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Russland: Sputnik V gibt Russland neue Zuversicht, Wirtschaft erstaunlich robust

Der Global Situation Report rückt alle zwei Wochen aussichtsreiche Exportmärkte mit bedeutsamen Entwicklungen ins Rampenlicht und bietet auf einen Blick aktuelle Daten und exklusive Einschätzungen der Wirtschaftsdelegierten weltweit. 
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Einschätzung des Wirtschaftsdelegierten

COVID-19 Situation

Mit knapp 4 Mio. Infektionsfällen hat Russland die fünftgrößte Anzahl an COVID-19-Erkrankungen weltweit. Die COVID-Situation bessert sich stetig, die Infektionsrate sinkt auf unter 16.000 Neuinfektionen/Tag, die 7-Tages Inzidenz nähert sich dem Wert 70. Grund für die deutliche Entspannung ist auch die seit Dezember 2020 angelaufene Impfung mit Sputnik V. Weitere Impfstoffe sind in Entwicklung, EpiVac-Corona wurde im Jänner 2021 in Russland zugelassen, die EU-Zulassung von Sputnik V wurde beantragt. Bereits 2 Mio. Russinnen und Russen sind geimpft.

Fazit: Hohe Infektionszahlen. Impfaktion gestartet. Sputnik V-Zulassung in EU beantragt.

Wirtschaftliche Situation

Mit -3,8 % fällt der Wirtschafsrückgang 2020 in Russland wesentlich geringer aus als erwartet. Dies liegt auch an der großen Bedeutung von Bergbau und Industrie, einer starken Landwirtschaft und relativ geringer Relevanz von Tourismus und KMU. 2021 rechnet man wieder mit einem Wachstum von 3 %, der Konsum bleibt schwach. EU- und US-Sanktionen beeinträchtigen weiterhin die Wirtschaft, wenngleich dies auch zu geringerer Importabhängigkeit in vielen Bereichen geführt hat.

Fazit: Schwächere Rezession als in Europa aufgrund geringerer Integration in Weltwirtschaft. Wirtschaftsleistung 2019 wird erst 2022 erreicht. EU- und US-Sanktionen weiter als Bremse 

Politische Lage und Hilfspakete

Mit dem Lockdown ab April 2020 wurden Hilfsmaßnahmen - Steuerstundungen, Einmalzahlungen und Kreditsubventionen - für Unternehmen bereitgestellt. Trotz steigender Infektionen ab Herbst 2020 wurde auf weitere Lockdowns verzichtet. Mit Rückgang der Infektionen wurden die Beschränkungen, aber auch Hilfsmaßnahmen stetig zurückgenommen. Politische Meilensteine 2020 waren die Verfassungsreform mit der Option für Präsident Putin bis 2036 im Amt zu bleiben und zuletzt Proteste rund um Regimekritiker Nawalny. Parlamentswahlen sollen im September stattfinden. Das Verhältnis zu EU/USA bleibt auch nach der US-Wahl angespannt, im Ukrainekonflikt gibt es kaum Fortschritte. 

Fazit: Seit Jänner Beschränkungen reduziert. Verhältnis zu USA und EU weiterhin angespannt.

Situation für österreichische Unternehmen

Die Geschäfte mit Russland laufen besser als erwartet. Die österreichischen Exporte fielen 2020 um rund 10 %. Die österreichischen Investoren vor Ort sind für 2021 jedoch optimistisch und rechnen mit einer raschen Erholung der russischen Wirtschaft. Die größte Belastung für Exportunternehmen sind die strengen Einreise- und Quarantänebestimmungen, die einen regulären Geschäftsverkehr unmöglich machen. Einreiseerleichterungen werden ergebnisoffen diskutiert.

Fazit: Exporte gedämpft, Zuversicht steigt. Strenge Einreisebestimmungen als größtes Hindernis.

Geschäftschancen und Potenziale für österreichische Unternehmen

Das International Trade Centre sieht für Österreich in Russland ungenutzte Exportpotenziale von 1,5 Mrd. USD. Österreichische Produkte haben einen hervorragenden Ruf. Die Modernisierung der russischen Industrie, der Ausbau der Infrastruktur und der Landwirtschaft bieten gute Lieferchancen und Kooperationsmöglichkeiten. Aktuelle Themen sind Aviation & Automotive, Smart City und Eisenbahntechnologie, Kunststoff und Metallbearbeitung, Papier, Holz- und Forstwirtschaft, Bildungsangebote, Gesundheit & Pharma, Alternativenergie, Landwirtschaft und Lebensmittel. Die Bevorzugung nationaler Anbieter bei öffentlichen Ausschreibungen schränkt Exporte ein.

Fazit: Österreichische Firmen sind geschätzte Partner. Nachhaltige/innovative Lösungen gefragt. 

Mehr erfahren am WKÖ-Exportradar und im AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsbericht.