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Mann
© WKW
1.7

Stärkere Positionierung der Wiener Sozialpartnerschaft

Der Hintergrund

Der wirtschaftliche Erfolg und die soziale Stabilität in Österreich beruhen zu einem großen Teil auf dem System der Sozialpartnerschaft. Dadurch werden seit jeher soziale und wirtschaftliche Konflikte vermieden bevor sie entstehen, da ein permanenter Dialog und laufender Informationsaustausch verbunden mit der Bereitschaft der beteiligten Verbände, Kompromisse nach außen und innen durchzusetzen, für einen Ausgleich der Interessen sorgt.

Das nutzt vor allem auch den Betrieben – immerhin hat Österreich im Europavergleich die geringste Anzahl an Streikminuten pro Arbeitnehmer und Jahr (0,5 Minuten). Die viel kritisiertegesetzliche Mitgliedschaft bildet dabei das Fundament. Sie sorgt dafür, dass alle Mitglieder auf eine starke Interessenvertretung, die mit einer Stimme spricht und sich nicht auseinanderdividieren lässt, zählen können.

Die Durchsetzung

Die Sozialpartner müssen wieder zeigen, dass sie nicht gegeneinander wirken, sondern gemeinsam an einem Strang ziehen und dass sie dadurch für Wien und Österreich viel mehr erreichen können. Sie müssen wieder deutlicher als „Partner“ in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Zwar vertreten Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer verschiedene Interessengruppen, haben aber viele gemeinsame Ziele.

Der Erfolg

Gemeinsam haben die Sozialpartner die Themenführerschaft bei wichtigen Standort- und Infrastrukturprojekten wie der Ansiedelung der European Medicines Agency (EMA) oder dem Bau des Lobautunnels übernommen. Im Falle der EMA setzten sich WK Wien und AK Wien gemeinsam bei Stadt und Bundesregierung für eine aktive Bewerbung ein – mit Erfolg. Die gemeinsame Stärke wurde wiedererkannt und wird seither verstärkt gelebt.