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Hand auf´ s Herz! Was fange ich wirklich mit dieser Künstlichen Intelligenz an?

Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut für Innovateaustria.org



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Intro-Video zum Essay von Harry Gatterer

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https://www.youtube.com/embed/hQNf9082j2k
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Ein Essay von Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut für Innovateaustria.org

Kaum ein Innovationsthema ruft so konträre Gefühle hervor wie Künstliche Intelligenz (KI). Die Ansichten sind schwarz oder weiß, dystopisch oder euphorisch. Während die einen ein weiteres Mal den Untergang der Welt auf uns zukommen sehen, versprechen sich die anderen von KI große Umwälzungen und sehen sie als das Tool, mit dem die Menschheit – und vielleicht ihr eigenes Unternehmen – das nächste Level erreichen wird. In einem Punkt herrscht indes Einigkeit: Ja, KI wird alles verändern! 

Was Künstliche Intelligenz ist

KI hat etwas Mystisches an sich. Der Begriff ist ebenso allgegenwärtig wie undurchsichtig. Selbst führende Experten auf dem Gebiet können noch nicht genau sagen, was damit alles möglich sein wird, denn das Feld steckt noch in den Kinderschuhen. Diese Unsicherheit führt zu einer breiten Überzeichnung, übertriebenen Erwartungen an KI. In positiver und negativer Ausprägung. Verstärkt wird dies durch die seltsame Eigendynamik, die KI durch die menschliche Komponente erhalten hat, die ständig mittransportiert wird. Das beginnt bei den Begrifflichkeiten, die einerseits menschliche Nähe suggerieren und gleichzeitig der Abgrenzung dienen. Intelligenz, Lernen, neuronale Netze, etc. verstärken den Eindruck, die Technologie würde in Konkurrenz zum Menschen stehen. Wie einst die Abgrenzung von Mensch und Tier sind es heute Maschinen und Technologie, die als „das Andere“ angesehen werden und uns damit auch helfen, uns als Menschen zu definieren.

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In der öffentlichen Diskussion vermischen wir das alles gerne und stellen uns vor, wie die künstliche Intelligenz die Oberhand über ihr menschliches Pendant erlangt und die Maschinen uns Menschen in die Knechtschaft zwingen. Etwas das so diffus ist, bei dem Transparenz und Erklärbarkeit schwer zu vermitteln sind und bei dem die Fragen nach Ethik und Biases noch völlig offen sind, sind ein dankbarer Nährboden für überbordende Szenarien. Eine Machtübernahme beispielsweise würde aber voraussetzen, dass KI so etwas wie Macht überhaupt empfinden kann. An dieser Stelle wird es schon schwierig, denn Macht ist ein Gefühl und Gefühle sind Menschen vorbehalten. 

Auch ohne das Gefühl von Macht ist KI indes ein unglaublich mächtiges Tool. In welchem Ausmaß, können wir uns heute noch gar nicht vorstellen. KI basiert auf Algorithmen, auf Unmengen von Daten, Machine Learning, Deep Learning, Trial and Error. KI ist kein Allheilmittel, sie ist nicht unser Untergang und vor allem ist sie nicht menschlich. Doch KI wird unsere Welt so sehr prägen, weil sie ständig lernt und Fehler nicht scheut, sondern sie als Rückmeldung zur Verbesserung sieht. Eigenschaften, die eigentlich auch Menschen gut zu Gesicht stehen.

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Was Künstliche Intelligenz kann

Teil des KI-Mythos ist, dass KI als weit entferntes Phänomen wahrgenommen wird, dabei ist sie heute bereits in vielen Bereichen im Einsatz, weit über Siri, Alexa und Co. hinaus. Gesichtserkennung gehört etwa auf dem Smartphone oder in sozialen Netzwerken zum Alltag. In der Industrie werden Fertigungsanlagen mittels KI überwacht. Der Kundenservice wird bereits in vielen Unternehmen über Chatbots oder eine KI im Hintergrund abgewickelt. KI schreibt Liveticker und Spielberichte zu Sportereignissen, mischt bei politischen Wahlen mit und handelt Wertpapiere. Lektorate oder das Kochen nach Rezept, der Mobilitätssektor mit seinen autonomen Fahrzeugen, Sicherheitseinrichtungen, etc. sind weitere Felder, in denen sich KI bald etablieren wird.

Es verhält sich mit KI ähnlich wie mit dem Internet, das in Windeseile alle Lebensbereiche erfasst hat und diese massiv beeinflusst. Jeder wird im ständigen Kontakt mit KI sein und sie als ganz normalen Teil seines Alltags empfinden. Der amerikanische Vordenker Kevin Kelly etwa glaubt an eine Zukunft, in der KI in einem Ausmaß verfügbar sein wird, wie der Strom, der aus jeder Steckdose kommt. KI würde dann jedem zur Verfügung stehen, wir müssten uns nur überlegen, wofür wir sie verwenden wollen.

