal.

Geschäftschancen und Potenziale für österreichische Unternehmen

Laut dem ITC bestehen für Exporteure aus Österreich in Deutschland ungenutzte Exportpotenziale von 8,7 Mrd. USD. Nach Überwindung der Pandemie wird Deutschland angesichts seiner Wirtschaftskraft und Nähe einer der Schlüsselmärkte für Österreich bleiben. Strukturwandel in der Mobilität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung (e-Government, e-Health), grüne Energien, Modernisierung der Infrastruktur, Bau, Drittlandkooperationen und gesunde Lebensmittel werden eine Vielzahl von Möglichkeiten für bereits investierte Unternehmen als auch Lieferanten und Neuexporteure bieten.

Fazit: Exportpotenziale im Milliardenbereich. Expertise aus Österreich ist gefragt.

Mehr erfahren am WKÖ-Exportradar und im AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsbericht.