th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home Teilen Facebook LinkedIn Twitter WhatsApp E-Mail

Das Gesicht wird zum Autoschlüssel und Bank-Code


Biometrische Authentifizierung hält in Russland in immer mehr Branchen Einzug.


#fff
© VisionLabs

Moskau, 30.04.2019

Den Autoschlüssel? Den braucht man künftig nicht mehr, denn das Fahrzeug erkennt den Besitzer und sperrt die Tür auf, sobald sich der Besitzer nähert. Dank Gesichtserkennung benötigen die Fahrer weder einen Schlüssel, um ihr Auto aufzusperren noch brauchen sie ihn, um es zu starten. „Die Kamera kann den Besitzer des Autos aus der Ferne erkennen“, sagt VisionLabs-CEO Alexander Khanin. „Wenn er sich dem Fahrzeug nähert, bestätigt das Auto seine Identität und ermöglicht einen drahtlosen Zugang.“ Das System kann auch "sehen", was im Inneren des Fahrzeugs passiert, der Fahrer steht praktisch immer unter Kontrolle.

KI-Boom in Russland

VisionLabs ist eines von mittlerweile hunderten Start-ups in Russland, das sich auf Künstliche Intelligenz spezialisiert hat. 2012 gegründet, zählt es zu einem der KI-Aushängeschilder Russlands.

Der Markt der Künstlichen Intelligenz hat sich in Russland nämlich rasant entwickelt - konnte man im Jahr 2017 nur über einige dutzend russische Projekte mit Anwendung von KI sprechen, waren es im darauffolgenden Jahr bereits einige hundert. Und die befassen sich bereits mit Anwendungen in den Bereichen wie intelligente Überwachung der Infrastruktur, Sammlung und Verarbeitung großer Informationsmengen, Wissensmanagement, technische und medizinische Diagnosesysteme, Erstellung individueller Lernpfade, Verhaltensanalyse, intelligente Plattformen und vieles mehr. Experten rechnen damit, dass in zwei, drei Jahren KI durchschlagende Erfolge bringen wird. Das Marktvolumen im Bereich KI in Russland wird für das Jahr 2020 auf rund 500 Mio. Euro prognostiziert. Tendenz stark steigend. Anfangs haben sich vor allem Unternehmen aus den Bank- und Finanz- sowie Versicherungsbereichen diesem Trend gewidmet, jetzt haben auch Unternehmen aus den Bereichen Energie, Retail, Telekommunikation etc. ihre Liebe zu KI entdeckt.

Gesichts-Biometrie statt TAN-Code 

VisionLabs wurde 2012 von zwei Softwareentwicklern, Alexander Khanin und Alexei Nekhaev, gegründet, die Eigenmittel betrugen 100.000 US-Dollar. Nur drei Jahre später erwirtschaftete die Firma bereits einen Gewinn von 350.000 US-Dollar. VisionLabs erhielt zusätzliches Kapital von Investoren für die Expansion der Firma. 2013 waren es 30.000 US-Dollar aus dem russischen Internet Initiatives Development Fund (IIDF) und 2016 Mittel über 5 Mio. US-Dollar aus dem russischen Venture Capital Fond von „AFK Sistema“. VisionLabs fokussiert sich auf Bankwesen, den Lebensmittel- sowie den Premium-Einzelhandel. Im Bankwesen wird die Gesichtserkennungstechnologie für eine Reihe von Zwecken verwendet, so werden Personen in Bank-Zweigstellen biometrisch authentifiziert und können mit ihrem Gesicht auch Zahlungen freigeben. Das Hauptprodukt des Unternehmens ist die eigens entwickelte LUNA-PLATTFORM. Dabei handelt es sich um ein Managementsystem für biometrische Daten zur Überprüfung und Identifizierung von Gesichtern. Die Plattform bietet eine große Flexibilität, um Szenarien unterschiedlicher Komplexität für die integrierte Gesichtserkennung zu erstellen.
#fff
© Ekaterina Kuzmina/RBC

Alexander Khanin ist CEO von VisionLabs - eines von mittlerweile hunderten Start-ups in Russland, das sich auf Künstliche Intelligenz spezialisiert hat. 2012 gegründet, zählt es zu einem der KI-Aushängeschilder Russlands.


#fff

Im globalen Spitzenfeld

Kerntechnologie der LUNA-PLATFORM ist die von VisonLabs entwickelte Gesichtserkennungs-Engine LUNA SDK. Diese gehört laut Testergebnissen von „Labeled Faces in Wild“ – einer Datenbank mit Gesichtsfotos, die für die Untersuchung des Problems der uneingeschränkten Gesichtserkennung entwickelt wurde - zu den TOP-3 der im Handel erhältlichen Gesichtserkennungs-Engines. Bei globalen Bewertungen wie "Labeled Faces in the Wild", zusammengestellt von der University of Massachusetts, und dem "Ongoing Face Recognition Vendor Test" des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) liegt VisionLabs konstant unter den fünf wichtigsten Algorithmen für die Erkennungsqualität.

Banken setzen voll auf KI und Gesichtserkennung

Heute wird die VisionLabs-Technologie von über 40 Banken in Russland und anderen GUS-Staaten eingesetzt, darunter VTB, Sberbank und der Kaspi-Bank in Kasachstan. Die Firma bietet zwei Versionen des Gesichtserkennungssystems an. VisionLabs Luna ist eine Plattform, die Kunden selbst erwerben und nutzen. Ein weiteres Produkt ist die Cloud-Version von Face IS, die als Servicevertrag erhältlich ist. Beide Systeme arbeiten mit komplexen Computer-Vision-Algorithmen, die die spezifischen Merkmale jedes Gesichts (z. B. Augenschnitt, Nasenform sowie weitere über 250 Merkmale) prüfen und mit den Aufnahmen in den Client-Archiven abgleichen.

#fff

Ihr Ansprechpartner

AußenwirtschaftsCenter Moskau
Rudolf Lukavsky
+43 5 90 900 4322
moskau@wko.at

#f1f1f1

Ähnliche Artikel:

Veranstaltung: Applied Artificial Intelligence Conference 2019

„Array of Things“ – der Fitness-Tracker von Chicago – AußenwirtschaftsCenter Chicago

Mit KI gegen Säuglingssterblichkeit – AußenwirtschaftsCenter Lagos

Kanada – das erste Land mit eigener KI-Strategie – AußenwirtschaftsCenter Toronto

#fff