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Bei Xiaomi entwickeln die Kunden mit



Der Smartphone-Hersteller setzt voll auf die Lead User-Methode.
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Mitarbeiter der chinesischen Firma Xiaomi
© Aussenwirtschaft Austria Mitarbeiter der chinesischen Firma Xiaomi

Mitarbeiter der chinesischen Firma Xiaomi Mitarbeiter der chinesischen Firma Xiaomi

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Peking, 27.09.2019

„Die meisten Fans haben eine Vorstellung, wie das perfekte Handy aussehen soll. Aber sie können es nicht selbst umsetzen, weil es schwierig ist, eines zu bauen. Also geben sie uns Feedback, welche Features in unser Telefon eingebaut werden sollen. Und wenn wir dies tun, teilen sie die gute Nachricht mit ihren Freunden“, so Lei Yun, CEO von Xiaomi, das im Westen vor allem als chinesischer Smartphone-Hersteller bekannt ist und einst das wertvollste Start-up-Unicorn der Welt war. Wie nahe man tatsächlich am eigenen Kunden sein kann, zeigte Xiaomi, das seinem eigenen Produktentwicklungsprozess ein Update verpasst hat. Man sagt, Kundennähe sei der Schlüssel zum Erfolg.

Die Kunden sind der 12. Mann

Ähnlich wie beim Fußball, wo Fans als 12. Mann am Platz gelten, hat Xiaomi seine Fans zum 12. Mann in der Produktentwicklung erklärt. Das Unternehmen hat Lead User Innovation zum Kern ihrer Entwicklungsstrategie gemacht. Die Lead User-Methode, die in den 80er Jahren am Massachussetts Institute of Technology (MIT) entwickelt wurde, basiert auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass Innovationen oft nicht vom Hersteller kommen, sondern dass diese von Anwendern und deren Feedback und Wünsche initiiert werden. Xiaomi legt auch auf das Feedback und die Wünsche der Nutzer wert und baut dieses bei der Entwicklung von Hard- und Software ein.

Der Innovationszyklus

Der gesamte Arbeitsablauf der Programmierer ist bei Xiamoi auf die wöchentlichen Software-Updates ausgerichtet, die jeden Freitag veröffentlicht werden. An Wochenenden haben die Nutzer dann Zeit, im Rahmen von Kommentaren, Fehlermeldungen und Änderungswünschen Feedback zu geben. Die gesammelten Antworten werden am Montag gesichtet und dienstags unternehmensintern präsentiert und diskutiert. Freitags erscheint dann wieder ein Update.

Xiaomi teilt die Fans in zwei Gruppen ein: Besonders technikaffine Fans werden bereits in die frühe Testphase neuer Produkte eingebunden, die große Masse der restlichen Fans werden später im Produktentwicklungsprozess dazu geholt und beteiligen sich am Entwicklungsprozess, in dem sie in den Foren Kommentare abgeben. Die Reaktionen sind weniger technisch, aber für die Erfassung einer Gesamtmeinung wertvoll. Durch diesen kurzfristigen Zyklus – innerhalb von fünf Tagen gibt es Feedback auf Meinungen - verstärkt sich bei den Nutzern das Gefühl der Wertschätzung. Da Xiaomi auf Feedback schnell reagiert, sind die User motiviert, neues Feedback zu geben. Da die Zahl der Fans bereits in die Hunderttausende geht und Diskussionen auch in sozialen Medien stattfinden, entsteht so übrigens auch ein interessanter Marketingeffekt.

Kunden verstehen Produkte besser als Designer

In vielen Produktbereichen wie bei Haushaltsgeräten, Sportartikeln oder im Technologiesegment verstehen die intensivsten Benutzer das Produkt oft genauso gut oder besser als die Designer. Bill Joy, Mitbegründer von Sun Microsystems, sagte einmal: „Egal wer du bist, die meisten intelligenten Leute arbeiten für jemand anderes”. Lead User Innovation ist ein Weg, um einen Teil dieser externen Intelligenz in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Xiaomi schätzt, dass etwa ein Drittel seiner Softwarefunktionen auf Fans zurückzuführen ist.

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Ihr Ansprechpartner:

AußenwirtschaftsCenter Peking
Martin Glatz
T +86 10 85 27 50 50
E mailto: peking@wko.at

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