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Wenn der Roboter zweimal klingelt



Pizza, Burger oder Pakete – kleine, autonome Lieferroboter werden seit einigen Jahren schon entwickelt. Covid-19 hat die Roboterbranche neu beflügelt.
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Roboter als Lieferservice
© AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA Roboter als Lieferservice

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Die Idee, Waren online zu bestellen und sie von einem Roboter liefern zu lassen, haben Wissenschaftler wie auch Logistik- und Lieferunternehmen schon seit vielen Jahren. Auch Tests mit Robotern, die Essen ausliefern, gab es schon vor der aktuellen Pandemie – so lieferte etwa das Startup Kiwi auf dem Gelände der University of California, Berkeley, mit ihrem Kiwi Bot Burritos, Cola oder Sandwiches an hungrige Studenten aus. Jetzt, da Social-Distancing-Maßnahmen die Beziehung zwischen Kunden und Lieferanten belasten, könnten die Lieferbots ihre große Stunde erleben. Und wieder sind die USA Vorreiter, denn in der US-Hauptstadt Washington wird bereits mechanisch geliefert.

Die Uni war das Testgelände

An der George Mason University in der Nähe von Washington gab es schon vor der Coronapandemie Essenslieferungen, die ohne menschliche Überbringer auskamen. Das Gelände der Universität wurde als Testgebiet für den Einsatz von Lieferrobotern genutzt. Durch die Ausbreitung von COVID-19 musste die Universität aber schließen, wodurch auch die Tests zum Erliegen kamen. 

Der autonome Lebensmittellieferant

Das hat bei Starship, dem Hersteller der auf dem Unicampus eingesetzten Lieferroboter, Kapazitäten freigesetzt. Starship wurde übrigens von Skype-Erfinder Ahti Heinla und Janus Friis gegründet. Tracy Stannard, eine findige Unternehmerin aus einer Wohngegend im Nordwesten von Washington, hat das genutzt und die Idee adaptiert: Sie setzt Lieferroboter für Bestellungen ein, die in ihrem Lebensmittelladen gemacht werden. Seit dem 25. März sind vier selbstfahrende Roboter unterwegs und beliefern die Häuser in der näheren Umgebung des Ladens mit Nahrungsmitteln.

Die Idee, Roboter für Essenslieferungen zu nutzen, kam Stannard bereits vor einem Jahr. Damals hatte Starship aufgrund des gerade laufenden Tests auf dem Universitätsgelände aber keine Kapazitäten, um die Idee umzusetzen. Vor einigen Wochen meldete sich Starship aber unvermittelt wieder, um zu fragen, ob noch Interesse an einer Umsetzung bestehe.  

Der Akku legt den Lieferradius fest

In den ersten beiden Tagen haben die Roboter etwa 20 Bestellungen ausgeliefert, zusätzliche Kosten entstehen den Kunden derzeit nicht durch die Hightech-Liefermethode. Allerdings ist das Liefergebiet der Roboter harten Einschränkungen unterworfen. Das Überqueren großer Straßen ist für die Bots nicht möglich, zudem ist die Lieferdistanz durch die Akkulaufzeit beschränkt. 

Für Stannard sind die bisherigen Erfahrungen jedenfalls positiv. Pannen habe es bislang keine gegeben. Der einzige Zusatzaufwand für die Belegschaft bestehe darin, dafür zu sorgen, dass die Akkus stets geladen sind. In der Nachbarschaft kommen die Lieferroboter ebenfalls gut an. „Die Leute sagen, dass die Kinder aus der Nachbarschaft die Roboter als Reittiere verwenden”, sagt Stannard dem Washingtonian.

Ob wir uns tatsächlich an den Anblick von Lieferrobotern auf der Straße gewöhnen müssen, wird vom Ausgang erster Feldversuche wie jenem in Washington abhängen. Wenn die Technologie sich als robust erweist und die Kosten für die Lieferbetriebe unter jenen eines menschlichen Angestellten liegen, wird der Roboter in Zukunft öfter zweimal klingeln.

Washington, 06.05.2020 

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Ihr Ansprechpartner:

AussenwirtschaftsCenter Washington
Andreas Stauber
+1 202 656 00 60
E washington@wko.at

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