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Ja, ich will!

Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut für Innovateaustria.org

Was kann ich tun, damit in meinem Unternehmen Innovation gelingt?


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Intro-Video zum Essay von Harry Gatterer

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https://www.youtube.com/embed/AWihRDTF70U
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Ein Essay von Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut für Innovateaustria.org

Innovation ist heute ein Muss und erzeugt enormen Druck auf Unternehmer. Wer nicht innovativ ist, ist nicht vorne mit dabei. Dies bedingt in vielen Unternehmen aktionistisches Handeln. Innovationsmanager werden installiert, ganze Innovationsabteilungen etabliert – und es wird Großes erwartet. Oft entsteht der Wunsch – oder besser der Zwang – zur Innovation aus einer defensiven Position heraus: Eine innovative Erfindung soll ein Unternehmen wieder an die Spitze der Branche katapultieren. Dieses Bedürfnis überschattet nicht selten den tatsächlichen Veränderungswillen. Mit einer einfachen Produktinnovation, die das bisherige Angebot lediglich anreichert, hoffen viele Unternehmen, weiter wachsen zu können, ohne sich in der Tiefe verändern zu müssen.

Doch dadurch verlagert sich der Fokus von Innovation als Fortschritt in eine sinnwidrige Richtung, nämlich auf das Neue als Selbstzweck. Resultat ist eine Ideenschwemme, die ohne Richtung und Ziel den Markt überflutet. Sie erfüllt die unablässige Forderung nach dem Neuesten vom Neuesten, nach dem noch nie Dagewesenen, aber ohne echte Substanz zu liefern. Die Welt ist heute voller vermeintlicher Innovationen, die tatsächlich Lösungen ohne Probleme sind.

Innovation richtig verstehen

Es ist daher dringend an der Zeit, sich wieder an die Grundeigenschaften von innovativen Ansätzen zu erinnern: Echte Innovationen haben etwas mit tiefgreifendem Wandel und Fortschritt zu tun. Sie spielen sich nicht an der Oberfläche eines Unternehmens ab, sondern fordern eine innere Veränderung ein. Innovationen bewegen und prägen die Organisation, die Wirtschaft und die Gesellschaft nachhaltig. Erfolgreiches Innovationsmanagement heißt also, sich zunächst mit dem eigenen Ansatz für Innovation auseinanderzusetzen, ihn zu hinterfragen, neue Perspektiven einzunehmen und auch den Mut zu haben, neue Wege einzuschlagen.

Viele Unternehmer tappen in die Falle, Innovation zum Dogma zu machen. Doch gerade dieses Müssen hemmt sie. Auch wenn die aktuelle Entwicklung, mit Methoden wie etwa Design-Thinking, darauf abzielt, schnell zu handeln und adaptiv zu reagieren; die großen Durchbrüche brauchen Zeit, eine intensive Beschäftigung mit dem eigenen Unternehmen und seiner Umwelt sowie einige Fähigkeiten und Kompetenzen, die bislang gar nicht oder nicht stark genug ausgeprägt waren.

Weitblick braucht Abstand

Unternehmer haben den Drang, etwas weiterzubringen, sie sind Macher, packen Dinge an – und wollen Resultate sehen. Das sind grundlegende Charakterzüge, die Menschen erst zu Unternehmern machen. Doch manchmal sind sie auch hinderlich. Unsere hektische Zeit verstärkt das Gefühl noch, dass alles schnell und sofort gehen muss, damit man konkurrenzfähig bleibt. Daher müssen Sie als Unternehmer vermutlich erst lernen, einen Gang zurückzuschalten.

In der Hektik des Alltags ist keine Zeit für wahre Reflexion, die zu wirklich neuen Lösungen führt. Abstand zu gewinnen ist daher essenziell, um beobachten und wahrnehmen zu können, was im Unternehmen und in seinem Umfeld geschieht. Es ist die Grundvoraussetzung, um über das Gewohnte hinausblicken zu können, um Denkschranken, verfestigte Meinungen, eingefahrene Muster, Blindspots und Potenziale zu erkennen. Diese Reflexion kann durch verschiedene Tools und Methoden unterstützt und begleitet werden. Die Geduld zu haben und diesen Abstand zu gewinnen ist aber eine persönliche Fähigkeit, die sich viele Unternehmer erst erarbeiten, die sie erlernen müssen. Denn das hat auch viel mit Loslassen zu tun.

Ermöglichen statt managen

Leider gehört das Loslassen aber zu einem der schwierigsten Dinge überhaupt. Wer die Zügel in der Hand hält, Verantwortung trägt und sich um alles kümmert, tut sich schwer damit, etwas davon abzugeben oder zu teilen. Man glaubt, alles managen zu können und zu müssen. Die Krux dabei: Zum einen ist die heutige Welt so komplex, dass sie sich nicht vom Einzelnen bewältigen lässt, zum anderen lässt sich Innovation per se nicht managen. Prozesse, Produktionen, ganze Fabriken lassen sich managen. Innovation aber ist nicht planbar, man kann sie nicht operationalisieren. Innovation braucht Raum und Offenheit.

Wir werden heute ständig mit Überraschungen konfrontiert, auf die wir uns nur schwer vorbereiten können und die nicht zu managen sind. Deswegen ist die Führungskompetenz heute und in Zukunft auch nicht die eines allwissenden Managers. Es geht vielmehr darum, Ermöglicher für jene Rahmenbedingungen zu sein, in denen sich Innovation entwickeln kann. Stellen Sie die Anschlussfähigkeit Ihres Unternehmens nach außen sicher, indem Sie es als aktiven Teil der Netzwerkgesellschaft sehen. Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern den Raum, um kreativ zu sein, neue Gedanken zu entwickeln und diese zu verfolgen. Selbst die hellsten Köpfe können ihr Talent nicht entfalten und innovativ sein, wenn sie durch ein zu enges Korsett von ständiger Kontrolle, Optimierung und der irreführenden Vorstellung, man könne Innovation abschließen, eingeschränkt werden.

Lifelong Learning und ganzheitliches Denken

Genauso wenig wie sich Innovation abschließen lässt, lässt sich Bildung abschließen. Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Gegebenheiten sind eben nicht gegeben, sie verändern sich heute ständig und immer schneller. Auf immer neue Voraussetzungen muss flexibel reagiert werden können.

Das eigene Wissen ständig zu erweitern und an die aktuellen Gegebenheiten zu adaptieren, sprich lebenslang zu lernen, ist eine der entscheidenden Kernkompetenzen um innovativ zu sein und zu bleiben. Die Bandbreite ist dabei groß: Egal ob Sie e-Learning-Plattformen nutzen oder sich im Gespräch mit cleveren Menschen austauschen – zapfen Sie alle Quellen an, um ständig zu lernen. Vielfältige Inputs inspirieren, erweitern den Geist und führen zu neuen Ideen. Gehen Sie aufmerksam und mit offenen Augen durch die Welt, seien Sie offen, auch von anderen Geschäftsbereichen und Branchen zu lernen. Wer ganzheitlich denkt und in der Lage ist, verschiedenste Erfahrungen und Beobachtungen zu einem Big Picture zusammenzufügen, kann daraus Schlüsse auf die eigenen Innovationspotenziale ziehen.

Selbstvergewisserung

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, warum Sie innovativ sein wollen? Weil Sie müssen? Weil alle anderen auch innovativ sind? Weil Sie mehr Geld verdienen müssen? Dieser Sachzwang ist als Herangehensweise ein echter Innovationskiller. Besser: Sie haben den positiven, emotionalen Antrieb, die Welt zu verbessern? Das mag im ersten Moment wie idealistisches Gewäsch klingen, aber verdrängen Sie einmal Ihre Gedanken an die Rettung der Weltmeere und den Stopp des Klimawandels – halten Sie den Reißverschluss etwa nicht für eine Innovation, die unsere Welt verbessert hat?

Egal ob Sie den Mars besiedeln möchten oder ein scheinbar kleines Alltagsproblem angehen wollen, wenn Sie die Lösung eines Problems persönlich als sinnvoll und wichtig erachten, können Sie in Resonanz mit einer Lösung kommen und wirklich innovativ sein. Aus der Psychologie wissen wir um die enorme Innovationskraft von persönlichen Anliegen und Visionen. Sie geben den Mut und die Ausdauer, um den Weg zur Lösung des Problems zu gehen. Beantworten Sie für sich die Frage, warum Sie tun, was Sie tun. Und ziehen Sie dieses Selbstverständnis durch.

Nur Mut!

Innovation ist nichts, das man von heute auf morgen einfach macht. Und sie ist nichts, das einfach so funktioniert. Im Kern braucht es, um wirklich Neues zu schaffen, den Mut, alles Alte zu hinterfragen und gegebenenfalls damit zu brechen. Alles andere ist Scheininnovation.

Der Genetiker Markus Hengstschläger verdeutlicht in einer einfachen Geschichte, welchen Einfluss Mut hat: Stellen Sie sich 20 Kinder in einem Turnsaal vor, die darauf warten, dass ein Ball in den Saal geworfen wird. Die Kinder wissen nicht, wann genau und wohin der Ball geworfen werden wird. Wie bereiten sich die Kinder unter diesen ungewissen Voraussetzungen vor? 19 davon stellen sich in die Mitte, weil durchschnittlich gesehen dort der Ball landet. Sie haben die Hoffnung, dass der Durchschnitt genügt. Ein Kind aber stellt sich alleine in eine Ecke des Saals. Die restlichen Kinder lachen über diesen Querdenker. Was sie aber nicht bedenken: Wenn nur ein Mitglied der Gruppe eine andere Position wählt, erhöht sich die Erfolgswahrscheinlichkeit schon um 50 Prozent.

Sich jenseits der Masse zu positionieren ist emotional aufwendig. Es braucht Mut, Klarheit und die Lust am Experiment, die Bereitschaft, selbst gesetzte Grenzen zu überschreiten. Diese Eigenschaften sind essenziell für Innovation. Eine Vision, die individuelle Vorstellung von der Zukunft, hilft, diese Bereitschaft aufzubringen. Visionen kann man nicht erfinden, nur finden. Das ist nicht alltäglich, nicht trivial. Es ist eine Arbeit an der Zukunft wider den Zeitgeist. Es ist zunächst eine Beschäftigung mehr mit sich und der eigenen Organisation als mit der Welt da draußen.

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Wie schaffe ich eine gute Basis für Innovation?

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