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Start-up baut leistbare Häuser



Der kambodschanische Unternehmer Hav Kongngy hat erkannt, dass Wohnen in seinem Land für die meisten Menschen nicht mehr erschwinglich ist. Aus sozialem Antrieb heraus wurde er zum größten Hausbauer des Landes.
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My Dream Home CEO  HAv Kongngy
© Aussenwirtschaft Austria My Dream Home CEO HAv Kongngy

Leitbarer Wohnraum für Kambodscha

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Pnom Penh, 29.11.2019

Wohnraum in Kambodscha wird immer teurer und die Kosten entsprechen nicht mehr dem Einkommen der Durchschnittsbevölkerung. Das kambodschanische Startup „MyDreamHome“ hat es sich daher zum Ziel gesetzt, als soziales Unternehmen zum größten Hausbauer Kambodschas zu werden – und das zu leistbaren Preisen. Mit Hilfe von ineinandergreifenden Bausteinen und einem umweltfreundlichen Herstellungsverfahren können die Kosten im Vergleich zum traditionellen Bau aus roten Lehmziegeln drastisch gesenkt werden. Der Gründer und CEO des Unternehmens, Hav Kongngy, ist davon überzeugt, dass nur ein sozialer Ansatz wie seiner die Lösung für die Probleme des kambodschanischen Wohnungsmarktes sein kann. Das AußenwirtschaftsCenter Bangkok hat ihn zu einem Interview getroffen. 

Woher kam die Inspiration für die Gründung von „MyDreamHome“?

Hav Kongngy: Als ich 2013 gemeinsam mit meiner Frau nach einem längeren Auslandsaufenthalt in Australien nach Kambodscha zurückkam, konnten wir beide auf eine gute Ausbildung sowie insgesamt 7 Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Dennoch waren wir finanziell nicht in der Lage uns zusammen ein eigenes Haus zu kaufen. Wir hatten aber in Australien ein innovatives Lehmziegelsystem zum Hausbau kennengelernt. Nach einiger Evaluierung wussten wir, dass wir dieses System auch nach Kambodscha bringen mussten; einerseits um uns selbst ein Haus bauen zu können, andererseits um anderen Personen in der gleichen Situation zu helfen.
Ich habe früher in einer der ärmsten Gegenden von Phnom Penh gewohnt und dabei mit Fabrikarbeitern zu tun gehabt, die in den ärmlichsten Bedingungen lebten. Als ich 2009 einen Unfall hatte, haben mir jedoch genau diese Fabrikarbeiter geholfen. Mit der Gründung meines eigenen Unternehmens kann ich ihnen jetzt etwas für ihre Unterstützung zurückgeben. Da man die Lehmziegel bei „MyDreamHome” wie Legosteine zusammenfügen kann, können auch die schlecht ausgebildeten Fabrikarbeiter ihre eigenen Häuser zu einem unschlagbaren Preis zusammenbauen.

“MyDreamHome” wurde 2013 gegründet: Wie verläuft das Projekt bisher?

Hav Kongngy: „MyDreamHome” wurde 2013 gegründet und das Projekt wird seit Mai 2015 operativ umgesetzt. Die ersten beiden Jahre waren wir beschäftigt mit Kursen über nachhaltiges Unternehmertum in Deutschland, dem Aufbau eines schlagkräftigen Teams sowie dem Testen der Maschinen für die Anwendung in Kambodscha. Bis heute haben wir mehr als 5 Millionen Ziegel hergestellt was einem Äquivalent von 500 Häusern entspricht. Tatsächlich wurden aber nur 350 Häuser damit gebaut, da die Ziegel zum Teil auch für die Außenanlagen verwendet wurden. Rund 80-90% der Häuser befinden sich im Raum Phnom Penh, die restlichen Häuser in verschiedenen Provinzen.

Was ist der Hauptantrieb für das Unternehmen: Profit oder die gesellschaftliche Wirkung?

Hav Kongngy: Unser Unternehmen ist keine klassische NGO, sondern ein soziales Unternehmen. Unser Antrieb ist die hohe Nachfrage nach den Ziegeln, durch die wir weiterhin leistbaren Wohnbau gewährleisten. Das Feedback unserer Kunden, die sich nun selbst eigene Häuser leisten können, und die gesellschaftlich nachhaltige Wirkung motivieren uns mehr als hohe Gewinne. Außerdem stellen wir sicher, dass bei unserem Projekt keine Kinderarbeit stattfindet und dass alle Mitarbeiter faire Löhne erhalten.


Der Gründer und CEO von MyDreamHome, Hav Kongngy
© MyDreamHome „Ja, ich will Geld verdienen, aber wenn ich zwischen einer Million Menschen und einer Million US-Dollar wählen könnte, würde ich die Menschen wählen", so der Gründer von "MyDreamHome" Hav Kongngy.
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Leben Sie selber in einem “MyDreamHome”?

Hav Kongngy:: Da wir alle lukrierten Gewinne zu 100% in das Unternehmen reinvestiert haben, wohne ich selbst noch nicht in einem “MyDreamHome”. Mein Hauptziel ist es, andere zuerst zu unterstützen und größeren Impact zu erzielen. Gegenwärtige lebe ich in unserem Familienheim und suche ein geeignetes Grundstück, um eines Tages  - wenn genügend freie finanzielle Mittel vorhanden sind  - mein eigenes „MyDreamHome“ bauen zu können.

Was sind Ihre Hoffnungen für Kambodscha und die Region für die nächste Zukunft?

Hav Kongngy: Meine Hoffnung für Kambodscha ist es, dass es mehr Start-ups in den Bereichen Technologie, Bauwesen, Finanzen usw. geben möge, um dadurch mehr Innovationen zu kreieren. Wir brauchen mehr finanzielle Unterstützung durch die Regierung und entsprechende Programme. Es gibt bereits Mittel für KMUs, aber Kambodscha braucht eine bessere Umsetzung. Darüber hinaus bräuchte es mehr Kreditbürgschaften, Ökosysteme und Co-Working Plätze.

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Ihr Ansprechpartner:

AußenwirtschaftsCenter Bangkok
Günther Sucher
+66 2 03 85 885
E bangkok@wko.at

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