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Neuseeland: Effektives COVID-Management stabilisiert Wirtschaftsentwicklung.

Der Global Situation Report rückt alle zwei Wochen aussichtsreiche Exportmärkte mit bedeutsamen Entwicklungen ins Rampenlicht und bietet auf einen Blick aktuelle Daten und exklusive Einschätzungen der Wirtschaftsdelegierten weltweit.
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Einschätzung des Wirtschaftsdelegierten

COVID-19 Situation

Neuseeland hat sich Ende März 2020 für eine Strategie der Virenelimination entschieden. Die entsprechend harten Maßnahmen inklusive geschlossener Grenzen und die folgende Öffnung von Lebens- und Wirtschaftsbereichen anhand von klar definierten Kriterien waren gesundheitspolitisch erfolgreich. Mit Ausnahme der weitgehenden Grenzschließung gibt es zurzeit in Neuseeland keine COVID-bezogenen Beschränkungen.

Fazit: COVID ist besiegt, aber die Öffnung der COVID-freien Insel bringt große Herausforderungen.

Wirtschaftliche Situation

Die COVID-Strategie des Landes hat die Wirtschaft im 1. Halbjahr 2020 schwer getroffen. Das stark steigende Vertrauen von Konsumentinnen und Konsumenten aufgrund der erfolgreichen COVID-Bekämpfung, der staatlichen Hilfen und der historisch niedrigen Zinsen hat aber zu einer unerwartet starken Verbesserung der Situation in der 2. Jahreshälfte geführt. Die OECD erwartet für 2020 einen BIP-Rückgang von 4,8 % und für 2021 ein Wachstum von 2,7 %. Die Bruttoanlageinvestitionen gehen laut der OECD 2020 um 15,8 % zurück. Aufgrund der guten Entwicklung zum Jahresende werden jedoch noch positive Korrekturen der Prognosen erwartet. Jüngste Indikatoren zeigen auch einen starken Vertrauensanstieg bei den Unternehmen.

Fazit: Wachstum kehrt zurück. Konsumentenvertrauen stieg zum Jahresende an.

Politische Lage und Hilfspakete

Die Regierung unter Leitung von Regierungschefin Ardern, die im Oktober 2020 wiedergewählt wurde, hat mit dem COVID-Hilfs- und Entwicklungsfonds ein zentrales, mit 50 Mrd. NZD dotiertes Instrument geschaffen. Der Fonds wird eingesetzt, um die unmittelbaren COVID-Folgen zu überwinden und umfasst auch die Unterstützung von zukunftsweisenden Initiativen, insbesondere in den Bereichen Klima, Energie und (sozialer) Infrastruktur. 

Fazit: Covid-Hilfen sollen nachhaltige Ausrichtung der Wirtschaft unterstützen.

Situation für österreichische Unternehmen

Neuseeland ist für Österreich ein konstanter, aber kein tragender Absatzmarkt mit einem bilateralen Handelsbilanzaktivum Österreichs 2019 von rund 123 Mio. EUR. Die jüngsten Handelsstatistiken für 2020 weisen einen Rückgang zum Vorjahr von rund 30 % bei Ex- sowie Importen aus. Die rund 30 heimischen Niederlassungen – außer im Öl- und Gasbereich in erster Linie kleinere Verkaufs- und Servicefirmen – ziehen sich angesichts von COVID nicht aus dem Markt zurück, weil sie überwiegend in wenig betroffenen bzw. in Zukunftsnischen tätig sind. 

Fazit: Nischentätigkeit österreichischer Unternehmen hilft über die Krise hinwegzukommen.

Geschäftschancen und Potenziale für österreichische Unternehmen

Das International Trade Centre sieht für Österreich in Neuseeland ungenutzte Exportpotenziale von 142 Mio. USD. Der neuseeländische Green Deal unter der neuen Regierung bringt konkrete neue Chancen für österreichische Firmen in den Bereichen erneuerbare Energien, Umwelt, (soziale) Infrastruktur und Bau. Daneben ist smart technology in den Bereichen Land- u. Forstwirtschaft, Tourismus und Anlagen/Maschinenbau relevant.

Fazit: Vergleichbare Strukturen und Voraussetzungen öffnen interessante Exportnischen.

Mehr erfahren am WKÖ-Exportradar und im AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsbericht.