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© WKW
2.5

Einkommensteuer – Tarifreform

Der Hintergrund

Die kalte Progression, die real zu viel bezahlte Steuer als Folge der Besteuerung auf Basis des Nominaleinkommens, stellt eine stetige zusätzliche Belastung für alle Lohn- und Einkommenssteuerpflichtigen dar.

In der Vergangenheit konnte ein dauerhafter Anstieg der Steuerbelastung vermieden werden, weil regelmäßige Tarifreformen den Effekt der kalten Progression ausglichen. Im Vergleich zur Vergangenheit lag die letzte Steuerreform bereits erhebliche Zeit zurück (2009) und die zusätzlichen öffentlichen Steuereinnahmen bei der Lohn- und Einkommensteuer als Folge der kalten Progression waren bereits beträchtlich.

Schätzungen gehen allein für das Jahr 2015 von Mehreinnahmen von etwa 3 Mrd. Euro aus. Gerade in dieser ökonomisch herausfordernden Zeit war eine erneute Tarifreform unerlässlich, um den dringend notwendigen Impuls für einen wirtschaftlichen Aufschwung auszulösen.

Die Durchsetzung

Die WKW forderte eine spürbare finanzielle Entlastung für Arbeitnehmer und Unternehmer durch eine Anhebung aller Steuertarifstufen und entwickelte hierfür ein „WKW-Modell“.

Der Erfolg

Durch die Steuerreform 2015/2016 kam es zu einer Tarifsenkung in der Einkommensteuer im Ausmaß von rund 5 Mrd. Euro. So beträgt der Eingangssteuersatz seit 1.1.2016 statt 36,5 nur noch 25 Prozent.

Durchschnittlich wurden die Steuerpflichtigen um rund 1.000 Euro pro Jahr entlastet, der dadurch gesteigerte private Konsum lieferte den Erstimpuls für konjunkturellen Aufschwung in Österreich.