Organisationen, Wertschöpfungsketten, das Wirtschaftssystem an sich strebt stets nach Effizienz und diesbezüglich liegen in der KI enorme Potenziale. Die größten Hebel und daher das spannendste Anwendungsgebiet trägt das prognostische Vermögen von KI in sich. Überall, wo die KI vorausschauen und – wie teils schon heute – Predictive Analytics anstellen kann, kann frühzeitig eingegriffen werden, beispielsweise in sich entwickelnde Verkehrsstaus oder Ausfälle in Produktionsstraßen.

Was KI für die Menschen bedeutet

Solche Aussichten auf Automatisierung sind verantwortlich für die Angst um das große Jobsterben. Rund die Hälfte aller Arbeitsplätze soll in den nächsten zehn bis 15 Jahren wegfallen, wird immer wieder berichtet. Einfache geistige Routinetätigkeiten und monotone Handgriffe werden mit Sicherheit Schritt für Schritt der KI zum Opfer fallen. Allerdings ist eine solche Entwicklung kein neues Phänomen, das kennen wir seit der Industrialisierung. Was sich allerdings auch gezeigt hat, ist, dass zwar Jobs verschwinden, es kommen durch die technologische Weiterentwicklung aber auch immer neue dazu – und zwar in deutlich höherem Maße. Gab es auf dem US-Arbeitsmarkt zu Beginn der Industrialisierung rund 300 Berufe, stieg diese Zahl bis 2010 auf über 800. Befeuert von der Digitalisierung waren es 2016 bereits 1.100.

Es findet eine Spezialisierung statt, die völlig neue Berufe hervorbringt. Vor einigen Jahren hätte man sich kaum vorstellen können, dass es Menschen geben wird, die als Gerechtigkeitsdesignerin arbeiten, wie KI-Aufklärerin Kriti Sharma. Die Inderin analysiert für Konzerne und Institutionen, ob Algorithmen diskriminieren. KI als Jobkiller zu sehen, ist verkürzt, denn vielmehr führt sie zu einem weiteren Jobshift. Die große Herausforderung für Unternehmer und die Gesellschaft insgesamt liegt daher in der rechtzeitigen Aus- bzw. Weiterbildung, der Umschulungen und Umorganisation. Nicht nur hinsichtlich neuer Berufe, sondern auch bestehender, die wieder wichtiger werden. KI schafft, indem sie einige Jobs abnimmt oder erleichtert, wieder mehr Raum für die zutiefst menschlichen Jobs, etwa im Pflege- und Bildungsbereich. KI kann bei der Diagnose effizienter und genauer sein als Ärzte, die durch die gesparte Zeit wieder intensiver mit dem Patienten arbeiten und sich mit ihm auseinandersetzen können. Journalisten können sich wieder darauf konzentrieren, tiefgründig zu recherchieren und zu deuten, wenn die oberflächliche, tagesaktuelle Informationsflut von KI erledigt wird. Gerade das, was KI nicht kann, erfährt in Zukunft eine Aufwertung.

Warum KI ein Kollege ist

KI darf nicht als Konkurrent gesehen werden, sondern als Kollege. In Zukunft werden Menschen und KI Teams bilden, die im Alltag wechselseitig zusammenarbeiten. Dass dies die erfolgversprechendste Art ist, zeigt ein Beispiel, das traditionell für den Wettstreit zwischen Mensch und Maschine steht: das Schachspiel. Schon 2005 zeigte sich beim PAL/CSS Freestyle Tournament, dass Teams aus menschlichen Schachspielern und Schachcomputern sowohl Supercomputern als auch Großmeistern klar überlegen waren. Durch eine bessere Organisation und Kommunikation konnten sich Teams aus soliden Spielern und handelsüblichen Schachcomputern gegen Teams mit individuell stärkeren Spielern durchsetzen. 

Unternehmer tun also gut daran, KI als Kollegen zu etablieren und sie als solchen zu betrachten. Bei all dem Streben nach Effizienzoptimum und Perfektion darf nicht außer Acht gelassen werden, dass sich die KI in gewissen Punkten nicht so sehr von ihren menschlichen Kollegen unterscheidet. Auch KI handelt nicht immer so, wie man sich das als Chef vorstellt, sie trifft – im Rahmen der vorgegebenen Regeln – ihre eigenen Entscheidungen. KI wird zwar nicht hin und wieder Büromaterial mitgehen lassen oder ihre Zeit absitzen, dennoch ist ein opportunistisches Verhalten der KI nicht auszuschließen, denn in den meisten Fällen handelt es sich bei der KI um eine extern zugekaufte Komponente.

Wenn man KI im eigenen Unternehmen etabliert, muss davor die Unternehmenskultur entsprechend adaptiert werden. Die Symbiose zwischen Mensch und Maschine muss neu gelernt und ständig weiterentwickelt werden. Beide Mitglieder des Mensch-Maschine-Teams haben ihre Stärken und Schwächen, die sie einbringen müssen, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Vor diesem Hintergrund lässt sich ein realistischer Umgang mit KI pflegen, ohne dystopische Hysterien oder übertriebener Euphorie.

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Was kann diese Künstliche Intelligenz wirklich?

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In Zukunft wird sie jedem zur Verfügung stehen, wir müssen uns nur überlegen, wofür wir sie verwenden wollen.
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