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Makerathon statt Hackathon



Wie ein chinesisches Start-up den Innovationsgeist im eigenen Unternehmen am Leben erhält.
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Junger chinesischer Teilnehmer an einem Hackathon
© Aussenwirtschaft Austria Junger chinesischer Teilnehmer an einem Hackathon

Junger chinesischer Teilnehmer an einem Hackathon Junger chinesischer Teilnehmer an einem Hackathon

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Peking, 27.09.2019

Er dauert zwischen 24 und 48 Stunden, ist einem Thema oder einer bestimmten Problemlösung gewidmet, es wird in Kleingruppen über Ideen diskutiert, es werden Prototypen entwickelt, und das alles in einer lockeren Atmosphäre. In einigen Unternehmen werden seit Jahren schon solche „Hackathons“ veranstaltet, um die Kreativität der Mitarbeiter „einzufangen“ und Innovation entstehen zu lassen. Doch zu oft sind diese Hackathons - getarnt unter dem Deckmantel der Innovation - nur einmalige oder mehr oder weniger gelegentliche Corporate-Branding- und Recruiting-Veranstaltungen.

Alle sieben Wochen ein Hackathon

Das ist zu wenig, dachte sich Jasen Wang, CEO des chinesischen EdTech-Start-ups Makeblock und entwickelte in seinem Unternehmen ein neues Format – Makerathon. Das sind bei Makeblock interne Hackathons, mit der die Innovationskraft der Firma aufrecht gehalten wird. Seit 2014 wurden bereits 37 solche Veranstaltungen durchgeführt, was einem Makerathon alle sieben Wochen entspricht. Jasen Wang sah sich mit dem Problem konfrontiert, die Dynamik, Kreativität und Innovationskraft aus den jungen Tagen des 2013 gegründeten Start-ups trotz starken Wachstums, steigender Mitarbeiterzahl und damit einhergehender rigiderer Unternehmensstrukturen zu erhalten. Makeblock ist nämlich eines der führenden EdTech-Start-ups in China, es stellt Roboter, Baukästen und Software her, die Schüler im Unterricht der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) nutzen können. Die Produkte von Makeblock wurden bereits mehrfach mit dem anerkannten RedDot Award ausgezeichnet. 

Besessen von einer Idee

„Erinnert ihr euch noch an das letzte Mal, als ihr Tage lang mit einer Sache verbracht habt, von der ihr besessen ward?“, fragt CEO Jasen vor einem seiner Makerathons. Und auf dieses Besessen sein von einer Idee legt Jasen bei seinen Mitarbeitern großen Wert. „Man hört wirklich nicht auf nachzudenken und dann entsteht irgendwann etwas Spannendes“, sagt ein junger Sales Manager von Makeblock. Die Teilnahme am Makerathon steht allen Mitarbeitern offen, ein technischer Hintergrund ist nicht notwendig. Ob Sales Manager, PR-Manager, Produkt-Manager, Software Ingenieure, Designer - sie alle kommen in 24 Stunden andauernden Mini-Wettbewerben zusammen, um neue Roboter zu erschaffen. Dabei werden Freundschaften geformt, das Verständnis für andere Tätigkeitsbereiche verbessert, über den eigenen Tellerrand geblickt und der kreative Schaffenswille, wie er meist nur in ganz jungen Start-ups existiert, am Leben erhalten – und ganz nebenbei die Produktpalette erweitert und verbessert.“

Jeder Makerathon hat ein Ziel

Eine Jury setzt Ziele für jeden Makerathon und beurteilt die Resultate. Es gibt drei verschiedene Wettbewerbe. Bei den „Creation Games“ wird ein Thema wie Licht, Temperatur oder KI vorgegeben und Teams kreieren spannende Produkte rund um dieses Thema. In den „Competition Games“ treten selbstgebaute Roboter in Wettbewerben direkt gegeneinander an. Einmal muss gerungen werden, ein anderes Mal muss ein Objekt möglichst schnell von A nach B getragen werden. Bei den „Techie Games“ werden keine Grenzen gesetzt. Man lässt seiner Kreativität freien Lauf. Gewinner ist das Team mit dem technisch anspruchsvollsten Produkt, das gleichzeitig noch vermarktbar scheint.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Makerathons ist aber das Teambuilding. „Es ist leicht, Freundschaften zu schließen“, lautet das Feedback eines Mitarbeiters. „Und da man so vielen Leuten beim Brainstorming zusehen kann, wird man selbst inspiriert und der Start-up-Spirit aus den Anfangsjahren des Unternehmens lebt weiter.“

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Ihr Ansprechpartner:

AußenwirtschaftsCenter Peking
Martin Glatz
T +86 10 85 27 50 50
E peking@wko.at

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