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Eine plastikfreie Lebensmittelwelt



Mit welchen innovativen Verpackungsmaterialien lässt sich das Plastikproblem in den Griff bekommen?
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Plastikfrei Lebensmittelverpackung
© Aussenwirtschaft Austria Plastikfrei Lebensmittelverpackung

Plastikfreie Lebensmittelwelt

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Wien, 30.08.2019

Wenn Eier, Bananen, Orangen geschält aber dafür in einer Plastikfolie verpackt, verkauft werden, sollte man begreifen, dass einiges falsch läuft. Vor allem die Lebensmittelindustrie gilt als einer der Hauptverursacher der Müllberge, werden doch viele Lebensmittel unnötig oder mehrfach verpackt. Seit vielen Jahren schon wird versucht, den Müll durch Trennen wieder verwertbar zu machen, doch den Ursachen wird zu wenig auf den Grund gegangen. Vielen Menschen ist bewusst, dass im Handel zu viel (Plastik)Verpackungen eingesetzt werden und greifen auch zu PR-Methoden wie der „Plastic Attack“ aus Großbritannien. Um Supermärkte auf die Müllproblematik hinzuweisen, lassen an „Plastic-Attack“-Tagen Kunden den Verpackungsmüll einfach in der Filiale zurück.
Aber auch solcher Aktionismus packt das Übel nicht bei der Wurzel. Das Problem kann man nur durch ein Weniger an Verpackung und durch neue, innovative Verpackungsmaterialien in den Griff bekommen.

Vollständig recyclebare Verpackungen

Es beginnt bei Bio-Müllsäcken aus Maisstärke, Einwegbesteck aus Holz, Getränkebechern aus Biokunststoff PLA, Krafpapier, oder nachhaltiges Geschirr aus Blättern des Salbaums oder Palmenblättern. Fakt ist, dass im Lebensmittelbereich die Umweltbelastung so gering wie möglich gehalten und herkömmliche Verpackung auf biologisch abbaubare Verpackungen umgestellt werden muss. Das wird auch durch zahlreiche Marktstudien bestätigt. In Italien beispielsweise wählen bereits 68 Prozent der Verbraucher Marken, die sich für den Schutz der Umwelt und die Reduzierung des Plastikverbrauchs einsetzen. Der Südtiroler Apfelvermarkter Melinda z.B. bietet seine Produkte in vollständig recycelbaren und kompostierbaren Verpackungen an. Für den Druck der Behälter wird Tinte auf Wasserbasis verwendet. Die Marke Almaverde Bio hat ebenfalls eine hundertprozentige kompostierbare Verpackung für den organischen Abfall entwickelt: Die Behälter bestehen aus erneuerbaren Rohstoffen und die Folie aus NatureFlex, einem neu patentierten Holzderivat aus Wiederaufforstungsplantagen. Auch der Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften VOG hat seit Mai 2019 aufgrund zunehmender Kundennachfrage eine neue Verpackungslinie für Fruchtschalen eingeführt, die aus 100 Prozent Wellpappe besteht und auf den Einsatz traditioneller Plastikfolie verzichtet. 

Essgeschirr aus Zuckerrohr

Fast Food liegt – nicht nur in den USA - nach wie vor im Trend. Drei Prozent der Amerikaner essen täglich Fast Food, das sind immerhin 9,5 Millionen Menschen. 28 Prozent essen mindestens einmal wöchentlich bei McDonalds und Co. Leider hat der Fast-Food-Konsum auch die Müllberge wachsen lassen. Auch wenn die üblichen Ketten wie McDonalds immer häufiger von gesünderen Alternativen abgelöst werden, bleibt ein großes Problem bestehen – Einwegplastik. Das US-Startup Worldcentric möchte diesen Trend stoppen und bietet eine breite Auswahl von nachhaltigen Alternativen an. Die Produktpalette reicht von Take-Away-Geschirr, über Pizzaboxen und Strohhalme, bis hin zu Kaffeebechern. Das Besondere daran ist, dass alle Produkte vollständig kompostierbar sind, einen CO2-Fußabdruck von Null aufweisen und dass das Unternehmen 25 Prozent seiner Gewinne an wohltätige Zwecke spendet. Alle Artikel werden ausschließlich aus nachwachsenden Materialien wie Weizen, Korn und Zuckerrohr hergestellt. Die Herstellung verbraucht dabei weitaus weniger Energie und Ressourcen, als die Erzeugung von Plastik. Worldcentric leistet so einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft. 

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